Spielberichte

„Wir haben es verabsäumt nachzulegen“ – die SG gibt starke erste Hälfte noch aus der Hand

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Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf
UFC Drosendorf

In der 2. Klasse Thayatal hat die SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf am Samstag gegen den UFC Drosendorf eine 1:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Dabei sprach nach der Anfangsphase und dem frühen Führungstor von Michal Niederle zunächst einiges für die Gastgeber. Markus Koch sah seine Mannschaft vor der Pause sogar leicht besser, am Ende gaben laut dem Sektionsleiter aber fehlendes Nachlegen, Umstellungen und zwei späte Gegentore den Ausschlag.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Frühe Führung, dann noch der Ausgleich vor der Pause

Die Partie begann für die SG genau so, wie man sich einen Heimauftritt wünscht. Bereits in der 7. Minute brachte Michal Niederle die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und aus Sicht von Markus Koch war dieser Vorsprung auch verdient. „Wir hatten in der ersten Spielhälfte mehr vom Spiel und waren aus meiner Sicht die etwas bessere Mannschaft“, sagte der Sektionsleiter nach dem Schlusspfiff. Gerade deshalb wurmte ihn, dass die gute erste Phase nicht für ein zweites Tor genutzt werden konnte. „Wir sind verdient in Führung gegangen, haben es aber verabsäumt nachzulegen“, so Koch. Statt mit einem Polster in die Pause zu gehen, musste die SG in der 40. Minute noch das 1:1 hinnehmen, als Moritz Kaufmann für Drosendorf traf. Koch führte diesen Gegentreffer auf einen eigenen Fehler zurück: „Durch einen Fehler in der Vorwärtsbewegung hat Drosendorf schnell umgeschaltet und die Situation ausgenutzt.“

Nach dem Wechsel kippt das Spiel erst spät

Nach der Pause veränderte sich die Begegnung laut Koch Schritt für Schritt. Drosendorf kam besser in die zweite Hälfte und war zu Beginn des zweiten Durchgangs präsenter. Die SG fand nach rund einer Viertelstunde zwar wieder besser hinein, konnte diese Phase aber erneut nicht nutzen. Koch sprach davon, dass seine Mannschaft auch da das zweite Tor verabsäumte. Lange blieb die Partie damit offen, ehe sie in den letzten Minuten doch noch klar in Richtung der Gäste kippte. In der 84. Minute erzielte Moritz Kaufmann das 2:1 für Drosendorf, nur wenig später legte er in der 88. Minute auch noch das 3:1 nach. „In der Schlussphase war Drosendorf wieder besser und konnte mit zwei Toren innerhalb weniger Minuten das Spiel entscheiden“, sagte Koch. Vor allem der zweite Treffer der Gäste blieb ihm dabei hängen: „Das zweite Tor war sicher der Knackpunkt. Da haben wir dann nicht mehr zulegen können.“

Fehler bestraft, Ordnung verloren

Bei der Suche nach den Gründen für die Niederlage wurde Koch dann sehr konkret. „Wir haben in der zweiten Hälfte nicht an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen können, zumindest nicht über die gesamte zweite Halbzeit“, erklärte er. Dazu kamen aus seiner Sicht ausfallsbedingte Umstellungen auf ein, zwei Positionen. „Da ist dann die Ordnung etwas verloren gegangen“, sagte Koch, und genau darin sah er einen wichtigen Punkt, warum das Spiel noch in diese Richtung lief. Besonders beim 1:2 sprach er von einem Abspielfehler in der Mitte, den Drosendorf eiskalt bestrafte. „Sie haben schnell umgeschaltet, schnell in die Tiefe gespielt und unsere Fehler einfach kaltschnäuzig genutzt“, meinte der Sektionsleiter. Auch insgesamt sah er keine riesigen Unterschiede, wohl aber Vorteile bei den Gästen in der Schlussphase. Drosendorf sei drangeblieben, habe das Niveau besser halten können und im letzten Drittel des Spiels mehr Kraft gehabt.

Koch sieht ein enges Spiel, aber keine Punkte

Trotz des 1:3 fiel Kochs Gesamturteil deshalb differenziert aus. Für ihn war die Begegnung über weite Strecken enger, als es das Endergebnis vermuten lässt. „Der Unterschied war sehr gering. Von über neunzig Minuten gesehen wäre eine Punkteteilung gerecht gewesen“, sagte er, weil seine Mannschaft über weite Strecken der ersten Hälfte mehr vom Spiel hatte und Drosendorf dafür im zweiten Abschnitt mehr vom Spiel hatte. Diskussionswürdige Szenen sah er keine, auch die Leistung des Unparteiischen bewertete er klar positiv. „Die Schiedsrichterleistung war tadellos. Er war beiden Seiten gegenüber fair und hat das Spiel laufen lassen“, sagte Koch. Für die SG bleibt nach Runde zehn damit ein weiterer Rückschlag im unteren Tabellenbereich. Gerade weil die erste Hälfte aus Sicht der Gastgeber durchaus ordentlich war, dürfte die Niederlage umso mehr schmerzen.

2. Klasse Thayatal: Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf : Drosendorf - 1:3 (1:1)

  • 88
    Moritz Kaufmann 1:3
  • 84
    Moritz Kaufmann 1:2
  • 40
    Moritz Kaufmann 1:1
  • 7
    Michal Niederle 1:0