Spielberichte

Christian Hasenberger (USC Markersdorf): „Wir wollen so gut es geht ungeschlagen bleiben“ – Spitzenreiter mit klarer Marschroute

USC Markersdorf

In der 2. Klasse Traisental setzt Christian Hasenberger mit seinem USC Markersdorf ein kräftiges Ausrufezeichen: Nach 13 Spielen führt die Mannschaft mit 35 Punkten souverän die Tabelle an – neun Zähler vor dem ersten Verfolger SC Pyhra. Die Formkurve zeigt steil nach oben: Auf das Remis gegen den SV Neulengbach folgten vier Siege am Stück gegen SC Pyhra, SC Harland, SV Böheimkirchen und SG Traisen/St. Veit. Hasenberger zieht ein deutlich positives Zwischenfazit – ohne den Fokus auf Details zu verlieren.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

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Stabilität als Grundpfeiler des Erfolgs

„In Wahrheit, mit keiner Niederlage, somit von den Ergebnissen her alles top“, fasst Hasenberger die erste Saisonhälfte zusammen. Der Coach betont die defensive Stabilität seines Teams, das bislang nur sieben Gegentore zugelassen hat: „Defensiv war das okay, aber wir hatten Phasen, wo es nicht so rund gelaufen ist. Da müssen wir ansetzen.“ Markersdorf wirkt gefestigt, spielt diszipliniert und kontrolliert die Partien über weite Strecken – Qualitäten, die dem Tabellenführer eine komfortable Ausgangsposition bescheren. Gerade in engen Spielen, wie beim 0:0 gegen Neulengbach, bewahrte die Abwehrreihe Ruhe und meisterte auch knappe Situationen.

Teamgeist vor Einzelleistungen

Im Gespräch unterstreicht Hasenberger immer wieder, dass er kein Freund persönlicher Heldenrollen ist. „Ein Einzelspieler ist nichts wert. Wir arbeiten immer im Kollektiv“, betont er. Auch wenn er einen treffsicheren Stürmer und einen verlässlichen Torhüter in seinen Reihen weiß, verweist er auf die mannschaftliche Geschlossenheit als Erfolgsrezept. In Markersdorf zählt der Zusammenhalt: „Wenn Ausfälle waren und andere nachgerückt sind, das war alles top. Es hat jeder sofort funktioniert.“ Dieser interne Konkurrenzkampf auf gesundem Niveau sorgt dafür, dass jeder Spieler bereit ist, „sein eigenes Ego hintenanzustellen und alles zu geben für den Verein und die Mannschaft“ – eine Haltung, die deutlich macht, weshalb das Team aktuell an der Spitze steht.

Ausblick auf die Rückrunde

Personell kann Hasenberger weitgehend aus dem Vollen schöpfen. „Es wird keine Veränderung im Kader geben“, erklärt er und verweist zugleich auf drei verletzte Spieler. Bei Fabian Fraunbaum rechnet der Trainer mit einem Comeback zum Start der Rückrunde, zwei weitere Akteure sollen im Laufe der zweiten Saisonhälfte folgen. Damit dürfte Markersdorf zum Start nahezu vollständig antreten können. Auch strukturell bleibt im Verein alles beim Alten: „Was momentan gut läuft, soll man auch nicht verändern.“ Mit Blick auf die Konkurrenz nennt der Trainer ASK Wilhelmsburg als offensivstarken Gegner, hebt die Stabilität des SC Pyhra hervor und lobt auch FCU Frankenfels: „Die haben viel rausgeholt aus dem, was sie haben.“ Hasenbergers Anspruch bleibt klar: „Wir wollen uns nicht ausruhen auf dem, was wir erreicht haben. Es ist erst die halbe Strecke. Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern – im Umfeld, im Spiel und bei jedem Spieler.“ Die Marschroute des Tabellenführers ist gesetzt: ungeschlagen bleiben, weiter dazulernen und den Platz ganz oben entschlossen verteidigen.