In der 2. Klasse Traisental zieht Anto Kovacevic, Trainer von SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus, zum Ende der Herbstrunde eine klare Bilanz. Der Verein erlebte in den letzten Wochen eine bewegte Phase: Mehrere torlose Remis prägten die Schlusswochen – ein Zeichen dafür, wie eng und umkämpft die Partien waren. Kovacevic blickt dennoch optimistisch nach vorne. Im Gespräch betont er den Teamgeist und die positive Entwicklung seiner jungen Mannschaft – trotz personeller Veränderungen und einer anspruchsvollen Konkurrenzlage in der Liga.

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Kovacevic beschreibt die Hinrunde als einen wichtigen Schritt in der langfristigen Entwicklung des Teams. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft“, erklärt er. Der bewusste Verzicht auf Legionäre und der Fokus auf Eigengewächse hätten sich als „sehr positiv“ erwiesen. Die Trennung im Herbst von Patrik Gregora und Milan Losonci war Teil dieser Neuausrichtung.
Nicht mehr beim Team sind Nedzad Dedic und Julian-Joseph Gril, die laut Kovacevic als Abgänge feststehen. Hinzu kommt unerwartet die Pause von Kopal bis Sommer. Er ergänzt: „Wir haben Abstand genommen von einem neuen Legionär und versuchen dies mit einem Spieler aus der eigenen Reihe zu kompensieren.“
Zum Frühjahrsstart zeichnet Kovacevic ein sehr geschlossenes Bild seines Teams. „Die Stimmung ist sehr, sehr gut. Es sind alle voller Vorfreude auf die neue Sportanlage, die bald gebaut wird“, sagt er. Im Kader gibt es derzeit keine gravierenden Verletzungsprobleme: „Grundsätzlich sind alle Spieler fit, nur witterungsbedingt mal kleinere Krankheiten.“
Diese Stabilität erlaubt dem Trainer, den Fokus auf die Weiterentwicklung von Taktik und individueller Fitness zu legen. Besonders hebt er hervor, dass es aktuell keinen Spieler gibt, den er als herausragend hervorheben würde – ein klares Zeichen für den starken Teamzusammenhalt. „Die Jungs atmen wie eine Einheit, benehmen sich so, trainieren so“, betont er.
Die letzten Partien der Herbstrunde zeigten, dass St. Pölten Union Landhaus auf gutem Weg ist, auch wenn die Resultate schwankten. Schritt für Schritt arbeitete sich die Mannschaft nach oben und festigte einen Platz im Tabellenmittelfeld. Kovacevic sieht den bisherigen Weg als Bestätigung der eingeschlagenen Linie, aber auch als Auftrag, noch zielstrebiger zu arbeiten. „Für die Zukunft heißt es: hart trainieren und im Sommer vielleicht mit der einen oder anderen Verstärkung ganz vorne angreifen“, sagt er.
Besonders beeindruckt habe ihn der Tabellenführer: „Definitiv die mannschaftliche Geschlossenheit – und zusätzlich die individuelle Klasse, besonders beim Tormann und bei den Stürmern“, lobt Kovacevic Markersdorf. Ein Satz, der zeigt, dass er die Stärken der Liga genau analysiert – aber auch, dass er den Ehrgeiz hat, sein eigenes Team auf dieses Niveau zu bringen.
Mit der Winterpause bietet sich dem Trainer und seinem jungen Kader nun Zeit, an der Konstanz zu arbeiten. Die Kombination aus Talent, Teamgeist und einer klaren, langfristigen Linie lässt bei St. Pölten Union Landhaus auf eine erfolgreiche Rückrunde hoffen – und auf einen Verein, der seinen eingeschlagenen Entwicklungsweg mit Energie und Überzeugung weitergeht.