Spielberichte

Anto Kovacevic: "Zwei Standards öffnen die Tür" – SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus feiert 5:1 gegen Türnitz

SC St.Pölten Union Landhaus
SV Türnitz

Nach einem intensiven Nachmittag ordnete Anto Kovacevic die Lage seiner Mannschaft ein: Für den Coach von SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus stand nach dem Duell mit SV INDAT Türnitz weniger das nackte Resultat als die Wirkung einstudierter Abläufe und eine disziplinierte Teamleistung im Vordergrund. In der 2. Klasse Traisental beschreibt er Standards als frühen Türöffner, eine rote Karte als Zäsur – und betont trotz des deutlichen 5:1 den Zusammenhalt und den Blick auf die nächsten Schritte.

Mehrere Fußbälle auf Rasen

Foto: Pixabay

Standards als Türöffner

Früh zeichnete sich ab, worüber der Trainer später sprechen würde: Standards. „Wir haben speziell zwei Eckballvarianten einstudiert – beide sind voll aufgegangen. Wenn du nach 13 Minuten zwei Standardtreffer hast, spielt es sich natürlich leichter“, erklärte er. Der Start nach Maß: In der 11. Minute traf Ismaal Mashudov zum 1:0 und markierte sein Debüttor. Nur zwei Minuten später nutzte Sunny Alexandra die zweite Variante – 2:0 in der 13. Minute. Das gab nicht nur Ergebnissicherheit, sondern auch Spielkontrolle. Kovacevic blieb dabei sachlich, aber zufrieden: Standards erleichterten den Auftritt, doch seine Mannschaft sei „auch übers Spiel gesehen“ klar überlegen gewesen. Passend dazu fiel noch vor der Pause das 3:0: Vedat Ibrahimi vollendete in der 24. Minute einen Angriff, den der Trainer als „super schön herausgespielt, perfekt abgeschlossen“ beschrieb. Das Zwischenfazit: frühe Effizienz bei ruhenden Bällen, danach ein zunehmend selbstbewusstes Kombinationsspiel – zur Pause ein stabiles 3:0.

Eine Zäsur: Rot und ein bitterer Abgang

Die erste Halbzeit bekam dennoch einen Einschnitt: In der 38. Minute sah Marek Jastrab Rot. Im unmittelbaren Zusammenhang mit diesem Foul musste Torschütze Ismaal Mashudov verletzt vom Platz und wurde ins Krankenhaus abtransportiert – ein Moment, der die Stimmung dämpfte und den Ablauf bis zur Pause prägte. Kovacevic wollte daraus keinen Vorwurf konstruieren, machte aber die menschliche Seite klar: „Verletzen will man grundsätzlich niemanden.“ Über äußere Faktoren gab es aus seiner Sicht nichts zu diskutieren: „Weder Platz noch Einflüsse von außen haben aufs Spiel eingewirkt – das hat gepasst.“ Türnitz musste in Unterzahl umstellen, St.Pölten Union Landhaus verwaltete die Führung mit Ruhe, blieb diszipliniert im Gegenpressing und verlässlich in der Positionsstruktur. So ging es mit einem klaren 3:0 und gemischten Gefühlen – sportlich souverän, emotional gebremst durch die Verletzung – in die Kabinen.

Konsequenz nach der Pause und der Teamgedanke

Nach Wiederbeginn blieb das Bild eindeutig. St.Pölten Union Landhaus erhöhte früh wieder die Schlagzahl, fand Lösungen in den Halbräumen und legte nach: Arthur Ribeiro traf in der 54. Minute zum 4:0 und setzte in der 83. Minute den Schlusspunkt zum 5:1. Dazwischen lag ein kurzer Wackler: „Einmal“ sei man „unachtsam“ gewesen, so der Trainer – Türnitz nutzte eine der wenigen klaren Möglichkeiten und verkürzte durch Marek Frimmel in der 80. Minute auf 4:1. Insgesamt blieb der Eindruck eines Teams, das den Matchplan durchtrug, sich viele Chancen herausspielte und im Abschluss dennoch „vier, fünf glasklare“ liegen ließ. Individuelle Heroen wollte Kovacevic nicht herausheben: Die gesamte Mannschaft habe überzeugt – Disziplin, Einsatz zu 100 Prozent, hohe Lauf- und Kampfbereitschaft, auch die Eingewechselten hätten ihren Teil beigetragen. Der Blick nach vorn bleibt entsprechend kollektiv: Die Details werden justiert, das große Bild ist positiv – getragen von Tempo, einstudierten Abläufen und der Überzeugung, die Kontrolle auch in engen Momenten zu behalten.

2. Klasse Traisental: SC St. Pölten : Türnitz - 5:1 (3:0)

  • 83
    Arthur De Jesus Ribeiro 5:1
  • 80
    Marek Frimmel 4:1
  • 54
    Arthur De Jesus Ribeiro 4:0
  • 24
    Vedat Ibrahimi 3:0
  • 13
    Sunny Alexandra 2:0
  • 11
    Ismaal Mashudov 1:0