Nach dem intensiven Duell in der 2. Klasse Traisental zwischen SG Purkersdorf/Pressbaum II und SG Hohenberg/St.Aegyd zeichnete Wolfgang Pfaffl ein klares Stimmungsbild: offen, chancenreich – mit einem mühsamen Beginn gegen den Wind. Er betonte die stabile Defensivarbeit bei Standards, lobte einen prägenden Gegenspieler und sprach offen über verpasste Umschaltmomente seiner Mannschaft. Die unmittelbare Aufarbeitung steht im Zentrum – samt der Frage, wie klare Führungen künftig souveräner abgesichert werden.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Pfaffl ordnete den Charakter des Spiels prägnant ein: "Es war offen mit vielen Aktionen. Speziell in der ersten Hälfte haben wir gegen den Wind sehr schwer ins Spiel gefunden und nicht wirklich griffig agiert." Zum Kräfteverhältnis ergänzte er: "Der Ballbesitz war eher ausgeglichen, in der ersten Hälfte mehr auf Seiten von Hohenberg." Diese Mischung aus offenem Schlagabtausch und Anpassung an die Bedingungen prägte den Start – Purkersdorf/Pressbaum suchte zunächst nach Struktur, während Hohenberg früher Rhythmus und Räume fand.
Die Begegnung nahm früh Fahrt auf: David Rikert stellte in der 10. Minute mit der ersten Offensivaktion auf 1:0. Hohenberg antwortete postwendend – Marco Springer nutzte einen Ballverlust im Spielaufbau zum 1:1 (17.). Kurz vor der Pause brachte Julian Hofmann die Hausherren erneut in Front (43.), ehe Julian Hofmann unmittelbar nach Wiederbeginn mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 erhöhte (47.). Nach einer Stunde kamen die Gäste wieder heran und verkürzten durch Fabian Köberl auf 2:3 (60.). Die Schlussphase geriet dramatisch: In der 90. Minute glich Marco Wallner zum 3:3 aus, kurz darauf sorgte Michael Grasl für das 3:4 (94.). Pfaffl bilanzierte selbstkritisch: "Wir waren kurz nach der Pause 3:1 in Führung, haben dann durch eine Unachtsamkeit den Anschluss hinnehmen müssen und hatten anschließend vier, fünf Überzahlsituationen, die wir nicht sauber zu Ende gespielt haben. Am Ende waren wir zu naiv und zu unerfahren, um die drei Punkte in Pressbaum zu halten."
Im Detail hob Pfaffl die Rolle ruhender Bälle hervor: "Hohenberg war bei ruhenden Bällen, speziell bei Eckbällen, immer sehr gefährlich, aber die haben wir eigentlich gut wegverteidigt." Darüber hinaus prägten individuelle Akzente das Spielbild – aus seiner Sicht besonders auffällig: "Die Nummer acht von Hohenberg war spielbestimmend und heute mit der stärksten Leistung." Statt externer Diskussionen dominiert intern die Analyse: mehr Konsequenz im letzten Drittel, klarere Entscheidungen in Überzahlsituationen und mehr Abgeklärtheit beim Verwalten von Führungen, um eng geführte Partien künftig sicher über die Ziellinie zu bringen.