Nach dem 0:0 zwischen SV Würth Böheimkirchen und SC Harland in der 2. Klasse Traisental ordnete Trainer Sali Veseli die Partie als Duell mit klaren Spielanteilen für sein Team ein. Viel Kontrolle, geduldiger Aufbau und ein deutliches Plus an Eckbällen prägten das Bild – doch im letzten Drittel fehlte die finale Durchschlagskraft. Zudem überzeugte der Harlander Schlussmann Oliver Posteiner mit starken Paraden, während die Gäste aus Veselis Sicht vor allem mit langen Bällen operierten, die Böheimkirchen zumeist entschärfte.

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„Wir waren besser im Spiel, hatten mehr Ballbesitz und sehr viele Ecken“, fasste Veseli die Statik eines Duells zusammen, in dem seine Mannschaft konsequent die Initiative suchte. Zum Ansatz des Gegners erklärte er: „Harland hat sich aufs Verteidigen konzentriert und mit langen Bällen versucht, die Legionäre zu finden. Das konnten wir gut unterbinden.“ Auch die eigene Idee blieb klar: „Wir hatten unsere Ballstafetten und haben hinten herausgespielt.“ Zur Pause stand es 0:0 – und das Gesamtfazit fiel eindeutig aus: „Uns hat die letzte Durchschlagskraft im letzten Drittel gefehlt.“
Veseli sah ein Chancenplus, das ungenutzt blieb: „Großchancen hatten wir sicher drei bis vier – zweimal nach Eckball, einmal liefen wir zu zweit allein auf den Torhüter und spielten nicht quer, dazu ein Fernschuss, bei dem sich Posteiner sehr gut auszeichnete.“ Besonders bei ruhenden Bällen strahlte Böheimkirchen Gefahr aus: „Zwei Kopfbälle nach Ecken wurden auf der Linie geklärt, und sogar zwei direkte Eckbälle hat Posteiner noch entschärft. Da waren wir sehr gefährlich, aber leider ohne Ertrag.“ Defensiv stand das Team bei Standards stabil: „Da haben wir in den vergangenen Monaten große Schritte gemacht und nichts anbrennen lassen.“
Von einem harten Spiel konnte aus Veselis Sicht keine Rede sein: „Nein, das Spiel war nicht hart geführt. Es gab, glaube ich, nur zwei gelbe Karten.“ Er führt das auf die eigene Dominanz am Ball zurück: „Wir waren körperlich klar besser, nicht in vielen Zweikämpfen verwickelt und haben den Ball schön laufen lassen.“ Für Diskussionen sorgten zwei Szenen: „Einmal im eigenen Sechzehner, als Harland auf Elfmeter reklamiert – das kann ich schwer beurteilen, ich war 80 bis 90 Meter entfernt. Und einmal auf unserer Seite ein mögliches Handspiel.“ Letzteres bewertete er so: „Der Ball wird aus kurzer Distanz an den Unterarm geschlagen, der Gegner schaut nicht einmal hin – aus meiner Sicht richtig, hier keinen Elfmeter zu geben.“
Den Ausblick formulierte Veseli mit klarer Erwartung: „Es wird ein sehr ähnliches Spiel gegen einen Gegner, der viele lange Bälle spielt und versucht, die Legionäre ins Spiel zu bringen.“ Zu Hause rechne man sich viel aus: „Auf unserem großen Platz haben wir gute Chancen, den Gegner wieder gut zu bespielen. Entscheidend wird sein, ob wir im letzten Drittel unsere Durchschlagskraft finden, die wir seit ein paar Wochen vermissen lassen.“