In der 2. Klasse Traisental feierte der SC St.Pölten Union Landhaus einen 3:1-Auswärtssieg beim SV Neulengbach. Nach früher Führung und dem Ausgleich vor der Pause legten die Gäste nach dem Seitenwechsel eiskalt nach. Ein Doppelpack von Vedat Ibrahimi entschied das Spiel, zuvor hatte Murat Kartal getroffen. Trainer Anto Kovacevic sah die Gründe klar: „Die Chancenauswertung war der Unterschied.“ Zudem habe sein Team „mit vier Stürmern mutig begonnen“ und sich „für das Risiko belohnt“.

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Der Plan der Gäste war von Beginn an offensiv. Anto Kovacevic berichtete, dass seine Elf „sehr gut ins Spiel gestartet“ sei und „früh das Kommando übernommen“ habe. Er stellte sogar offen auf Attacke: „Wir haben formationstechnisch viel riskiert, mit vier Stürmern angefangen.“ Der Mut trug schnell Früchte: In Minute 9 stellte Murat Kartal auf 0:1. Neulengbach ließ sich jedoch nicht abschütteln und kam noch vor der Halbzeit zum Ausgleich. In der 40. Minute traf Kilian Matzel zum 1:1, mit dem es auch in die Kabinen ging. „Leider haben wir vor der Pause das 1:1 bekommen. Da hätte das Spiel kippen können“, meinte Kovacevic, der trotz dieses Rückschlags die Ruhe bei seiner Mannschaft hervorhob.
Nach Wiederbeginn blieb Landhaus zielstrebig – und machte in den entscheidenden Momenten alles richtig. In der 63. Minute brachte Vedat Ibrahimi die Gäste wieder in Front, kurz vor Schluss legte derselbe Mann zum 1:3 nach (88.). Kovacevic legte den Finger auf den Kern: „Entscheidend war die Chancenauswertung.“ Er lobte die Art und Weise der Treffer ausdrücklich: „Alle drei Tore waren wunderschön herausgespielt, mit mehreren Ballstafetten und schönen Lochpässen durch die Abwehr.“ Das passte zu seinem Eindruck nach der Pause: „Wir waren nach der Pause eiskalt und hätten noch zwei, drei Tore machen können. Der 3:1-Sieg geht definitiv in Ordnung.“
Im Rückblick stellte der Trainer nicht nur die Offensive heraus, sondern vor allem die Haltung. „Was sehr gut funktioniert hat, war die Einstellung, der Kampf – die Kampfbereitschaft jedes Einzelnen“, betonte Kovacevic. Gleichzeitig gab es Anerkennung für den Gegner: „Neulengbach ist ein sehr guter Gegner. Die können sehr gut Fußball spielen.“ Ein Wort verlor der Coach auch zur Spielleitung: „In der ersten Halbzeit war die Leistung vom Schiri schwer in Ordnung. In der zweiten Halbzeit hat er ein bisschen den Faden verloren. Wir haben etliche gelbe Karten für kleine Fouls gekriegt, Neulengbach dagegen eigentlich keine.“ In der Tabelle liegt Neulengbach aktuell auf Rang vier (40 Punkte), Landhaus auf sechs (37). Für Kovacevic bleibt die Botschaft klar: „Der Kampf war heute der Unterschied – und vorne haben wir die Dinger gemacht.“