Im Duell der 2. Klasse Traisental feierte der SC Schaubach Pyhra gegen die SG Purkersdorf/Pressbaum II einen 4:0-Heimsieg, der sich lange nicht so deutlich anfühlte. Erst ein Freistoßtor mit dem Pausenpfiff brachte die Gastgeber auf Kurs, nach der Pause legten sie nach. Trainer Peter Obritzberger sprach von einer "sehr schweren Geburt", lobte aber den mutigen Gegner und sah den Unterschied vor allem in der Routine seiner Mannschaft.
Es dauerte eine Weile, bis der Favorit ins Rollen kam. Die Gäste traten mit einer jungen, giftigen Mannschaft auf, liefen viel und standen hinten eng. Pyhra fand zunächst kaum Lücken, was Coach Peter Obritzberger offen ansprach: "Es war eine sehr schwere Geburt. Der Gegner war sehr gut auf uns eingestellt und hat defensiv kaum etwas anbrennen lassen." Offensiv kam die SG nur selten zur Entfaltung, trotzdem blieb es bis kurz vor der Pause eng. Dann die Schlüsselszene: In Minute 45 zirkelte Robert Vanis einen Freistoß "von der Sechzehnerlinie ins Tormanneck" – genau mit dem Pausenpfiff. "Das war der Dosenöffner", so Obritzberger. Nach dem Wechsel lief das Spiel in Richtung der Gastgeber. In der 64. Minute erhöhte Christoph Hagenauer nach einer schönen Kombination über rechts "wunderbar ins kurze Eck". Nur eine Minute später legte Matthias Hagenauer das 3:0 drauf – erneut über die Seite, "eine Flügelaktion, die wir immer wieder trainieren". Den Schlusspunkt setzte in Minute 76 Jaroslav Hrdina mit einem satten Abschluss ins lange Eck zum 4:0.
Beim Blick auf die eigene Leistung blieb der Pyhra-Trainer trotz des klaren Ergebnisses selbstkritisch. "Ich war mit der generellen Leistung nicht zu hundert Prozent zufrieden", sagte Peter Obritzberger und konkretisierte, was ihm fehlte: "Es war solide, aber bei Laufarbeit und Zweikampf haben wir viel mehr." In der Pause habe er deshalb "ein bissl härtere Worte" gefunden – mit Wirkung. Nach dem Seitenwechsel war Pyhra präsenter, sicherer in den Duellen und konsequenter im Vorwärtsgang. Trotzdem bleibt für den Coach ein Auftrag: "Wir müssen dorthin kommen, dass wir 90 Minuten so spielen, wie ich mir das vorstelle." Das 4:0 soll dafür Rückenwind geben, aber es ersetzt nicht die tägliche Arbeit an Tempo, Wegen und Entscheidungen am Ball.
Für die Gäste aus Purkersdorf und Pressbaum fand Obritzberger auffallend viele lobende Worte. "Noch einmal Kompliment an diese jungen Burschen. Sie sind technisch auf einem sehr hohen Niveau, spielen sehr gutes Kombinationsspiel und werden von Woche zu Woche besser – kein Vergleich zum vorigen Jahr." Auch dem Trainer der SG gratulierte er ausdrücklich: "Er bildet die Jungs top weiter." Zum Rahmen passte, dass es ein ruhiger Nachmittag für den Unparteiischen war. "Es war leicht zu pfeifen, es gab keine strittigen Situationen – zwei gelbe Karten sprechen dafür", meinte Pyhras Trainer. In der Tabelle bleibt Pyhra mit 48 Punkten auf Rang zwei, die SG hält bei 13 Zählern auf Platz 13. Der Ausblick ist klar: Das Team will die Konstanz aus Halbzeit zwei in die nächsten Wochen mitnehmen und weiter liefern.