In der 2. Klasse Traisental setzte sich der SV Würth Böheimkirchen gegen den SV INDAT Türnitz mit 1:0 durch. In einer über weite Strecken kampfbetonten Partie blieb es lange torlos, ehe Maximilian Müllauer spät zuschlug. Türnitz musste nach einer Roten Karte lange in Unterzahl spielen, was den Gastgebern in der Schlussphase Räume öffnete. Trainer Sali Veseli sprach nach dem knappen Heimsieg von einem Arbeitstag, an dem Überzeugung und Geduld den Ausschlag gaben.

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Der Nachmittag begann zäh, mit vielen Zweikämpfen und wenig Tempo nach vorne. Böheimkirchen tat sich im Aufbau schwer, Türnitz presste früh und forderte jeden Ball. "Es war ein kämpferisches Spiel", brachte es Sali Veseli auf den Punkt. In der 37. Minute dann der Knackpunkt: Türnitz’ Dominik Neoral sah Rot, die Gäste waren fortan in Unterzahl. Trotz dieser numerischen Überlegenheit blieb es bis zur Pause beim 0:0, weil beide Seiten kaum zwingend wurden. "Ich dachte, dass das Spiel in unsere Richtung kippt mit der roten Karte für Türnitz", erklärte Veseli. Nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren geduldig, warteten auf ihre Gelegenheit – und bekamen sie spät: In Minute 85 traf Maximilian Müllauer zum 1:0. Mehr brauchte es nicht, Böheimkirchen brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und durfte drei Punkte feiern.
In seiner Einschätzung blieb der Trainer ehrlich. "Die größte Stärke war, dass wir, obwohl wir nicht gut gespielt haben, an den Sieg geglaubt haben. Der Glaube an die drei Punkte war heute unsere größte Stärke", sagte Veseli. Sportlich lief nicht alles rund. "Im Spielaufbau hatten wir sehr große Schwierigkeiten; mit dem frühen Pressing von Türnitz sind wir gar nicht klargekommen. Wir haben dann gewisse Dinge angepasst." Welche Schräubchen gedreht wurden, ließ er offen, doch der Effekt war zu sehen: Böheimkirchen wurde geduldiger, suchte nicht mit der Brechstange den Abschluss und lauerte auf den einen Moment. Als der kam, nutzte Müllauer die Chance eiskalt. Veseli blieb dabei bescheiden: "Ausschlaggebend war im Endeffekt nur das Tor."
Veseli nahm sich ausdrücklich Zeit, den Gegner zu würdigen. "Türnitz war sehr kampfstark, im frühen Pressing sehr laufstark und sehr zweikampfstark." Trotz Unterzahl blieben die Gäste unangenehm, hielten das Spiel lange offen und machten Böheimkirchen das Leben schwer. Auch zur Leitung am Platz fand der Coach klare Worte: "Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen sehr gut." Mit dem Heimsieg kommt ein Stück Ruhe ins Lager der Böheimkirchner, die laut aktuellem Stand im Tabellenmittelfeld unterwegs sind, während Türnitz weiter um wichtige Zähler kämpft. Die Themen bleiben gesetzt: Aufbau verbessern und Lösungen gegen frühes Pressing finden.