Spielberichte

Jan Novak (Trainer ASK Wilhelmsburg): "Das Unentschieden geht in Ordnung"

ASK Wilhelmsburg
USC Markersdorf

In der 2. Klasse Traisental trennten sich der ASK Wilhelmsburg und USC Markersdorf mit 0:0. In einem intensiven Spiel fehlten am Ende nur die Tore. Wilhelmsburg-Trainer Jan Novak sprach von einem Duell „beste Defensive gegen beste Offensive“, sah vor der Pause zwei vergebene Großchancen seiner Elf und nach der Pause Vorteile beim Tabellenführer. Unterm Strich stand ein leistungsgerechtes Remis, das die starke Arbeit beider Teams zeigte – trotz schwieriger Bedingungen.

Torwart wartet auf Eckball

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Intensives 0:0 mit Großchancen auf beiden Seiten

In Wilhelmsburg war von Beginn an Tempo und Wille zu sehen, ohne dass sich eine Mannschaft früh entscheidend absetzen konnte. Jan Novak brachte es nach Abpfiff auf den Punkt: „Es war ein Duell der zwei Besten in dieser Liga – beste Defensive gegen beste Offensive. Das Match war sehr intensiv und kämpferisch stark.“ Seine Mannschaft hatte laut dem Coach vor der Pause die dickeren Möglichkeiten: „In der ersten Halbzeit haben wir zwei Hundertprozentige liegen lassen – da hätte das Spiel vielleicht schon für uns entschieden sein können.“ Zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0. Nach dem Seitenwechsel kippte die Waage etwas in Richtung der Gäste. „Nach der Pause waren die Markersdorfer besser, sie hatten einen Stangenschuss und auch eine große Chance“, schilderte Novak. Gerade diese Phase zeigte, wie offen die Partie blieb: Beide Teams arbeiteten sauber gegen den Ball, ließen wenig zu und hatten doch ihre Momente. Das torlose Remis passte am Ende zum Verlauf, in dem jede Mannschaft ihre starke Halbzeit hatte.

„Alle sind bis zur letzten Minute gerannt“ – Lob für Einsatz und Qualität

Was den Wilhelmsburger Trainer besonders zufrieden stimmte, war die Bereitschaft seiner Elf, bis zur letzten Sekunde alles reinzuwerfen: „Alle sind bis zur letzten Minute gerannt und über die Grenze gegangen. Das war sehr wichtig und eine Topleistung meiner Mannschaft – und ich muss sagen: auch von Markersdorf.“ Trotz des 0:0 sah Novak eine Begegnung, die einem Spitzenspiel gerecht wurde. „Es haben nur die Tore für die Zuschauer gefehlt. Trotzdem hatte das Match bei dem schlechten Wetter eine hohe Qualität und war wirklich gut anzuschauen“, meinte er. Aus seiner Sicht trafen zwei Teams mit klaren Stärken aufeinander, was man in den vielen intensiven Zweikämpfen, im konsequenten Pressing und in den schnellen Umschaltmomenten merkte. Dass beide Seiten ihre größten Chancen ungenützt ließen, erklärt das Ergebnis – aber nicht die Qualität: Die war über weite Strecken sichtbar und hielt das Niveau bis zum Schlusspfiff hoch.

Einordnung des Remis und Blick nach vorne

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie viel dieser Punkt wert ist: Der USC Markersdorf führt das Klassement an, der ASK Wilhelmsburg rangiert als Verfolger auf Platz drei. In diesem Licht ist das 0:0 gegen den Ligaprimus für die Heimischen ein gutes Ergebnis, während die Gäste einmal mehr ihre Konstanz bestätigten. Novak blieb in seiner Analyse fair: „Der Gegner war konstant, wie die ganze Saison. Wir hatten unsere Möglichkeiten, der Gegner genauso, und das Unentschieden geht in Ordnung.“ Auch zur Spielleitung gab es keine Beanstandungen: „Der Schiedsrichter war in Ordnung.“ Mit diesem Auftritt – kampfstark, diszipliniert und über 90 Minuten auf Augenhöhe – können beide Mannschaften selbstbewusst in die kommenden Runden gehen. Für Wilhelmsburg bleibt die Erkenntnis, dass man mit der Spitze mithält; für Markersdorf, dass man auch in engen Spielen verlässlich punktet.