In der 2. Klasse Traisental hat USV Pressbaum gegen SC Harland nach einem späten Treffer noch ein 2:2 geholt. Trainer Wolfgang Pfaffl sah über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel, in dem seine junge Mannschaft nach zwei Rückständen nie aufsteckte. „Wir haben uns den Ausgleich mehr als verdient“, sagte er nach dem 2:2, bei dem es zur Pause 0:0 gestanden hatte und das in einer intensiven Schlussphase endete.

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Pfaffl beschrieb die Partie zunächst als ein Spiel auf Augenhöhe. „Es war über neunzig Minuten eigentlich ein ausgeglichenes Spiel“, sagte der Pressbaum-Trainer und verwies darauf, dass seine Mannschaft ordentlich in die Begegnung gefunden habe. Nach seinen Worten hatte Pressbaum am Anfang gleich zwei gute Tormöglichkeiten, konnte daraus aber noch kein Kapital schlagen. Auf der anderen Seite kam auch Harland vor der Pause zu zwei großen Chancen, weshalb der Trainer den 0:0-Pausenstand als gerecht bezeichnete. Einen wichtigen Moment sah Pfaffl schon relativ früh. Nach etwa einer Viertelstunde musste Defensivspieler Leonhard Koman verletzt ausgewechselt werden. Für den Coach war das „definitiv entscheidend“, weil seine Mannschaft danach im Spielaufbau nicht mehr ganz so griffig und nicht mehr so souverän beim Rausspielen gewesen sei.
Nach dem Seitenwechsel sah Pfaffl seine Mannschaft dann im Vorteil. „Zweite Hälfte waren wir spielüberlegen“, sagte er, auch wenn zunächst Harland zuschlug. In der 58. Minute brachte Vratko Tomek die Gäste mit 1:0 in Führung. Pressbaum ließ sich davon aber nicht aus der Bahn bringen und kam in der 70. Minute durch Sebastian Köckeis zum verdienten 1:1. Die Gastgeber blieben in dieser Phase dran, mussten in der Schlussphase aber noch einmal einen Rückschlag hinnehmen. In der 86. Minute traf erneut Tomek zum 1:2, wobei sich Pfaffl vor allem über die Entstehung ärgerte. „Wir haben dann durch eine Unachtsamkeit bei einem Standard das 2:1 bekommen“, sagte er. Dass die Partie trotzdem nicht verloren ging, lag am späten Aufbäumen der Pressbaumer. In der Nachspielzeit erzielte Niklas Ben Ibi noch das 2:2 und sicherte seiner Mannschaft damit einen Punkt.
Gerade die letzten Minuten blieben dem Pressbaum-Trainer besonders in Erinnerung. „Die letzten fünfzehn Minuten haben wir wirklich auf den Ausgleich gedrückt, da haben wir diesen Ausgleich unbedingt noch gewollt“, sagte Pfaffl. Vor allem die Haltung seiner jungen Mannschaft gefiel ihm dabei. „Die Mannschaft hat wirklich eine tolle Einstellung, tolle Moral gezeigt“, betonte er. Diese Einschätzung zog sich auch durch seine gesamte Analyse. „Der Siegeswille oder der Wille, unbedingt den Ausgleich zu schaffen, war wirklich sehr gut“, sagte Pfaffl. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Pressbaum „eine sehr, sehr junge Mannschaft, eine teilweise noch unerfahrene Mannschaft“ sei. Gerade deshalb wertete er es positiv, dass seine Elf das Spiel lange offen hielt und hinten hinaus noch einmal zurückkam. Auch den Gegner ordnete er klar ein: Harland sei „eine sehr erfahrene Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern“, die Pressbaum immer wieder vor Probleme gestellt habe.
So zufrieden Pfaffl mit Moral und Einstellung war, so klar sprach er auch an, woran weiter gearbeitet werden muss. Vor allem im Aufbau sah er Luft nach oben. „Wir waren beim Spielaufbau zu Beginn, speziell in der ersten Hälfte, bei manchen Pässen zu schlampig, nicht genau genug und nicht sicher genug“, sagte der Trainer. Dadurch habe man Harland immer wieder Ballgewinne ermöglicht. Genau dort will Pressbaum in den kommenden Wochen ansetzen. Auch abseits des Ergebnisses gab es für Pfaffl noch einen wichtigen Punkt: Er hofft, dass die Verletzung von Leonhard Koman nicht gravierend ist, eine MRT-Untersuchung soll Klarheit bringen. Der Punktgewinn gegen Harland war für Pressbaum am Ende dennoch ein kleiner Lohn für den Aufwand. „Wir müssen uns weiter verbessern, weiter stärker werden und unsere Dynamik noch mehr auf den Platz bringen“, sagte Pfaffl. Nach diesem späten 2:2 ist aber zumindest klar, dass seine Mannschaft auch in schwierigen Phasen im Spiel bleibt.