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„Auf dieses 0:0 bin ich sehr stolz“ – Pyhra belohnt sich mit dem ersten Zu-Null-Spiel

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ASK Wilhelmsburg
SC Pyhra

In der 2. Klasse Traisental trennten sich ASK Wilhelmsburg und SC Schaubach Pyhra mit 0:0. Für Pyhra-Trainer Peter Obritzberger war das aber keineswegs ein ereignisloser Nachmittag. Er sprach von einem „0:0 der besseren Sorte“, sah Chancen auf beiden Seiten und betonte, dass die Partie „auf Messers Schneide“ stand. Vor allem mit dem ersten Zu-Null-Spiel der Saison und der Defensivarbeit seiner jungen Mannschaft war er am Ende sehr zufrieden.

Weitwinkelaufnahme eines Fußballspiels mit Flutlicht

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash

Pyhra hat vor der Pause die besseren Phasen

Aus Sicht von Obritzberger hatte Pyhra vor allem in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr spielbestimmend und haben auch die eine oder andere Torchance kreieren können“, sagte der Trainer nach der Partie. Dazu kam für ihn schon früh eine Szene, die aus seiner Sicht mehr hätte bringen müssen. Rund um die 15. Minute reklamierte Pyhra nach einer Aktion an Emil Haidn einen Strafstoß, den Obritzberger klar gegeben hätte. Das blieb für ihn eine jener Situationen, die in so einem engen Spiel den Unterschied ausmachen können. Gleichzeitig unterstrich er aber auch, dass die Begegnung nie eindeutig nur in eine Richtung lief, weil Wilhelmsburg immer wieder gefährlich blieb und das Spiel schon vor der Pause offen war.

Vor der Pause offen, nach 70 Minuten kippt das Spiel

Besonders intensiv wurde es laut dem Pyhra-Coach in den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel. In der 44. Minute kam Wilhelmsburg zu einer Doppelchance, bei der Philipp Neulinger für die Gäste stark hielt. Direkt danach hatte Pyhra selbst die große Möglichkeit auf die Führung, doch Robert Vanis hob den Ball über den Tormann und an die Latte. „Das muss ein Tor sein“, ordnete Obritzberger diese Szene klar ein. Mit dem 0:0 zur Pause blieb die Partie damit völlig offen, und genau so entwickelte sie sich auch weiter. Während Obritzberger seine Mannschaft im ersten Durchgang leicht vorne sah, kippte das Spiel seiner Einschätzung nach ab der 70. Minute deutlich mehr in Richtung Gastgeber. Wilhelmsburg drückte stärker an, bekam in der 80. Minute einen Elfmeter, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. „Da hätte das Spiel schon Richtung Wilhelmsburg kippen können“, meinte der Trainer, der offen zugab, dass dieser Moment für seine Mannschaft sehr heikel war.

Die Abwehrreihe als „Turm in der Schlacht“

Dass Pyhra diesen Druck am Ende überstand, war für Obritzberger der größte Pluspunkt des Nachmittags. „Meine Abwehrreihe mit den defensiven Mittelfeldspielern war der Turm in der Schlacht“, sagte er und legte damit den Schwerpunkt seiner Analyse klar auf das Verhalten gegen den Ball. Für den Trainer war das 0:0 deshalb mehr als nur ein Punktgewinn, weil seine Mannschaft in dieser Saison erstmals ohne Gegentor blieb. „Wir haben wirklich hervorragend verteidigt, und auf das bin ich sehr, sehr stolz“, sagte er. Gerade gegen einen Gegner wie Wilhelmsburg bekommt so eine Leistung in seinen Augen zusätzliches Gewicht. Obritzberger bezeichnete die Gastgeber als „designierten Meister“, sprach von einer „Topmannschaft“ und hob hervor, wie schwer deren zwei Spitzen zu halten seien. Umso höher bewertete er den Auftritt seiner jungen Mannschaft.

Ein Schritt nach vorne, auch wenn vorne wieder etwas fehlte

Ganz ohne Kritik wollte der Pyhra-Coach den Nachmittag dennoch nicht stehen lassen. Der Grund, warum aus seiner Sicht sogar noch mehr möglich gewesen wäre, lag erneut in der Chancenverwertung. „Wie schon seit Beginn der Saison vergeben wir zu viele Torchancen“, sagte Obritzberger. In manchen Situationen seien die Angriffe nicht sauber fertig gespielt worden, andere Möglichkeiten, die schon sehr nahe an hundertprozentige Chancen herangekommen seien, habe seine Mannschaft ebenfalls nicht genutzt. Genau darin sieht er weiter den Bereich, in dem Pyhra zulegen muss, wenn aus solchen Leistungen in Zukunft öfter Siege werden sollen. Trotzdem überwog nach dem Schlusspfiff klar das Positive. Obritzberger sprach von einem „weiteren Schritt nach vorne“ und machte deutlich, dass dieses 0:0 für ihn ein Ergebnis ist, das seiner jungen Mannschaft Selbstvertrauen geben kann.