Spielberichte

„Für uns schaut das wie eine gewonnene Partie aus“ – Altlengbach holt sich mit großem Einsatz ein 0:0

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SV Altlengbach
SG Annaberg/Lilienfeld II

In der 2. Klasse Traisental hat sich SV Altlengbach-Laabental im Heimspiel gegen SG Annaberg/Lilienfeld II ein 0:0 erarbeitet. Für Trainer Roland Dancs fühlte sich der Punkt trotz torloser Partie fast wie ein Sieg an. Der Grund dafür lag weniger im Offensivspiel als vielmehr in einer sehr konsequenten Defensivleistung, mit der seine Mannschaft über die gesamten 90 Minuten dagegenhielt.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Altlengbach hält von Beginn an dagegen

Dass es für die Hausherren kein einfaches Spiel werden würde, war für Dancs schon vor dem Anpfiff klar. Der Trainer sprach nach der Partie offen über die personelle Lage und machte kein Geheimnis daraus, dass seine Mannschaft derzeit Woche für Woche mit Problemen zu kämpfen hat. Umso mehr stellte er den Auftritt seiner Elf heraus. „Wir haben gewusst, dass Annaberg-Lilienfeld spielerisch eine gute Mannschaft ist. Da sind einige Einzelspieler dabei, die den Unterschied machen können“, sagte Dancs. Gerade deshalb wertete er das 0:0 als starken Auftritt seiner Mannschaft. Altlengbach legte den Schwerpunkt klar auf die Defensive, blieb eng an den Gegenspielern und ließ den Gästen nach Einschätzung des Trainers kaum Luft. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, und dieses Bild änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht grundsätzlich. Annaberg/Lilienfeld II hatte zwar laut Dancs spielerische Vorteile, Altlengbach hielt aber mit viel Einsatz und Disziplin dagegen.

Viel Lob für die Defensive, klare Worte zur Offensive

Der Altlengbach-Coach fand nach dem Schlusspfiff vor allem lobende Worte für das Verhalten gegen den Ball. „Unsere Mannschaft hat 90 Minuten hervorragend defensiv gespielt“, sagte Dancs, der seine Spieler ausdrücklich hervorhob. Für ihn war das nicht nur irgendein torloses Remis, sondern ein weiterer Beleg dafür, dass seine Mannschaft hinten derzeit sehr ordentlich arbeitet. Schon in der Vorwoche war Altlengbach ohne Gegentor geblieben, darauf verwies der Trainer ebenfalls. „Wenn eine Mannschaft zu null spielt, zeigt das schon, dass sie defensiv extrem stabil und gut steht“, meinte er. Gleichzeitig sprach Dancs aber auch die andere Seite offen an. Vorne tue sich seine Mannschaft schwer, und genau das habe man auch diesmal gesehen. „Wir haben sehr große Probleme vorne offensiv, aber das wissen wir ganz genau und wir arbeiten daran“, erklärte er. Das Remis war aus seiner Sicht deshalb kein schön gespielter Punkt, sondern ein hart erarbeiteter, bei dem jeder einzelne Spieler das herausgeholt habe, „was im Körper drinnen gewesen ist“.

Eine Chance auf den Sieg – und am Ende ein Punkt, der Mut machen soll

Ganz ohne Bewegung blieb die Schlussphase dann doch nicht. Dancs schilderte, dass Altlengbach in den letzten Minuten noch eine Kontersituation hatte, aus der sogar das 1:0 möglich gewesen wäre. „Da kannst du das 1:0 machen und mit drei Punkten heimgehen“, sagte er. Auf der anderen Seite wackelte das Remis aber ebenso noch einmal, weil die Gäste laut Dancs in den Schlussminuten nach einer Eckballsituation gefährlich wurden und Altlengbachs Tormann mit einer Parade retten musste. Gerade diese beiden Szenen passten für den Trainer gut zum gesamten Spiel: Seine Mannschaft kämpfte, verteidigte mit großem Aufwand und hielt den Punkt mit aller Kraft fest, während der Gegner spielerisch mehr hatte, seine Qualität im letzten Drittel aber nicht entscheidend nutzen konnte. „Die Gegner waren spielerisch besser, das muss man ehrlich sagen. Aber die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft wie ein Löwe“, so Dancs.

„Wir geben nicht auf“ – Dancs blickt trotz schwieriger Lage nach vorne

Dass der Punkt für Altlengbach intern fast wie ein kleiner Erfolg gewertet wird, sagte der Trainer sehr deutlich. „Für uns schaut dieses Unentschieden wie eine gewonnene Partie aus“, erklärte Dancs. Diese Einordnung begründete er nicht mit Euphorie, sondern mit den Umständen, unter denen seine Mannschaft derzeit arbeitet. Die personellen Schwierigkeiten seien nach wie vor groß, umso höher stufe er den Aufwand seiner Spieler ein. Auch deshalb wollte er nach dem Schlusspfiff vor allem eines loswerden: „Ich möchte der Mannschaft ein großes Lob aussprechen.“ Diskussionen über den Schiedsrichter wollte er gar nicht erst aufmachen, stattdessen richtete er den Blick auf das, was für seine Mannschaft jetzt zählt. Das zweite Spiel ohne Gegentor hintereinander soll Stabilität geben, auch wenn offensiv noch einiges fehlt. „Wir haben eine schwierige Ausgangslage, aber wir geben nicht auf. Wir arbeiten weiter“, sagte Dancs – und genau so wirkte dieses 0:0 auch: nicht spektakulär, aber für Altlengbach ein Punkt, der in der aktuellen Situation Gewicht hat.