In der 2. Klasse Traisental hat ASK Wilhelmsburg am Samstag bei SV Würth Böheimkirchen mit 2:1 gewonnen und sich in Runde sechs wichtige Auswärtspunkte geholt. Sportlicher Leiter Kevin Bachler sprach danach von einem "sehr kampfbetonten Spiel" und sah den entscheidenden Moment im 2:0, nach dem seine Mannschaft aus seiner Sicht klar im Vorteil war.

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Es war kein Nachmittag, an dem Wilhelmsburg über spielerischen Glanz kam. Bachler beschrieb die 90 Minuten nüchtern und ziemlich treffend: "Es war ein sehr kampfbetontes Spiel, das für unsere Seite schwierig war." Dass die Gäste trotzdem mit einer Führung in die Pause gingen, war daher ein wichtiger Teil dieses Auswärtssiegs. In der 40. Minute brachte Daniel Sudar Wilhelmsburg mit 1:0 in Front, dabei blieb es auch bis zum Halbzeitpfiff. Für Bachler lag die Grundlage des Erfolgs nicht in einem fußballerischen Leckerbissen, sondern in der Haltung seiner Mannschaft. "Der kampfbetonte Ehrgeiz und der letzte Wille, dass wir heute unbedingt gewinnen wollten, haben besonders gut funktioniert", sagte der sportliche Leiter.
Nach dem Seitenwechsel kam dann jene Szene, die Bachler im Gespräch sofort als Schlüsselmoment nannte. "Der wichtigste Moment im Spiel war das 2:0 für uns, wo wir dann einfach besser waren als der Gegner", erklärte er. Dieses zweite Tor fiel in der 64. Minute, und Bachler schilderte auch, warum ihm genau dieser Treffer besonders in Erinnerung blieb. "Beim 2:0 war es einfach eine perfekte Kombination, bei der Jovan Murisan den Steckpass auf Peter Tiffi gespielt hat und Peter Tiffi das 2:0 vollendet hat." Wilhelmsburg hatte sich damit ein Polster erarbeitet, das im weiteren Verlauf noch wichtig werden sollte. Denn ganz erledigt war die Partie auch nach diesem Treffer noch nicht.
Ganz ruhig wurde der Nachmittag für die Gäste nämlich nicht mehr. In der 78. Minute verkürzte Rene Reiter für Böheimkirchen auf 1:2 und sorgte damit noch einmal für Spannung in der Schlussphase. Dazu kam, dass in der 90. Minute Nicolas Wandl auf Seiten der Gastgeber die Rote Karte sah. Den Gegner selbst wollte Bachler trotz des umkämpften Verlaufs keineswegs kleinreden. "Grundsätzlich eine gute Mannschaft", sagte er über Böheimkirchen. Gleichzeitig äußerte er deutliche Kritik am Auftreten einzelner Gegenspieler. "Es ist für mich fragwürdig, wenn ehemalige Profispieler unsere Spieler beschimpfen." Am Unparteiischen wollte er die Diskussion danach aber nicht festmachen. "Der Schiedsrichter hat die Partie eigentlich im Griff gehabt", stellte Bachler klar.
So blieb am Ende ein Auswärtssieg, der weniger von Schönheit als von Konsequenz, Zweikampfstärke und dem größeren Willen lebte. Wilhelmsburg nutzte seine beiden Treffer durch Daniel Sudar und Peter Tiffi zur richtigen Zeit, überstand danach auch den Anschlusstreffer von Rene Reiter und nahm die drei Punkte mit. Bachlers Einordnung passt damit gut zu diesem Nachmittag: Es war "im Grunde genommen fußballerisch kein gutes Spiel", aber eines, das seine Mannschaft unbedingt gewinnen wollte. In der Tabelle steht Wilhelmsburg nach fünf Spielen nun bei zehn Punkten und auf Rang fünf. Böheimkirchen hält nach sechs Partien bei drei Zählern und bleibt vorerst im hinteren Bereich.