In der 2. Klasse Traisental hat USV Pressbaum dem SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus lange alles abverlangt, am Ende setzten sich die Gäste aber mit 4:1 durch. Nach dem 0:1 drehte St. Pölten die Partie noch vor der Pause, legte nach Seitenwechsel zwei Tore nach und nahm verdiente Punkte mit. Trainer Anto Kovacevic sagte danach: „Der Rückstand hat uns wachgerüttelt.“

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Gerade in der Anfangsphase lief es für St. Pölten noch nicht so, wie es sich Anto Kovacevic vorgestellt hatte. „Wir haben sehr vorsichtig angefangen“, sagte der Trainer nach dem Spiel und sah in der ersten halben Stunde sogar leichte Vorteile bei den Gastgebern. Pressbaum trat laut Kovacevic „sehr bissig“ und „sehr angriffslustig“ auf, war in den Zweikämpfen sofort da und ließ die Gäste kaum einmal locker. In der 26. Minute fiel dann auch das 1:0 für die Hausherren, als Felix Flunt einen individuellen Fehler in der Abwehr eiskalt bestrafte. Für Kovacevic war genau dieser Rückstand aber auch der Auslöser für die Wende. „Das war der Punkt, der die Mannschaft wachgerüttelt hat“, meinte er. Von da an habe seine Mannschaft das Spiel immer besser in den Griff bekommen.
Die Antwort kam noch vor dem Seitenwechsel und sie kam aus Sicht des Trainers genau rechtzeitig. Beim 1:1 in der 40. Minute und beim 2:1 nur zwei Minuten später war der Ablauf laut Kovacevic sehr ähnlich. Beide Angriffe wurden über die Seite vorbereitet und dann sauber verwertet, zweimal war Vedat Ibrahimi zur Stelle. Innerhalb kürzester Zeit war der Rückstand damit in eine Führung umgewandelt, mit dem 2:1 ging es auch in die Pause. Danach blieb St. Pölten das aktivere Team und spielte die Partie kontrolliert weiter. In der 69. Minute erhöhte Pedro Lucas Machado De Azeredo Marins nach einer Standardsituation per Kopf auf 3:1. Den Schlusspunkt setzte Mehmet Aydogan in der 82. Minute, als die Gäste vorne Druck machten und sich für ihr hohes Pressing belohnten. „Vor der Pause noch das Spiel gedreht und dann souverän runtergespielt“, fasste Kovacevic den weiteren Verlauf treffend zusammen.
Trotz des klaren Ergebnisses wollte Kovacevic den Gegner nach dem Schlusspfiff ausdrücklich hervorheben. Mehrfach sprach er sehr respektvoll über die junge Pressbaumer Mannschaft, die seiner Elf über 90 Minuten viel Arbeit gemacht habe. „Pressbaum ist eine junge Truppe, die nicht nur Fußball spielen kann, sondern sich nie aufgibt“, sagte der Trainer. Dazu komme, dass die Gastgeber konsequent in die Zweikämpfe gingen und nichts scheuten. Gerade deshalb ordnete er den Sieg seiner Mannschaft nicht nur als Ergebnis, sondern auch als Frage der Erfahrung ein. „Die Abgeklärtheit und Reife waren auf unserer Seite“, erklärte Kovacevic. Gleichzeitig schob er nach, dass dieser Platz für andere Teams noch unangenehm werden könne: „Ich glaube nicht, dass da jeder in Pressbaum gewinnen wird.“
Abseits des Spielverlaufs gab es aus Sicht des Trainers nichts, worüber groß diskutiert werden müsste. Kovacevic sprach von einer „sehr fairen Partie“ und sagte, dass der Schiedsrichter früh bei ein, zwei Aktionen eingegriffen habe. Danach sei die Begegnung ruhig zu Ende gegangen. Für St. Pölten bedeutet der 4:1-Erfolg damit nicht nur drei weitere Punkte, sondern auch die Fortsetzung des guten Saisonstarts. Nach sechs Runden hält die Mannschaft bei 13 Zählern und bleibt damit im Spitzenfeld der Liga. Entsprechend klar war auch die Botschaft des Trainers für die nächsten Aufgaben: „Die Mannschaft weiß, dass man auch gegen solche Gegner immer das Allerletzte rausholen muss. Unser Lauf geht jetzt einmal weiter. Nächste Woche wartet zu Hause der nächste unangenehme Gegner.“