In der 2. Klasse Traisental hat SC Schaubach Pyhra das Derby gegen SC Harland mit 4:1 gewonnen und laut Trainer Peter Obritzberger von Beginn an in die richtige Richtung gelenkt. Vor allem der Doppelschlag vor der Pause war für ihn der Knackpunkt, weil seine Mannschaft schon davor hoch presste, das Spiel kontrollierte und diesmal auch vor dem Tor deutlich konsequenter auftrat als zuletzt.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Obritzberger hatte die Linie der Partie schnell erkannt und war vor allem mit der Anfangsphase seiner Mannschaft sehr einverstanden. „Wir haben das Spiel von Beginn an unter Kontrolle gehabt, sind sehr hoch ins Pressing gegangen und waren ab der ersten Minute da“, sagte der Pyhra-Trainer. Diese Überlegenheit spiegelte sich zunächst in der Führung durch Patrik Bachtrögler in der 25. Minute wider. Für den Coach war dieses 1:0 mehr als nur der erste Treffer des Abends. „Das war der Dosenöffner für dieses Spiel“, sagte er. Danach blieb Pyhra am Drücker, hielt Harland nach seinen Worten weiter gut im Griff und konnte immer wieder den nächsten Angriff sauber aufziehen.
Richtig deutlich wurde es dann in der Schlussphase der ersten Hälfte. In der 35. Minute erhöhte Jaroslav Hrdina auf 2:0, nachdem eine Standardsituation auf den Sechzehner zurückgekommen war und er mit einem satten flachen Schuss abschloss. Nur vier Minuten später folgte das 3:0, als ein direkt getretener Corner am Ende als Eigentor von Marco Wielander gewertet wurde. Genau diese Minuten hob der Trainer als Schlüssel des Abends hervor: „Der Doppelschlag in der 35. und 39. Minute war der wichtigste Moment.“ Dass seine Mannschaft mit einem 3:0 in die Pause ging, habe auch mental viel gebracht. „Wenn man merkt, dass man die stärkere Mannschaft ist, tut das vom Kopf her sehr gut.“ Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie auf Kurs, Robert Vanis stellte in der 70. Minute auf 4:0, das Eigentor von Noah Miklin in der 83. Minute änderte am klaren Bild nichts mehr.
Ein weiterer Punkt, den Obritzberger betonte, war die bessere Nutzung der Möglichkeiten. Nach zuletzt magererem Ertrag vor dem Tor habe seine Mannschaft diesmal genau dort einen Schritt gemacht. „Im Gegensatz zu den letzten Spielen war die Chancenauswertung wieder besser. Das reicht in der zweiten Klasse, und wichtig ist, dass meine Stürmer wieder getroffen haben“, sagte er. Besonders erfreulich war für ihn, dass zwei Treffer aus Standardsituationen entstanden. Beim 2:0 und beim 3:0 habe man gesehen, „dass das Training gefruchtet hat“. Gleichzeitig blieb für den Trainer ein Wermutstropfen, weil ihm die Gangart des Gegners nicht gefiel. „Von der Stimmung her war es ein tolles Derby, aber ich hätte mir vom Gegner spielerisch mehr erwartet“, sagte Obritzberger. Harland habe nach seiner Wahrnehmung sehr hart gespielt, einige Fouls seien an der Grenze des Unfairen gewesen. Auch bei der Regelauslegung hätte er sich mehr Konsequenz gewünscht. Aus seiner Sicht hätten „zumindest zwei der vier gelben Karten auch eine andere Farbe haben können“. Unterm Strich überwog für Pyhra dennoch klar das Positive: Das Derby wurde deutlich gewonnen, und man nimmt spürbar Selbstvertrauen in die nächsten Wochen mit.