In der 2. Klasse Traisental hat sich SC Harland am Samstag SV Würth Böheimkirchen mit 2:4 geschlagen geben müssen. Die Gäste führten zur Pause bereits 2:0, ließen sich auch vom Anschlusstreffer kurz nach dem Wechsel nicht aus der Ruhe bringen und fanden rasch die passende Antwort. Trainer Sali Veseli sah vor allem das 3:1 als jenen Treffer, der dem Auswärtssieg die entscheidende Richtung gab.

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Veseli schilderte eine Partie, in der seine Mannschaft zunächst viel den Ball hatte, ohne in der Anfangsphase schon dauerhaft gefährlich zu werden. "Der Gegner hat uns den Ball überlassen. Wir hatten mehr Ballbesitz, waren am Anfang aber nicht zwingend genug", sagte der Böheimkirchner Trainer. Trotzdem ging seine Elf früh in Führung: Tolga Yilmaz traf in der 10. Minute zum 0:1. Veseli sprach dabei von einem "bisschen glücklichen" Führungstor, sah danach aber keineswegs nur ruhige Minuten. Harland kam laut seiner Einschätzung über eine Phase von zehn bis fünfzehn Minuten besser ins Spiel, machte Druck und brachte immer wieder Flanken in den Strafraum. Genau in dieser Phase legten die Gäste aber nach und verschafften sich damit Luft.
Das 0:2 kurz vor der Pause war für Veseli nicht nur wichtig, sondern auch das schönste Tor des Nachmittags. Kilian Kittel erhöhte in der 35. Minute, und sein Trainer hob die Entstehung ausdrücklich hervor: "Das 2:0 war ein sehr schön herausgespieltes Tor. Von hinten raus mit einer Spielverlagerung und einem doppelten Doppelpass auf der Seite." Kittel habe sich damit "endlich für die Trainingsleistungen der letzten Woche belohnt". Mit der 2:0-Führung ging Böheimkirchen in die Kabine, bekam nach dem Seitenwechsel durch Sebastian Wiesbauer in der 58. Minute aber rasch den Anschlusstreffer zum 1:2. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Schon in der 61. Minute stellte Sebastian Dechatshofer den alten Abstand wieder her. Genau dieser Treffer war für Veseli der eigentliche Knackpunkt.
"Wie wir im Gegenzug nach dem Anschlusstreffer das 3:1 gemacht haben, war für mich spielentscheidend", sagte Veseli nach der Partie. Ab diesem Moment habe er "nie das Gefühl" gehabt, dass die Begegnung noch kippen könnte. Das zeigte sich auch im weiteren Verlauf, weil Böheimkirchen das Ergebnis in der Schlussphase weiter ausbaute. Maximilian Müllauer erzielte in der 86. Minute das 1:4 und machte die Sache damit endgültig klar. Dass Harland in der Nachspielzeit durch Vratko Tomek noch zum 2:4 kam, störte den Trainer trotzdem. "Das 4:2 darf nicht passieren", hielt Veseli fest und sprach von fehlender Konsequenz. Auch die beiden Gegentore ordnete er als Unachtsamkeiten ein, die seine Mannschaft so nicht zulassen dürfe.
In der Analyse des Böheimkirchner Trainers überwog trotz dieser Kritik klar das Positive. Die größte Stärke seiner Mannschaft lag für ihn in der Ruhe am Ball und in der besseren Chancenverwertung. "Die größte Stärke war sicher die Ballsicherheit. Da waren wir dem Gegner überlegen", sagte Veseli. Dazu komme, dass seine Elf "aus unseren Chancen mehr gemacht" habe als in den vergangenen Wochen. Auf Harland sei man gut vorbereitet gewesen, weil der Gegner wie erwartet kompakt verteidigte und mit langen Bällen versuchte, seine Offensive ins Spiel zu bringen. Ganz zufrieden war Veseli aber nicht. Vor allem im Spiel nach vorne und im vertikalen Spiel müsse Böheimkirchen noch mehr Tempo erzeugen. "Da gibt es noch Luft nach oben, aber daran arbeiten wir." Mit dem Auswärtssieg stocken die Gäste ihr Punktekonto auf sechs Zähler auf, Harland bleibt bei zwei.