In der 2. Klasse Traisental hat SKVg Pottenbrunn gegen SV INDAT Türnitz trotz 2:1-Pausenführung nur ein 2:2 geholt. Sportlicher Leiter Sebastian Vojta sah die Gastgeber über weite Strecken als das bessere Team, ärgerte sich aber über die Chancenverwertung. Für ihn war nach dem Schlusspfiff klar, warum aus einem starken Auftritt kein Sieg geworden ist.

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Pottenbrunn erwischte nach Einschätzung von Vojta einen Start, wie man ihn sich auf eigener Anlage wünscht. „Wir hatten einen sehr guten Start und sind gleich mit dem 1:0 in Führung gegangen“, sagte der sportliche Leiter. Dieses frühe 1:0 erzielte Mario Reicher bereits in der 5. Minute. Ganz ruhig blieb die Anfangsphase danach aber nicht, denn auch Türnitz fand immer wieder den Weg nach vorne und wurde mit ein, zwei Aktionen gefährlich. Der Ausgleich fiel dann schon in der 12. Minute, als Alexander Franz Rauchenberger für die Gäste zum 1:1 traf. Vojta sprach in dieser Phase von einer ausgeglicheneren ersten Halbzeit, betonte aber auch, dass seine Mannschaft ab etwa der 35. Minute wieder klar mehr Zugriff bekam. Pottenbrunn übernahm aus seiner Sicht das Kommando und belohnte sich noch vor der Pause. Enes Dursun stellte in der 42. Minute auf 2:1, womit die Gastgeber die gute Phase auch auf der Anzeigetafel festhielten.
Gerade deshalb wog der Beginn der zweiten Hälfte aus Pottenbrunner Sicht besonders schwer. Vojta schilderte, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel sofort nachlegen wollte, um die Partie noch stärker auf die eigene Seite zu ziehen. Genau dabei passierte aber jener Fehler, der den Gästen den neuerlichen Ausgleich ermöglichte. „Wir wollten nach der Pause gleich nachlegen, haben dadurch leider einen Abspielfehler gemacht, wodurch dann das 2:2 zustande gekommen ist“, sagte er. Türnitz nahm diese Situation an, und wieder war es Alexander Franz Rauchenberger, der in der 48. Minute zum 2:2 traf. Für Pottenbrunn war das ein spürbarer Rückschlag, weil dieses Gegentor nicht aus einer langen Druckphase der Gäste entstand, sondern unmittelbar nach dem Wiederbeginn fiel. Aus Sicht des Heimteams passte dieser Moment nicht zu jenem Spiel, das man bis dahin über weite Strecken aufgezogen hatte.
Dass sich das Remis für Pottenbrunn am Ende nicht wie ein gewonnener Punkt anfühlte, lag für Vojta vor allem an den vergebenen Chancen. „Wir hatten sehr, sehr viele Torchancen und Möglichkeiten, nutzten diese aber nicht, damit wir das Spiel gewinnen konnten“, sagte er. Noch klarer wurde er bei der Beschreibung der Abschlüsse im Strafraum: „Wir hatten drei, vier Abschlüsse im Sechzehner, wo wir entweder zu unkonzentriert waren oder der Abschluss zu schwach ausgefallen ist.“ Genau dort verortete er auch den entscheidenden Unterschied. Für ihn war seine Mannschaft näher am Sieg als der Gegner. „Eindeutig wir“, sagte Vojta auf die Frage, wer dem Dreier näher war. Bis auf jene 15 bis 20 Minuten in der ersten Halbzeit habe Pottenbrunn das Spiel für ihn dominiert, Chancen erarbeitet und Türnitz meist vom eigenen Tor ferngehalten. Sein Urteil fiel deshalb deutlich aus: „Unser Spiel war dieses Mal eindeutig besser als das von Türnitz und wir hätten uns den Sieg eigentlich verdient.“
Trotz des Ärgers über das Ergebnis hob Vojta auch Dinge hervor, die ihm an seiner Mannschaft gefallen haben. „Man hat wieder den Willen gesehen, dass wir das Spiel gewinnen möchten. Die Mannschaft hatte auch wieder mehr Kompaktheit“, sagte er. Genau diese beiden Punkte wollte er nach dem Schlusspfiff besonders betonen. Den Gegner beschrieb er als taktisch klug eingestellt. Türnitz habe sich zunächst defensiver verhalten, viel mit hohen Bällen probiert und später im Mittelfeld aggressiver gepresst. Pottenbrunn fand nach seiner Sicht dennoch immer wieder Lösungen und hatte insgesamt mehr vom Spiel. So bleibt unter dem Strich ein 2:2, das Pottenbrunn in der Tabelle nach sieben Runden auf sieben Punkte bringt. Was vom Nachmittag hängen bleibt, ist aber vor allem ein anderer Eindruck: Die Leistung war für Vojta ordentlich, der Ertrag aus den vielen Möglichkeiten aber klar zu wenig.