In der 2. Klasse Traisental musste sich ASK Wilhelmsburg am Samstag zu Hause SG Hohenberg/St.Aegyd mit 0:2 geschlagen geben. Nach einem torlosen ersten Durchgang schlugen Florian Eigelsreiter und Albin Berisha nach der Pause für die Gäste zu. Für Wilhelmsburgs Sportlichen Leiter Kevin Bachler lag der Knackpunkt aber nicht in einzelnen Szenen, sondern klar in fehlender Laufbereitschaft, zu wenig Einsatz und ausbleibenden Grundtugenden.

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Wilhelmsburg kam laut Bachler ordentlich in die Partie. „Die ersten 15, 20 Minuten waren in Ordnung“, sagte der Sportliche Leiter, ehe er sehr deutlich machte, was danach passiert ist. Aus seiner Sicht verlor die Heimelf im weiteren Verlauf genau jene einfachen Dinge, die in dieser Liga oft den Unterschied machen. „Dann sind wieder die Grundtugenden, Laufbereitschaft und Einsatz, abgegangen“, sagte Bachler. Dass es zur Pause trotzdem noch 0:0 stand, hielt die Partie zwar offen, wirklich zufrieden war man bei den Gastgebern damit aber nicht. Für Bachler war schon in dieser Phase zu sehen, dass Wilhelmsburg dem Spiel mehr und mehr den eigenen Zugriff verlor.
Entschieden wurde die Begegnung erst nach dem Seitenwechsel. In der 64. Minute brachte Florian Eigelsreiter die Gäste mit 1:0 in Führung, und Wilhelmsburg musste von da an einem Rückstand hinterherlaufen. Bachler sah die Gründe dafür allerdings nicht allein in diesem Gegentor oder im späten 0:2 durch Albin Berisha in der 87. Minute. „Entscheidend war ganz einfach, dass der Gegner mehr Laufbereitschaft, Einsatz und Wille gezeigt hat“, sagte er. Die beiden Treffer ordnete er nüchtern, aber ebenfalls deutlich ein: Es seien „zwei Tausend-Gulden-Schüsse“ gewesen. Entscheidend blieb für ihn trotzdem nicht die Art der Tore, sondern dass seine Mannschaft die einfachen Dinge nicht konstant genug auf den Platz brachte.
Bachlers Analyse des Gegners fiel dabei interessant aus. Einerseits sagte er klar: „Der Gegner war nicht die stärkere Mannschaft.“ Andererseits räumte er ein, dass Hohenberg/St.Aegyd die Partie so bekam, wie es dem Auswärtsteam gelegen kam. „Sie haben von Beginn weg probiert, das Spiel sehr langsam zu machen. Wir sind auf das Spiel leider eingegangen“, erklärte er. Genau das stellte er als zentrales Problem heraus, weil Wilhelmsburg damit den eigenen Rhythmus verlor und den Gästen in die Karten spielte. Entsprechend hart fiel auch sein Gesamturteil aus. Sein erstes Fazit direkt nach Spielende lautete nur: „Enttäuschend.“ Und auf die Frage nach positiven Ansätzen meinte er: „Ganz ehrlich, es hat nicht wirklich positive Ansätze gegeben.“
Am Schiedsrichter wollte Bachler die Niederlage trotz allem nicht festmachen. „Im Grunde genommen war die Schiedsrichterleistung okay“, sagte der Sportliche Leiter. Eine Szene blieb für ihn dennoch hängen: „Es hat eine kuriose Szene gegeben, wo der Schiedsrichter bereits auf Elfmeter für uns entschieden hat und dann den Pfiff wieder zurückgenommen hat. So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Mehr wollte er daraus nicht machen, doch die Episode passte zu einem Nachmittag, an dem bei Wilhelmsburg wenig zusammenlief. In der Tabelle bleibt es nach der siebenten Runde eng: Wilhelmsburg hält bei 11 Punkten, Hohenberg/St.Aegyd steht bei 12. Gerade deshalb ist Bachlers Diagnose so klar ausgefallen, wenn Wilhelmsburg rasch wieder anschreiben will, müssen für ihn zuerst die Grundtugenden zurückkommen.