In der 2. Klasse Traisental hat sich SV Neulengbach 1923 im Spitzenspiel gegen SG Traisen/St.Veit mit 2:1 durchgesetzt. Nach dem frühen 0:1 drehte der Tabellenführer die Partie noch und untermauerte damit Platz eins. Für den sportlichen Leiter Nikola Nikic lag der Schlüssel vor allem in der zweiten Hälfte: „Wir wollten das zweite Tor unbedingt schießen.“ Danach ließ Neulengbach dem direkten Verfolger nur noch wenig Raum.

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Neulengbach musste in diesem Duell der beiden Spitzenteams zunächst einmal reagieren, weil Traisen/St.Veit mit einer starken Anfangsphase besser in die Partie kam. Nikic sprach von „Vorteilen für Traisen“ zu Beginn, und die Gäste nutzten diese Phase auch zur Führung. Jan Omelka traf in der 14. Minute zum 0:1 und brachte die Ausgangslage damit früh auf die Seite des Verfolgers. Lange hielt dieser Rückstand aber nicht. Schon eine Minute später stellte Edison Thaqi auf 1:1, nachdem ein Ball in den Strafraum gekommen war, der Tormann ihn nicht festhalten konnte und der Neulengbacher Angreifer energisch nachsetzte. Damit war die Partie sofort wieder offen, und genau so beschrieb Nikic den Abend auch insgesamt: „Es war eine sehr gute Partie von beiden Mannschaften.“
Mit dem 1:1 zur Pause war das Topspiel völlig offen, doch nach Seitenwechsel sah Nikic seine Mannschaft in den entscheidenden Punkten klar besser. „Wir waren sehr kompakt, und man hat von draußen gemerkt, dass jeder unbedingt das Spiel gewinnen will“, sagte der sportliche Leiter. Genau dieses geschlossene Auftreten war für ihn einer der Hauptgründe, warum Traisen/St.Veit im zweiten Durchgang kaum noch zu klaren Möglichkeiten kam. Gleichzeitig hatte Neulengbach selbst die Chancen, die Partie früher zu entscheiden. Nikic sprach davon, dass seine Mannschaft gute Möglichkeiten auf das 2:1 und sogar auf ein 3:1 gehabt habe, den Abschluss aber nicht konsequent genug nutzte. Die Entscheidung fiel dann in der 70. Minute, als Irakli Avaliani einen Elfmeter zum 2:1 souverän verwandelte. „Wenn wir diese Chancen früher nützen, ist die Sache früher erledigt“, meinte Nikic.
Dass dieser Sieg für Neulengbach so viel wert war, lag für Nikic auch an der Qualität des Gegners. Traisen/St.Veit habe „mitgespielt“, sich gut auf den Tabellenführer eingestellt und immer wieder gute Phasen gehabt. Gerade deshalb war es aus seiner Sicht ein echtes Spitzenspiel, das für die Zuschauer einiges geboten habe. „Sie haben sich gut auf uns eingestellt, aber wir haben ihnen die Schneid abgekauft und das Spiel im Prinzip verdient gewonnen“, sagte Nikic. Entscheidend sei gewesen, dass seine Mannschaft nach der Pause unbedingt das zweite Tor gewollt habe. Dazu kam der Einsatz bis zum Schluss. „Man hat auch gesehen, dass die Spieler schon an ihre Grenzen gegangen sind“, erklärte Nikic. Für ihn war klar: „Anders wäre es an diesem Tag nicht möglich gewesen, Traisen zu besiegen.“
Zum positiven Gesamtbild passte aus Sicht der Gastgeber auch alles rund um die Partie. Nikic sprach von einer tollen Atmosphäre, vielen Zuschauern und einer sehr fairen Begegnung, obwohl es sportlich um viel ging. Besonders den Schiedsrichter hob er ausdrücklich hervor. Der Unparteiische habe die Partie „super im Griff“ gehabt und über weite Strecken sehr souverän geleitet. Noch wichtiger war Nikic aber der Blick auf die Entwicklung im eigenen Verein. Er bedankte sich bei den Zuschauern, die bei den Heimspielen zahlreich kommen, und sagte: „Man merkt, dass ein Ruck durch den ganzen Verein gegangen ist.“ Mit dem 2:1 bleibt Neulengbach nach sieben Runden bei 19 Punkten an der Spitze der 2. Klasse Traisental. Damit ist nicht nur tabellarisch, sondern auch im Umfeld weiterer Schwung da.