In der 2. Klasse Traisental hat sich SV Altlengbach-Laabental dem SC Schaubach Pyhra mit 1:2 geschlagen geben müssen. Für Trainer Peter Obritzberger war es ein Sieg, der sich nicht nur über den späten Treffer erklärte, sondern vor allem über eine starke Anfangsphase seiner Mannschaft. „Verdient war er, von der Zeit her natürlich glücklich“, sagte der Pyhra-Coach nach dem Treffer in der Nachspielzeit.

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Pyhra kam nach Darstellung seines Trainers genau so ins Spiel, wie man sich das auswärts wünscht: mit Ruhe am Ball, klaren Abläufen und viel Zug nach vorne. Obritzberger sprach von einem „wunderbaren Kombinationsspiel“ in den ersten 30 Minuten und betonte, dass seine Mannschaft den Gastgeber in dieser Phase kaum zur Entfaltung kommen ließ. Schon früh deutete sich an, dass die Gäste den Ton angeben würden. Robert Vanis traf in der Anfangsphase die Latte, wenig später fiel dann auch die Führung, als Patrik Bachtrögler nach sieben Minuten das 0:1 erzielte. Damit war der gute Start auch auf der Anzeigetafel sichtbar. Pyhra blieb danach am Drücker, Bachtrögler traf laut Trainer noch die Stange, dazu wurde ein satter Abschluss von Vanis stark pariert. Gerade deshalb ärgerte es Obritzberger im Rückblick, dass seine Mannschaft in dieser starken Phase nicht schon das zweite Tor nachlegte.
Mit dem 0:1 ging es auch in die Pause, doch der Charakter des Spiels hatte sich aus Sicht des Pyhra-Trainers schon davor verändert. Obritzberger sagte, Altlengbach habe sich nach rund einer halben Stunde „für eine andere Spielweise entschieden“, was den Spielfluss stark beschädigt habe. Seine Mannschaft habe dadurch die spielerische Linie verloren, obwohl gerade das Fußballerische zuvor den Unterschied ausgemacht hatte. „Wir haben versucht, Fußball zu spielen. Wir haben versucht, korrekt zu sein“, erklärte er. Dass Pyhra den knappen Vorsprung nicht ausbauen konnte, machte die Partie offen. So kam Altlengbach in der 73. Minute durch Bence Toth zum 1:1. Genau da zeigte sich auch, wie schnell ein Spiel kippen kann, wenn eine Mannschaft ihre Überlegenheit in der ersten halben Stunde nicht mit mehr Toren absichert. Für Pyhra war das der Moment, in dem nicht mehr nur die spielerische Qualität, sondern auch Geduld und Haltung gefragt waren.
Die Schlussphase wurde dann noch einmal richtig hitzig. Im offiziellen Spielverlauf ist die Rote Karte gegen Jovan Nikic in der 79. Minute vermerkt, Obritzberger sprach darüber hinaus von insgesamt drei Roten Karten und nannte sie „allesamt verdient“. Neben Nikic sahen noch Bence Toth und Vilmos Istvan Szalai in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte. Entscheidend war für ihn aber vor allem, wie seine Mannschaft mit dieser aufgeheizten Phase umging. „Als Trainer war für mich sehr wichtig, dass sich die Mannschaft nicht auf das Niveau des Gegners heruntergelassen hat“, sagte er. Nach dem Ausgleich zum 1:1 sei die Partie noch einmal gekippt, auch wenn er solche Situationen sofort einordnete: „Das ist Fußball.“ In der Nachspielzeit schlug Pyhra dann auf der anderen Seite noch einmal zu. Patrik Bachtrögler traf in Minute 90+3 zum 1:2. Damit war der späte Auswärtssieg perfekt, den der Trainer zwar als glücklich vom Zeitpunkt her, aber klar als verdient einstufte.
Nach dem Schlusspfiff ordnete der Pyhra-Coach den Abend entsprechend nüchtern ein. „Es war ein verdienter Sieg, aber natürlich von der Zeit her ein glücklicher Sieg“, sagte Obritzberger noch einmal und machte damit klar, wie er dieses 2:1 bewertet. Diskussionen um einzelne Entscheidungen wollte er nicht groß aufmachen. „Das sind Tatsachenentscheidungen. Wir nehmen sie so, wie sie sind“, meinte er. Inhaltlich nahm er aus Altlengbach aber mehr mit als nur drei Punkte. Pyhra habe gezeigt, wie gut die Mannschaft Fußball spielen könne, müsse aber noch besser lernen, mit harten und unruhigen Phasen zurechtzukommen, ohne den eigenen Stil zu verlieren. Ein Sonderlob gab es zum Abschluss noch für Tim Stupphann. Der junge Spieler habe „sein erstes Spiel bravourös geleistet“ und gerade in diesem schwierigen Auswärtsspiel einen starken Eindruck hinterlassen.