In der 2. Klasse Traisental setzte sich SV Neulengbach 1923 am Samstag gegen USV Pressbaum mit 2:1 durch. Für Pressbaum-Trainer Wolfgang Pfaffl war es eine Partie, in der seine Mannschaft ordentlich hinein fand, sich für gute Phasen aber nicht belohnte. Zwei ungeschickte Aktionen brachten die Gegentore, vorne fehlte aus seiner Sicht im entscheidenden Bereich die letzte Schärfe.

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Pfaffl erlebte einen Start, in dem beide Mannschaften schnell auf Betriebstemperatur waren. „Beide Mannschaften sind gut ins Spiel gekommen, hatten gute Optionen“, sagte der Pressbaum-Coach. Während Neulengbach aus seiner Sicht sehr viel mit langen Bällen auf die Sturmspitze arbeitete, wollte seine Mannschaft den Weg über das Kombinationsspiel gehen. „Wir haben versucht, uns spielerisch durchzukombinieren, und das ist uns zu Beginn sehr gut gelungen. Wir sind eigentlich sehr gut ins Spiel gestartet“, so Pfaffl. Trotzdem lag Pressbaum nach 31 Minuten zurück, weil Antonio Matosevic das 1:0 für die Gastgeber erzielte. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause. Gerade dieses erste Gegentor war aus Sicht des Trainers bitter, weil die Hereingabe laut seiner Schilderung noch leicht abgefälscht wurde und der Ball dann über den Tormann gehoben wurde.
Dass Pressbaum am Ende dennoch ohne Zählbares dastand, machte Pfaffl ausdrücklich nicht an einer schwachen Gesamtleistung fest. Im Gegenteil: Für ihn zeigte seine Mannschaft diesmal ein „ganz anderes Gesicht“ als noch in der Vorwoche. „Wir haben eigentlich gut wegverteidigt. Wir waren sehr leidenschaftlich, sehr ambitioniert“, sagte der Trainer. Vor allem im eigenen Aufbau gefiel ihm diesmal einiges. „Die Spieleröffnung hat sehr gut funktioniert. Wir sind ruhig geblieben, wir sind geduldig geblieben. Wir haben das Spiel von hinten raus ins Mittelfeld getragen und vom Mittelfeld dann in das vorderste Angriffsdrittel.“ Gerade weil Pressbaum mit einer sehr jungen Mannschaft antrat, wertete Pfaffl diese Phase besonders hoch. „Das haben die Jungs sehr gut umgesetzt und wirklich bravourös gelöst“, meinte er und hob damit vor allem die klare Linie im Spiel nach vorne hervor.
Der Punkt, der Pressbaum am meisten störte, lag für Pfaffl aber trotzdem weiter vorne. „Wir waren im letzten Drittel nicht ganz so griffig, dass wir uns mehr Chancen erspielt haben beziehungsweise uns früher mit Toren belohnen hätten können“, erklärte er. Genau dort sah er den Unterschied in einer Partie, in der seine Mannschaft vieles ordentlich anlegte, aber daraus zu wenig machte. Gleichzeitig sprach er auch darüber, was Neulengbach unangenehm machte. Vor allem der Stürmer der Gastgeber habe mit viel Routine immer wieder Bälle gesichert, das sei schwer zu verteidigen gewesen. Der zweite Knackpunkt folgte dann nach der Pause. „Bei zwei Aktionen haben wir ein bisschen ungeschickt reagiert“, sagte Pfaffl und meinte damit neben dem ersten Gegentor auch die Elfmeter-Szene vor dem 2:0. In der 69. Minute erhöhte Irakli Avaliani schließlich auf 2:0 für Neulengbach.
Ganz vorbei war die Partie damit aber noch nicht. Pressbaum kam in der Schlussphase noch einmal heran, als Sadri Thaqi in der 89. Minute auf 1:2 verkürzte. Pfaffl meinte dazu, seine Mannschaft sei „leider sehr spät wieder in das Spiel gekommen“. Auch die Nachspielzeit sprach er an, ohne daraus eine Ausrede zu machen. „Ich möchte den Schiedsrichter in keinster Weise kritisieren“, betonte der Trainer, hielt die Zugabe nach mehreren Unterbrechungen und der langen Elfmeter-Ausführung aber für zu kurz. Gleichzeitig stellte er klar, dass der Unparteiische keine Mannschaft benachteiligt habe. So blieb unter dem Strich eine knappe Niederlage, die Pressbaum wieder einmal ohne Ertrag lässt. Trotzdem nahm Pfaffl mit, dass seine junge Mannschaft über weite Strecken ruhig blieb, mutig spielte und diesmal deutlich mehr von dem zeigte, was er sehen wollte.