In der 2. Klasse Traisental hat SKVg Pottenbrunn am Samstag gegen FCU Frankenfels/Schwarzenbach mit 0:2 verloren. Lange war es eine enge Partie, zur Pause stand es noch 0:0. Trainer Christian Heiberger sah seine Mannschaft aber über weite Strecken mit Vorteilen, sprach von viel Ballkontrolle und nannte vor allem einen gehaltenen Elfmeter als jenen Moment, der den Gästen in der zweiten Halbzeit noch einmal den nötigen Schub gab.

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Aus Sicht von Christian Heiberger fand Frankenfels von Beginn an gut in die Partie. Der Trainer beschrieb eine erste Halbzeit, in der seine Mannschaft viele Ballkontakte hatte und das Spiel über längere Phasen kontrollieren konnte. „Von Beginn an haben wir gut ins Spiel gefunden, hatten sehr viele Ballkontakte, sehr viel Ballkontrolle im Spiel und waren am Anfang sicher die bessere Mannschaft“, sagte Heiberger. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Pottenbrunn den Gästen den Spielaufbau nicht allzu schwer machte. „Pottenbrunn hat uns sehr leicht von hinten rausspielen lassen, hat nicht angepresst“, erklärte der Frankenfelser Coach. Gerade deshalb bewertete er die ersten 45 Minuten als leichtes Plus für seine Elf, auch wenn sich dieser Vorteil vorerst noch nicht am Ergebnis ablesen ließ und es torlos in die Kabinen ging.
Nach der Pause blieb das Spiel offen, und genau in dieser Phase sah Heiberger den wichtigsten Moment des Nachmittags. Pottenbrunn bekam einen Elfmeter zugesprochen, doch Frankenfels überstand diese Szene ohne Gegentor. „Einer der wichtigsten Momente war sicher, als Pottenbrunn einen Elfer bekommen hat, den unser Torwart gehalten hat“, sagte der Trainer. Für ihn war das mehr als nur eine abgewehrte Chance des Gegners. „Wir haben dadurch wieder ein bisschen Luft bekommen, ein bisschen mehr Selbstvertrauen“, meinte Heiberger. Dass seine Mannschaft defensiv stabil blieb, passte für ihn ins Gesamtbild. „Wir sind gut gestanden, haben geduldig und abwartend gespielt, damit sich irgendwann die Situation nach vorne öffnet“, sagte er. Genau dieses geduldige Auftreten war aus seiner Sicht die Grundlage dafür, dass Frankenfels nicht unruhig wurde, sondern im Spiel blieb und auf seine Gelegenheit wartete.
Belohnt wurde dieses Warten schließlich in der Schlussphase. In der 80. Minute brachte Sascha Fahrngruber die Gäste mit 1:0 in Führung, ehe Andrej Majstinik in der Nachspielzeit zum 2:0-Endstand nachlegte. Heiberger hatte nach dem Spiel das Gefühl, dass in seiner Mannschaft nach dem überstandenen Elfmeter noch einmal ein Ruck durchging. „In der zweiten Halbzeit haben wir noch einmal einen Ruck durch die Mannschaft bekommen und dann wirklich auch diese zwei so wichtigen Treffer gemacht“, sagte er. Zum ersten Tor schilderte er eine Aktion über die Seite, nach der der Ball über die Linie gedrückt wurde. Beim zweiten Treffer verwies er auf die Entstehung in der Nachspielzeit, als nach einem Lattenschuss der Abpraller vorne verwertet wurde. So machte Frankenfels aus einer lange engen Begegnung am Ende doch noch einen klaren Auswärtssieg.
Heiberger sprach nach dem Spiel auch respektvoll über den Gegner und machte deutlich, dass der Sieg trotz der späten Tore kein Selbstläufer war. Pottenbrunn sei in der ersten Halbzeit kompakt gestanden und habe wenig zugelassen, sagte der Trainer. „Sie haben uns nach vorne auch wenig zugelassen“, hielt er fest. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Gastgeber durchaus ihre Momente hatten, unter anderem durch den verschossenen Elfmeter. Auch die Leistung des Schiedsrichters ordnete er nüchtern ein und meinte, dass diese „in Ordnung“ gewesen sei, selbst wenn vielleicht noch eine weitere Szene hätte diskutiert werden können. Für Frankenfels ist der Auswärtssieg jedenfalls ein wichtiger Schritt: Die Mannschaft blieb geduldig, ließ hinten wenig zu und nutzte ihre Chancen spät, aber entscheidend. Genau diese Mischung aus Ruhe, Ordnung und Effizienz war für Heiberger am Ende der Grund, warum die Punkte mitgenommen wurden.