In der 2. Klasse Traisental hat sich ASK Wilhelmsburg im Spitzenspiel gegen SG Traisen/St.Veit mit 3:2 durchgesetzt. Nach einer starken ersten Hälfte führten die Gastgeber bereits 2:0 und legten damit laut Sportlichem Leiter Kevin Bachler den Grundstein für den Sieg. Auch wenn es nach der Pause noch einmal eng wurde, sah Bachler den Unterschied klar in den ersten 45 Minuten und in der größeren Entschlossenheit seiner Mannschaft.

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Wilhelmsburg hatte von Beginn an jene Schärfe im Spiel, die Bachler später als wichtigsten Unterschied herausstrich. In der 22. Minute brachte Patrick Schroffenauer die Gastgeber 1:0 in Führung, kurz vor der Pause legte derselbe Spieler in der 41. Minute das 2:0 nach. Für Bachler war genau diese Phase entscheidend. „Der Grundstein für den Sieg ist in der ersten Halbzeit gelegt worden“, sagte er. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung des Auftritts vor der Pause: „Wir waren einfach giftiger und wollten heute unbedingt gewinnen.“ Mit dem 1:0 und dem 2:0 habe seine Mannschaft immer mehr Sicherheit bekommen. Schon beim Stand von 2:0 habe er deshalb „ein sehr gutes Gefühl gehabt“, dass dieses Spiel auf die Seite von Wilhelmsburg gehen würde.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild allerdings. Bachler sagte offen, dass Wilhelmsburg den Schwung aus der ersten Hälfte nicht in die zweiten 45 Minuten hinübergebracht habe. Traisen/St.Veit kam in der 76. Minute durch Ulvi Özdemir zum 2:1 und war aus Sicht des Sportlichen Leiters in dieser Phase „gefühlt dem 2:2 sogar einen Schritt näher“. Gleichzeitig schränkte er ein, dass die Gäste ihre Gefahr fast ausschließlich aus Standards entwickelten. Umso wichtiger war das 3:1 in der 82. Minute, erneut durch Schroffenauer. Bachler beschrieb diese Szene sehr genau: „Wir haben uns im Mittelfeld den Ball erkämpft, Manuel Navratil spielt einen Superpass auf Jemin Krasniqi, der querlegt, und Patrick Schroffenauer vollendet.“ Als Manfred Obermaier in der 88. Minute nach einem Eckball und einem Gestocher noch auf 3:2 verkürzte, wurde es zwar noch einmal eng, doch Bachler meinte: „Mit dem 3:1 habe ich eigentlich keine Angst mehr gehabt, dass das Spiel noch kippen kann.“
Unterm Strich wollte Bachler den Blick trotzdem weniger auf die späte enge Phase als auf die Gesamtleistung richten. „Die Mannschaft hat von mir heute den größten Respekt“, sagte er, weil Wilhelmsburg aus seiner Sicht vor allem vor der Pause „super gespielt“ und nicht nur gearbeitet, sondern auch Fußball gespielt habe. Dazu kamen für ihn genau jene Dinge, die im Unterhaus oft den Unterschied machen: „Heute waren Wille, Einsatz und auch die nötige Gefahr vor dem Tor sehr gut.“ Ein Sonderlob sprach er Simon Stiefsohn aus, der laut Bachler „seit Runde eins eine konstante Leistung bringt“ und diesmal gemeinsam mit seinem Innenverteidigerkollegen wieder sehr stark verteidigt habe. Den Gegner bezeichnete er trotz der Niederlage als spielerisch gute Mannschaft. „Nicht umsonst stehen sie da, wo sie in der Tabelle stehen.“ Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er im Großen und Ganzen einverstanden: „Der Schiedsrichter hat eine solide Leistung gebracht.“ Nach dem 3:2 in Runde neun bleibt Wilhelmsburg mit 17 Punkten mitten in der Spitzengruppe, während Traisen/St.Veit bei 16 Zählern hält.