Spielberichte

2:0 trotz vieler Chancen: St. Pölten ließ den Gegner "90 Minuten nur dem Ball nachlaufen"

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SC St.Pölten Union Landhaus
SV Böheimkirchen

In der 2. Klasse Traisental setzte sich SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus am Sonntag mit 2:0 gegen SV Würth Böheimkirchen durch. So knapp, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Partie nach Ansicht von Trainer Anto Kovacevic aber nicht. Seine Mannschaft hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, ging schon vor der Pause in Führung und machte mit dem zweiten Treffer alles klar.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Die Führung brachte die nötige Ruhe

Für Kovacevic war es ein Spiel, das seine Mannschaft über lange Phasen im Griff hatte, auch wenn sich das auf der Anzeigetafel zunächst nur knapp niederschlug. "Vom Ergebnis her war es ein relativ knappes Spiel, aber vom Spielverlauf muss man schon sagen, dass wir über weite Strecken die klar dominantere und bessere Mannschaft waren", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Den ersten sichtbaren Lohn gab es in der 19. Minute, als Mehmet Aydogan das 1:0 für die Hausherren erzielte. Mit diesem Treffer bekam die Partie aus Sicht der Gastgeber eine klare Richtung. "Mit dem 1:0 ist uns eine Last von den Schultern gefallen, und ab dem Zeitpunkt haben wir nichts mehr anbrennen lassen", so Kovacevic. Zur Pause stand es 1:0, nach 63 Minuten legte Mahir Grizic mit dem zweiten Tor nach und fixierte damit den Heimsieg.

Geschlossene Mannschaft als Grundlage für den Sieg

Dass St. Pölten dieses Spiel so kontrolliert gestalten konnte, führte der Trainer nicht auf einen einzelnen Spieler oder einen kurzen starken Abschnitt zurück, sondern auf das Auftreten der gesamten Mannschaft. "Wir sind wirklich eine super geschlossene Mannschaft. Jeder für jeden rennt, jeder für jeden kämpft, keiner gibt auf, und das zeichnet uns definitiv aus", sagte Kovacevic. Genau dieses Gesamtbild war für ihn der größte Unterschied in dieser Partie. Böheimkirchen hatte er im Vorfeld als lauffreudige Mannschaft erwartet, trotzdem sah er seine Elf fast durchgehend in der aktiveren Rolle. "Wir haben sie 90 Minuten nur dem Ball nachlaufen lassen", meinte er deutlich. Das erklärt auch, warum der Trainer den Eindruck hatte, dass die Gäste nur selten dazu kamen, dem Spiel selbst ihren Stempel aufzudrücken. Für St. Pölten war das kein glanzvoller, aber ein sehr kontrollierter Auftritt.

Das Ergebnis hätte aus Sicht des Trainers höher ausfallen können

Ganz zufrieden war Kovacevic trotz des klaren Erfolgs nicht. Der Hauptpunkt war für ihn die Chancenverwertung, weil seine Mannschaft nach seiner Einschätzung aus der Überlegenheit deutlich mehr hätte machen können. "Beide Tore waren super herausgespielt, und grundsätzlich hätten wir bestimmt noch das eine oder andere Tor machen können, machen müssen", sagte er. Noch deutlicher wurde er dann beim Blick auf das nackte Ergebnis: "Wenn wir unsere Chancen halbwegs nutzen, machen wir heute drei, vier oder fünf Tore. Von dem her war das Ergebnis selbst für den Gegner schmeichelhaft." Konkrete Kritik verknüpfte er damit auch für die nächsten Wochen, denn genau dort sieht er die größte Baustelle. "Daran müssen wir arbeiten in den nächsten Wochen", stellte der Trainer klar. Selbst bei der Einordnung des Unparteiischen blieb er sachlich. "Der Schiedsrichter war schwer in Ordnung", sagte Kovacevic, auch wenn aus seiner Sicht je ein klarer Elfmeter in der ersten und in der zweiten Halbzeit ausblieb.

Mit dem Heimsieg bleibt St. Pölten oben dran

Unter dem Strich war es für die St. Pöltner ein Sieg, der zum Selbstbild der Mannschaft passt: geschlossen auftreten, mehr vom Spiel haben und den Gegner über weite Strecken beschäftigen. Dass am Ende nur ein 2:0 stand, störte den Trainer zwar, änderte aber nichts daran, dass er mit dem Gesamtauftritt seiner Elf viel anfangen konnte. Nach neun Runden bleibt St. Pölten mit 19 Punkten auf Platz zwei und damit erster Verfolger von Spitzenreiter Neulengbach. Für Böheimkirchen blieb es bei neun Punkten und Rang elf. Aus Sicht von Kovacevic ist die Basis bei seinem Team jedenfalls klar erkennbar vorhanden. Wenn die Chancen in den kommenden Wochen konsequenter genutzt werden, dann sollen aus solchen kontrollierten Auftritten auch noch deutlichere Ergebnisse werden.

2. Klasse Traisental: SC St. Pölten : Böheimkirchen - 2:0 (1:0)

  • 63
    Mahir Grizic 2:0
  • 19
    Mehmet Aydogan 1:0