In der 2. Klasse Triestingtal hat sich Adhurim Sahitaj, Trainer des SC Günselsdorf, nach einer ordentlichen Herbstsaison mit einem klaren Ziel für die Rückrunde zu Wort gemeldet. Sein Team rangiert im erweiterten Spitzenfeld der Liga und überzeugte zuletzt mit Siegen gegen SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II, 1. SC Sollenau und SC Schönau. Die Partien gegen SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II und AC Casino Baden endeten jeweils mit einem X. Im Gespräch spricht der Coach über neue Gesichter, die gute Stimmung im Verein und seine Ambitionen im Kampf um die Tabellenspitze.

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Die Rückschau auf die vergangene Halbserie fällt für Sahitaj insgesamt positiv aus: „Die Herbstsaison war gut, zwar nicht sehr gut, aber gut.“ Trotz solider Resultate sieht der Trainer Verbesserungsbedarf – vor allem in der Chancenverwertung. In den letzten fünf Partien vor der Winterpause holte seine Mannschaft drei Siege und zwei Remis, wobei insbesondere die Defensive stabil stand.
Dennoch betont Sahitaj, dass in engen Spielen mehr Konsequenz vor dem Tor nötig sei, um den Sprung ganz nach oben zu schaffen. Der Blick auf die Tabelle untermauert den Anspruch: Mit 18 Punkten liegt Günselsdorf in Schlagdistanz zu den oberen Rängen und acht Zähler hinter dem Tabellenführer SC Alland.
Für die Rückrunde hat Günselsdorf personell nachgelegt. Der Trainer bestätigt vier Neuzugänge, darunter drei junge Spieler, die nun im Männerfußball Fuß fassen sollen. „Ich bin ein Trainer, der ihnen die Chance gibt, in der Kampfmannschaft zu zeigen, was sie können. Ob sie die Chance nutzen oder nicht, liegt an ihnen.“ Damit unterstreicht Sahitaj seine Philosophie, Leistungsprinzip und Nachwuchsförderung zu verbinden.
Zudem stößt Mergim Zukaj verletzungsbedingt als neuer Co-Trainer zum Staff und unterstützt das Team nun im Betreuerstab. Diese Konstellation soll frische Impulse bringen und die Trainingsintensität weiter erhöhen. Die gute Stimmung im Umfeld, so der Trainer, sei ein entscheidender Faktor für den gemeinsamen Aufbruch in die zweite Saisonhälfte.
Ein Wermutstropfen bleibt eine Verletzung aus dem Hallenfußball: Lukas Sabol fällt voraussichtlich fünf bis sechs Wochen aus. Sahitaj betont, wie bedeutend er für die Mannschaft ist und dass das Team seinen Ausfall gemeinsam kompensieren müsse.
Auf die Frage nach beeindruckenden Gegnern antwortet er pragmatisch: „Beeindruckt hat mich keiner. Wenn man jemanden nennen muss, dann Alland als Tabellenführer – aber ich denke, das war mehr ein Lauf als wirkliche Qualität.“ Diese Aussage zeigt den Fokus des Trainers auf die eigenen Stärken und den Glauben an das Potenzial seiner Mannschaft.
Mit Blick auf die kommenden Partien hofft Sahitaj auf die anhaltende Unterstützung der Fans: „Ich hoffe, dass sie uns weiterhin in so großer Zahl unterstützen, egal ob daheim oder auswärts.“ Für die jungen Spieler hat er eine klare Botschaft: Sie sollen Gas geben und sich einen Stammplatz erkämpfen. Nach einer Serie positiver Auftritte und erkennbarem Zusammenhalt scheint Günselsdorf bestens gerüstet, um in der Rückrunde anzugreifen und den Kampf um die Spitzenplätze der 2. Klasse Triestingtal offen zu halten.