Nach einer intensiven Herbstphase in der 2. Klasse Triestingtal blickt Harald Mareich, sportlicher Leiter des 1. SC Felixdorf, auf eine bewegte Halbserie zurück. Der Verein, aktuell auf Rang drei der Tabelle, hat in den letzten Wochen wechselhafte Ergebnisse erlebt: Auf ein 2:2 gegen den ATSV Teesdorf folgten Niederlagen gegen den SC Alland und den SC Pfaffstätten, ehe gegen den ASK Blumau sowie die SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II wieder Siege gelangen. Im Gespräch berichtet Mareich über den Zusammenhalt in der Mannschaft, personelle Veränderungen und die Herausforderungen durch Verletzungen – eine Phase des Umbruchs, die dennoch von Zuversicht und stabiler interner Organisation geprägt ist.

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„Wir haben zwei Neuzugänge“, erzählt Mareich. „Ein Torhüter aus Lebersdorf ist gekommen und ein Innenverteidiger aus Perchtoldsdorf, der gute Ansätze zeigt und uns sicher verstärken wird.“ Der Verein reagierte damit gezielt auf verletzungsbedingte Ausfälle, insbesondere auf den längerfristigen Ausfall des Stammtormanns Michael Riegler. „Beim Riegler schaut’s so aus, dass er im Frühjahr definitiv nicht mehr spielen wird“, bestätigt Mareich. Ebenso fehlt derzeit noch Innenverteidiger Daniel Marchhart.
Mit den beiden Winterzugängen will Felixdorf diese Lücken schließen und frische Energie ins Team bringen. Weiters kommen die beiden Langzeitverletzen Julian Seiler und Bernd Windisch retour.
Trotz der personellen Rückschläge beschreibt Mareich die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft als ausgesprochen positiv: „Derzeit ist die Stimmung sehr gut. Das erste Vorbereitungsmatch wurde sehr gut absolviert.“
Besonders hebt er das funktionierende Gefüge hervor – mit einer Ausnahme: „Bernd Windisch ist einer, der die Mannschaft mitzieht und antreibt. Man hat gesehen, dass uns gerade im Spiel nach vorne dieser Typ fehlt, wenn er nicht da ist.“ Windisch gilt damit als wichtiger Impulsgeber, der auf und neben dem Platz Tempo und Richtung vorgibt.
Auch im Vereinsumfeld gab es Veränderungen: „Ich als sportlicher Leiter bin aufgrund meiner Krankheit zurückgetreten“, erklärt Mareich offen. Eine Nachfolge ist bislang nicht fixiert: „Es wird noch gewartet, wie es mit meinem Genesungsverlauf vermutlich weitergeht.“ Trotz dieser persönlichen Hürde bleibt er dem Klub eng verbunden und blickt zuversichtlich auf die kommenden Wochen.
Ein zentraler Grund dafür: das Trainerteam. „Wir sind mit unseren zwei Trainern sehr gut aufgestellt. Sie arbeiten akribisch, geben 120 Prozent, beobachten die Gegner und bereiten die Mannschaft entsprechend vor – das klappt hervorragend“, lobt Mareich. Dieses klare Bekenntnis unterstreicht das große Vertrauen in die sportliche Führung.
Nach einem durchwachsenen Start möchte der 1. SC Felixdorf an die jüngsten Siege anknüpfen und den Schwung ins Frühjahr mitnehmen. In der laufenden Saison hat das Team gezeigt, dass es auf Rückschläge reagieren kann und offensiv über Potenzial verfügt. Mit etwas mehr Konstanz und einer stabilen Defensive sieht Mareich seine Mannschaft weiterhin unter den Spitzenplätzen der 2. Klasse Triestingtal.
Unabhängig von seiner persönlichen Rückkehr steht für ihn fest: „Wir arbeiten in Felixdorf mit viel Leidenschaft und jeder gibt sein Bestes. Das ist das Wichtigste für uns. lch wünsche dem Team, dass es am Ende ganz vorne steht und dem Verein alles Gute.“