Ein intensives Kräftemessen bei SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II in der 2. Klasse Triestingtal lieferte reichlich Gesprächsstoff: Thomas Markytan, Trainer des SC Pfaffstätten, sprach von einem Duell auf Augenhöhe: „Es war eine ausgeglichene Partie mit gleichem Ballbesitz.“ Die Begegnung blieb bis zum Schluss hitzig – auch, weil sein Team nach der 2:1-Führung durch Daniel Dörfler die Konter konsequenter zu Ende spielen wollte, um früher Ruhe hereinzubringen. Auch wenn aus seiner Sicht ein Remis vertretbar gewesen wäre, durfte Pfaffstätten am Ende einen 2:1-Auswärtssieg bejubeln; zur Pause stand es 1:1.

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Als Schlüsselmoment hob Markytan den Ausgleich kurz vor dem Halbzeitpfiff hervor: „Die Schlüsselszene war sicher das 1:1 ganz knapp vor der Halbzeit durch unseren Stürmer Martin Pell, der sich ein Herz genommen, den Ball gut erobert und aus 25 Metern perfekt getroffen hat – über den Tormann ins Kreuzeck.“ Dieser Treffer wirkte wie ein Startsignal: „Nach der Pause waren wir viel präsenter, aggressiver und spielwitziger – die zweite Halbzeit war klar unsere stärkere. Dieses 1:1 war ein echter Game Changer.“
In seiner Analyse trennte der Coach klar zwischen beiden Spielhälften: „Die erste Halbzeit war ein ganz schlechtes Positionsspiel. Wir waren nicht präsent, viel zu langsam und zu kompliziert im Spielaufbau.“ Nach dem Seitenwechsel funktionierte mehr: „Die zweite Halbzeit war dann wesentlich besser.“ Dennoch bleibt Arbeit am Detail: „Trotzdem ist da noch viel Luft nach oben. Das haben wir in den letzten Vorbereitungsspielen schon besser gezeigt, als wir es diesmal umgesetzt haben.“
Besonders positiv fiel Innenverteidiger Paul Zimmermann auf. Markytan freute sich, dass der Abwehrmann seine Chance nutzte: „Diesmal hat er von Anfang an gespielt – das ist eher selten. Er kämpft schon sehr lange darum, die Chance zu kriegen. Und die hat er heute mit Einsatz, Willen, Kampfgeist und auch Spielwitz absolut gerechtfertigt.“ Sein Fazit: „Das war sicher eines seiner stärksten Spiele, die ich von ihm gesehen habe – die Entscheidung, ihn in die Startelf zu stellen, war absolut verdient.“
Auch dem Heimteam zollte Markytan Respekt: „In vielen Situationen hat man gesehen, dass sie fußballerisch gut sind. Das 0:1 aus unserer Sicht haben sie sensationell umgesetzt – ein super Konter, bei dem die Bewegung aller Spieler sehr gut funktioniert hat (Torschütze: Noah Milivojevic). Da musste ich wirklich applaudieren, weil es ein sehr, sehr schöner Spielzug war.“ Dass die Partie trotz der Intensität nicht entgleiste, führte er auf das Gespann an der Pfeife zurück: „Ich möchte die Schiedsrichterleistung hervorheben, die ausgezeichnet war. Ich war froh, diese Schiedsrichterin gehabt zu haben. Manch anderer hätte die Härte vielleicht öfter durchgehen lassen – dann wäre das Spiel wohl eskaliert, und ich hätte statt zwei wahrscheinlich fünf oder sechs verletzte Spieler.“ Personell bleibt die Lage angespannt: „Wir haben derzeit vier bis fünf Ausfälle, drei sind längerfristig, zwei könnten diese Woche wieder einsteigen. Im Spiel selbst haben sich zwei Spieler verletzt; sie werden sich jetzt schonen. Dann sehen wir, wie sich die Verletzungen entwickeln – möglicherweise muss im nächsten Spiel wieder eine ganz andere Mannschaft auflaufen.“