Im Duell zwischen ATSV Teesdorf und SC Schönau in der 2. Klasse Triestingtal rang Laszlo Szalai nach dem Abpfiff um klare Worte. Er sprach von einem Blackout, akzeptierte das Ergebnis als gerecht und forderte eine Reaktion. Zwischen Ernüchterung und Selbstkritik zeichnete sich eine Mannschaft, die den Zugriff verlor und nun Charakter zeigen soll. Der Blick richtete sich weniger auf Statistiken als auf Haltung, Ordnung und die Frage, wie schnell die Gruppe wieder zu ihrer Stärke zurückfindet.
„Das Ergebnis geht leider voll in Ordnung“, hielt Szalai fest und ergänzte: „Wir waren von der ersten bis zur letzten Minute im Chaos.“ Die Worte waren hart, aber eindeutig: „Wir müssen uns schämen – nach diesem Ergebnis und nach der Leistung.“ Auf die Frage, ob der Ballbesitz den Verlauf widerspiegle, kam ein knappes „Ja, auf jeden Fall“, gefolgt von der Erklärung: „Wir hatten keinen Zugriff, die Defensive war sehr anfällig, die Offensive harmlos.“ Wieder und wieder kreiste seine Analyse um die innere Verfassung des Teams: „Es war Kopfsache. Wir waren nicht bereit, die Zweikämpfe anzunehmen, zu kämpfen und die taktische Disziplin sowie die Ordnung einzuhalten.“ Ausreden suchte er nicht: „Ich kann wirklich nicht viel sagen. Es ist eine große Enttäuschung. Wir müssen weiterarbeiten, geduldiger werden – und viel, viel mehr arbeiten.“
Spielprägende Szenen gab es reichlich – und sie trafen Schönau meist empfindlich. Kurz vor der Pause fiel das 0:1, als Lukas Manhart in der 41. Minute zuschlug; damit ging es auch mit 0:1 in die Kabinen. Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Michael Mitter in der 48. Minute auf 0:2, Christopher Scharrach legte in der 50. das 0:3 nach – ein Doppelschlag, der die Aufgabe für die Gäste noch schwerer machte. Ein Lebenszeichen setzte Nihat Sahan, der in der 51. Minute auf 1:3 verkürzte. Doch der frühe Torschütze Manhart legte entschlossen nach: Er traf in der 61. Minute zum 4:1, in der 64. Minute zum 5:1 und in der 86. Minute zum 6:1 und schnürte damit einen Viererpack. Den Schlusspunkt zum 1:7 setzte Nino Mayhardt in der 90. Minute. Auffällig: Aus ruhenden Bällen kam die Musik nicht, wie Szalai betonte: „Die Standards waren auf beiden Seiten in Ordnung – wir haben kein Gegentor nach einem Standard kassiert.“
Die prägenden Momente entstanden aus dem offenen Spiel – und liefen Schönau davon.
Die Diagnose blieb konsequent: „Wir hatten keinen Zugriff – es war Kopfsache“, sagte Szalai. Strittige Szenen spielten keine Rolle: „Nein, die Entscheidungen des Schiedsrichters waren völlig in Ordnung.“ Für die kommende Woche formulierte er deshalb eine klare Erwartungshaltung: „Es wird eine schwierige Woche für uns. Wir müssen eine Reaktion zeigen, zu unserer Stärke zurückfinden und Charakter beweisen.“
Das Ergebnis steht am Ende – und es steht aus seiner Sicht zurecht. Entscheidender ist für ihn, dass sein Team die Ordnung wiederfindet, Zweikämpfe annimmt und den Zugriff herstellt. Die Richtung gab er unmissverständlich vor: mehr Arbeit, mehr Geduld, mehr Disziplin – und die Chance, mit Taten zu antworten.