Runde 21 in der 2. Klasse Triestingtal: Der 1. SC Sollenau und der FC AS Logistik Tribuswinkel trennen sich 1:1. Sollenau ging kurz vor der Pause durch Daniel Schmidt in Führung, Tribuswinkel glich nach gut einer Stunde per Ümit Yildirim aus. Für Gäste-Trainer Kenan Yildirim war es eine ordentliche Vorstellung mit viel Einsatz, aber ohne das nötige Zielwasser. "Uns fehlte die Chancenauswertung", fasste er nach einem Abend mit vielen vergebenen Möglichkeiten knapp zusammen.

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Lange blieb das Ergebnis stabil, ehe Sollenau kurz vor der Pause zuschlug: In Minute 42 stellte Daniel Schmidt auf 1:0, mit diesem Spielstand ging es wenig später in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel arbeitete Tribuswinkel weiter am Ausgleich und wurde in Minute 67 belohnt, als Ümit Yildirim zum 1:1 traf. Danach blieb es offen, doch die Gäste witterten ihre Chance. Kenan Yildirim schilderte: "Nachdem wir das 1:1 gemacht haben, hatten wir noch die Chance auf das 2:1 und sogar auf mehr." Der ganz große Jubel blieb aus, weil der letzte Punch fehlte, und so endete ein intensives Match mit einer gerechten Punkteteilung.
Der Trainer der Gäste war mit der Art und Weise zufrieden, nicht jedoch mit der Ausbeute. "Insgesamt war es eine gute Partie von meiner Mannschaft. Sie haben gekämpft, sie haben es versucht", sagte Kenan Yildirim und ergänzte deutlich: "Wir haben sehr viele Torchancen gehabt, leider nicht ausgenutzt." Seine Erklärung spannt sich über die gesamte Spielzeit: "Wir hatten in der ersten wie in der zweiten Halbzeit mehrere Möglichkeiten." Was ihn positiv stimmte, war die Basisleistung: "Taktische Disziplin, Laufbereitschaft und Kampf waren sehr gut." Genau diese Mischung trug den Ausgleich und die Druckphase danach – doch wie Yildirim nüchtern festhielt: "Wir haben die Chancen nicht genutzt." Am Ende fehlte der eine saubere Abschluss zum vollen Erfolg.
Bei allem Ärger über die ausgelassenen Möglichkeiten fand Yildirim klare Worte des Respekts für den Gegner. "Sollenau ist eine erfahrenere Mannschaft, die Fußball spielen kann", sagte er und unterstrich damit, dass seine Elf sich die Zähler hart erarbeiten musste. Auch der Schiedsrichter stand nicht im Mittelpunkt: "Der Schiedsrichter war stabil, in Ordnung. Da kann man nichts sagen." Ein Blick auf die Tabelle ordnet das Remis ein: Tribuswinkel hält nach 20 Spielen bei 22 Punkten und liegt auf Rang 10, Sollenau hat nach 19 Partien 8 Zähler und steht auf Platz 13. Für beide Seiten ist der Punkt wertvoll, auch wenn die Gäste durchaus mit einem Sieg liebäugeln durften.
Unterm Strich nahm Tribuswinkel einen Zähler mit, obwohl die Partie laut Trainer mehr hergegeben hätte. "Uns fehlte die Chancenauswertung" – dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch Yildirims Fazit. Die Basis stimmt, das betonte er mehrmals: "Taktische Disziplin, Laufbereitschaft und Kampf waren sehr gut." Aus diesen Bausteinen lässt sich etwas aufbauen, zumal die Mannschaft über 90 Minuten immer wieder gefährlich vor das Tor kam. Der nächste Schritt ist klar umrissen: Die vielen Ansätze vorne konsequenter zu Ende spielen und die Möglichkeiten verwerten. Gelingt das, werden enge Spiele wie dieses bald auch wieder dreifach bezahlt.