Spielberichte

Thomas Hartberger (Trainer 1.SC Felixdorf): "Wir haben das Glück erzwungen"

SC Felixdorf
FCM Traiskirchen KM II

In der 2. Klasse Triestingtal lieferte sich der 1.SC Felixdorf mit FCM Traiskirchen KM II ein Spiel mit allem, was das Unterhaus ausmacht – Abnützungskampf, schnelle Treffer nach der Pause und ein spätes Happy End. Nach 1:0 zur Halbzeit und einem zwischenzeitlichen 1:2 drehte Felixdorf die Partie in der Nachspielzeit zum 3:2. „Wir haben bis zur letzten Minute aufbegehrt und das Glück erzwungen“, sagte Trainer Thomas Hartberger, der von umkämpften und teils strittigen Szenen berichtete.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

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Felixdorf findet nach zähem Beginn ins Spiel und führt zur Pause

Die Anfangsphase gehörte aus Sicht von Thomas Hartberger leicht den Gästen. „In den ersten 15 Minuten hat Traiskirchen probiert, ein schnelles Tor zu machen und war vielleicht eine Spur besser. Nach unserem 1:0 hat das abgeflaut.“ Dieses 1:0 fiel in Minute 26: Tobias Gersch brachte die Heimischen in Front. Hartberger gefiel besonders, wie dieser Treffer herausgespielt wurde: „Das war sehr schön herausgespielt, über Dominik Kobas auf Tobias Gersch. Ein starkes Umschaltspiel, zwei, drei Pässe – und das 1:0.“ Mit dieser Führung ging Felixdorf in die Pause und hatte das bessere Gefühl auf seiner Seite.

Traiskirchens Doppelschlag nach Wiederbeginn und die schnelle Antwort

Gleich nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch kurzzeitig. Traiskirchens Anes Jakupovic traf unmittelbar nach Wiederanpfiff zum 1:1 (46.) und legte nur zwei Minuten später das 1:2 nach (48.). „Nach der Pause haben wir fünf Minuten verschlafen. Traiskirchen hat das genutzt mit zwei Toren“, ärgerte sich Hartberger und ergänzte: „Bei einem war hinten ein Eigenfehler dabei, beim anderen kann man diskutieren, ob es ein Elfmeter war oder nicht.“ Felixdorf schüttelte sich kurz – und fand die prompte Antwort: Schon in Minute 49 lenkte Levi Bichler den Ball unglücklich ins eigene Tor, es stand 2:2. „Danach war das Spiel ziemlich ausgeglichen“, so Hartberger über eine intensive Phase bis in die Schlussminuten.

Elfer-Drama in der Schlussphase und Erös entscheidet in der Nachspielzeit

Als vieles bereits auf ein Remis hindeutete, überschlugen sich die Ereignisse. „Prägend war nach dem 2:2, dass Traiskirchen in der 90. einen Elfmeter verschossen hat – und wir mehr oder weniger im Gegenzug das 3:2 gemacht haben, auch durch einen Elfmeter“, schilderte Hartberger seine Sicht auf die turbulenten letzten Minuten. Fest steht: Den Sieg fixierte Mark Erös mit seinem späten Treffer zum 3:2 in der 90.+5. Zuvor hatte der Felixdorfer Coach mehrere strittige Szenen gesehen: „In der ersten Halbzeit muss er mindestens einen Elfer für uns geben. Er hat dann zwei für Traiskirchen gegeben, zum Glück ist einer verschossen worden. In der 93. hat er uns dann eh einen klaren Elfer gegeben. Aber der Schiedsrichter hat’s schwer, ohne Linienrichter – ich will ihn nicht an den Pranger stellen.“ Unabhängig von den Pfiffen hob Hartberger die Mentalität seiner Mannschaft hervor: „Im Gegensatz zum letzten Spiel haben wir uns bis zur letzten Minute aufgebäumt und das Glück erzwungen.“ Unter dem Strich, so sein Fazit, sei der Heimsieg „vielleicht sogar verdient“. In der Tabelle mischt Felixdorf weiter vorne mit (derzeit Rang zwei), während Traiskirchen II im soliden Mittelfeld liegt – ein Ausblick, der den Wert dieser späten drei Punkte zusätzlich unterstreicht.

2. Klasse Triestingtal: SC Felixdorf : FCM Traiskirchen KM II - 3:2 (1:0)

  • 95
    Mark Erös 3:2
  • 49
    Eigentor durch Levi Bichler 2:2
  • 48
    Anes Jakupovic 1:2
  • 46
    Anes Jakupovic 1:1
  • 26
    Tobias Gersch 1:0