In Runde 21 der 2. Klasse Triestingtal setzte sich die SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II gegen den SC Schönau mit 1:0 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschied ein von Luca Knezevic verwandelter Elfmeter in Minute 56 das Duell. Trainer Igor Knezevic freute sich über die drei Punkte, blieb aber auffallend kritisch: "Das war insgesamt eine sehr schlechte Leistung ohne Laufleistung und ohne Aggressivität. Schönau hätte sich vielleicht den einen Punkt auch verdient."

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Über weite Strecken war es ein zäher Nachmittag mit viel Arbeit gegen den Ball und wenig Raum für klare Chancen. Zur Pause stand es 0:0, was zum Bild passte: Beide Abwehrreihen ließen kaum etwas zu, das Spiel lebte von der Spannung. "Die Defensive ist sehr gut gestanden, hat wenig zugelassen. Es gab insgesamt wenig Torchancen, und es blieb lange 0:0", schilderte Igor Knezevic. Nach dem Seitenwechsel fiel dann der Knackpunkt: In der 56. Minute zeigte der Unparteiische auf den Punkt, und Luca Knezevic verwandelte sicher zum 1:0. "Der Elfmeter war am Ende die Entscheidung", sagte der Trainer. Danach blieb Vöslau/Kottingbrunn II kontrolliert, riskierte nicht mehr als nötig und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit, während Schönau trotz ordentlicher Defensivarbeit nicht mehr zum Ausgleich kam.
Auch nach dem Sieg mochte Igor Knezevic nichts schönreden. Er wählte klare Worte und legte den Finger in die Wunde: "Das Spiel war meiner Meinung nach eine sehr schlechte Gesamtleistung von uns, ohne Laufleistung, ohne Aggressivität." Seine Erklärung: Die junge Truppe habe "zu viel auf die Tabelle geschaut" und sei "nicht fokussiert" gewesen. Positiv sah er fast nur die stabile Hintermannschaft: "Gut funktioniert hat heute sehr wenig, bis auf die Abwehr, die sehr stabil gestanden ist und wenig zugelassen hat." Vom gewohnten Anlaufen war er deutlich entfernt: "Unsere Laufbewegungen und unser aggressives Pressing waren diesmal nicht da. Die junge Mannschaft muss immer hundert Prozent am Platz liefern und mit Energie geladen sein." Zum Gegner fand er respektvolle Worte: "Schönau hat mit seinen Möglichkeiten gespielt, brav gegen den Ball, hat wenig zugelassen und hätte sich vielleicht den Punkt verdient." Über den Schiedsrichter gab es nichts Großes zu diskutieren: "Grundsätzlich hat es keine wirklichen Probleme gegeben."
Die Schlüsselszene arbeitete Knezevic ruhig auf. "Es war ein Fehler des Außenverteidigers von Schönau, der ins Dribbling ging. Stefan Rauch hat den Ball erobert, ist in den gegnerischen Strafraum gelaufen und wurde dort durch Halten zu Fall gebracht." Den fälligen Elfmeter übernahm Luca Knezevic – und traf zum 1:0. Für den Coach passte es zur engen Partie: "Mit dem entscheidenden Elfmeter war die Sache erledigt." Gleichzeitig ordnete er den Lauf seiner Mannschaft ein: "Mit so einer kleinen Siegerserie ist das natürlich leichter." Blick auf die Tabelle und den Gegner liefert er gleich mit: "Für Schönau, die hinten in der Tabelle drin sind, ist das sehr schwierig." Und sein Auftrag an die eigene Kabine ist unmissverständlich: In den nächsten Wochen sollen Laufbereitschaft, Pressing und Energie wieder da sein – "jedes Spiel hundert Prozent".