In der 2. Klasse Triestingtal setzte sich der SC Günselsdorf beim ASK Blumau mit 2:0 durch und nahm in Runde 21 drei wichtige Auswärtspunkte mit. Trainer Adhurim Sahitaj sprach anschließend von einer "sehr guten Partie" seiner Mannschaft und einem "absolut verdienten" Sieg. Günselsdorf führte zur Pause 1:0, legte nach dem Wechsel nach und brachte den Vorsprung ohne Zittern über die Zeit. Sahitaj hob neben der Kompaktheit vor allem die Entschlossenheit hervor: "Wir waren spielerisch und kämpferisch dominant – genau so wollten wir auftreten."

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Der Start hätte für die Gäste kaum besser laufen können: Bereits in Minute 4 stellte Robert Schindler auf 0:1. Zur Pause stand es 0:1, kurz nach dem Seitenwechsel fiel die Vorentscheidung – in Minute 49 traf Nico Schindler zum 0:2. Sahitaj geriet bei der Beschreibung beider Treffer ins Schwärmen: "Beide Tore waren wunderschön. Das erste war ein Freistoßtor von Robert Schindler aus ungefähr 25 Metern, mit links ins Kreuzeck. Das zweite war eine Kombination von der halben Mannschaft, bis in den Sechzehner hinein mit zwei Pässen und einem super Abschluss von Nico Schindler." Das passte zum Gesamtbild: Günselsdorf hatte über weite Strecken mehr vom Spiel und ließ hinten wenig zu.
In seiner Analyse betonte der Günselsdorfer Coach, dass er die Haltung seines Teams schon vor dem Anpfiff gespürt habe: "Es gab einen Moment, und der war beim Aufwärmen. Ich habe meinen Spielern in die Augen gesehen – die haben gebrannt." Auf dem Platz sah er dann genau das, was er fordert: "Über die 90 Minuten war das eine sehr gute Partie von uns, spielerisch und kämpferisch. Alles, was sich ein Trainerherz wünscht." Zum Gegner fand er respektvolle Worte, ohne die eigene Überlegenheit kleinzureden: "Blumau ist eine starke Mannschaft mit einem super Trainer. Heute waren sie chancenlos – sie hatten einen Schuss in 90 Minuten, und der war aus 30 Metern." Der Respekt blieb, der Eindruck der klareren Linie aber ebenso.
Warum es derzeit so rund läuft, erklärte Sahitaj mit der klaren Ausrichtung seiner Truppe: "Bei uns sind spielerische Qualität und Kampfbereitschaft beide stark. Wir haben nahtlos an das Felixdorf-Match angeschlossen, da waren wir auch klar besser. Wir spielen einen Fußball zum Anschauen – und genau das trainieren wir seit einem Jahr. Jetzt trägt es Früchte." Ein Extra-Lob bekam Nico Schindler: "Es freut mich persönlich sehr für Nico. Er gibt in jedem Training alles, hat einen super Charakter – dass er heute getroffen hat, freut mich besonders." Verbesserungspotenzial sah der Trainer trotz des 2:0 in der Box: "Die Chancenauswertung – wir hätten noch das eine oder andere Tor mehr machen können."
Auch zur Leitung des Spiels bezog Sahitaj klar Stellung und fand positive Worte: "Strittige Szenen gab es gar nicht, und der Schiedsrichter hat ein unaufgeregtes Spiel gemacht. Man hat kaum bemerkt, dass er da ist – das ist das beste Zeichen." Unterm Strich war es ein Auswärtssieg beim aktuellen Tabellendritten der Liga, der Günselsdorf zusätzlich Rückenwind gibt. Der Coach blickte zufrieden, aber nicht satt zurück: "Ich will meiner Mannschaft gratulieren. Wir wollen gut Fußball spielen, da passieren auch Eigenfehler – das ist normal. Aber wie wir auftreten, mit welcher Selbstverständlichkeit, da geht mein Herz auf." Der Auftrag für die nächsten Wochen ist klar: Haltung beibehalten, Chancen noch konsequenter nutzen.