In der 2. Klasse Triestingtal setzte sich der Badener AC bei FCM Traiskirchen KM II mit 3:2 durch – dank eines Treffers in der Nachspielzeit. Nach dem 1:0 durch Florian Skucek glichen Adrian Sinani und Bendeguz Zoltan Bertha die Partie aus Badener Sicht zunächst aus und drehten sie, ehe Emirhan Candan spät zum 2:2 traf. Alexander Nikischer besorgte schließlich das 3:2. Trainer Eldar Topic lobte Moral und Mut: "Wir sind bis zum Schluss aufs Siegestor gegangen."

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Auf dem feinen Traiskirchner Rasen erwischten die Gastgeber den besseren Moment und gingen in Minute 36 durch Florian Skucek mit 1:0 in Führung. Baden brauchte die Pause, kam dann aber mit frischem Schwung aus der Kabine: Adrian Sinani egalisierte in der 60. Minute – eine jener Einzelaktionen, die Topic ausdrücklich hervorhob. "Gleich nach der Halbzeit haben wir durch eine schöne Einzelaktion von Adrian Sinani den Ausgleich gemacht", sagte der Coach. Der Badener AC blieb am Drücker und stellte in der 73. Minute auf 1:2, offiziell durch Bendeguz Zoltan Bertha. Topic nahm die Szene so wahr: "Das zweite Tor war eine Standardsituation, ich glaube, das war ein Eigentor." Traiskirchen gab sich nicht geschlagen und kam durch Emirhan Candan in der 81. Minute zum 2:2. Den Schlusspunkt setzten aber die Kurstädter: In der Nachspielzeit traf Alexander Nikischer zum 2:3 und krönte den Badener Auswärtsauftritt. Topic nahm es mit einem Lächeln: "Am Schluss waren wir vielleicht der glücklichere Sieger, weil das Tor in der Nachspielzeit passiert ist. Im Hinspiel haben wir in der Nachspielzeit 1:2 verloren – somit hat es sich ausgeglichen." Und warum fiel das Pendel diesmal auf Badener Seite? "Wir sind bis zum Schluss aufs Siegestor gegangen."
In der Analyse hob Eldar Topic vor allem die Haltung und die spielerische Linie seiner Mannschaft hervor. "Das Entscheidende war, dass die Mannschaft bis zum Schluss auf drei Punkte gespielt hat. Wir haben heuer schon öfter gute Moral bewiesen", betonte er. Besonders nach dem späten 2:2 habe die Elf nicht nachgelassen. Gleichzeitig gefiel ihm, wie sauber der Ball lief: "Das Passspiel war heute deutlich besser. Der Platz ist ein Regionalliga-Platz, ein Teppich, und beide Teams wollten Fußball spielen." Den Kontrast zum Auftritt am Wochenende brachte er klar auf den Punkt: "Am Samstag war der Ball gefühlt mehr in der Luft als am Boden – heute war das ein ganz anderes Spiel." Auch die Effizienz nach der Pause passte aus seiner Sicht: "Wir waren effizient vor dem Tor, vor allem in der zweiten Halbzeit." Für die Entscheidung sorgte schließlich ein Angriff über links mit Kaltschnäuzigkeit im Zentrum; Topic geriet beim Lob für den Matchwinner kurz ins Schwärmen: Der Torschütze habe sich gedreht und den Ball "wie ein Weltklassestürmer" untergebracht.
Die Anerkennung für den Gegner fiel deutlich aus. "Traiskirchen zwei ist sicher spielerisch die beste Mannschaft in der Liga, sogar besser als Vöslau zwei", sagte Topic und zählte auf: "Sie spielen sehr schnell, sind beweglich, quirlig." Was aus seiner Sicht noch fehlt, sei "der letzte Pass" – hier und da ein bisschen jugendlicher Leichtsinn und überhastete Entscheidungen. Ein außergewöhnlicher Randaspekt kam laut Topic zudem hinzu: Der offizielle Schiedsrichter kam nicht, ein interner Schiedsrichter sprang ein. Topic lobte die Abwicklung ausdrücklich: "Es hat ein interner Schiedsrichter übernommen und das tadellos gemacht. Respekt und Gratulation an Traiskirchen – sie haben das sehr schnell gehandelt, damit das Spiel mit 15 Minuten Verspätung ordentlich über die Bühne ging." Für die Tabelle ging es, wie der Coach einräumte, "um Platz drei, vier oder fünf" – entsprechend frei agierten seine Spieler. "Die Jungs spielen jetzt befreit auf", sagte Topic zum Finish und fasste den Unterschied dieses Abends trocken zusammen: "Der Unterschied lag drin, dass wir ein Tor mehr geschossen haben als der Gegner."