Der SC Günselsdorf zieht ein positives Fazit einer intensiven Spielzeit in der 2. Klasse Triestingtal. Trainer Adhurim Sahitaj lobt vor allem den Zusammenhalt beim SC Günselsdorf, sieht aber die vielen Remis als Bremsklotz auf dem Weg ganz nach oben. In der Tabelle steht Günselsdorf mit 43 Punkten aktuell auf Rang drei, also voll im Spitzenfeld. Neue Gesichter sollen im Sommer für zusätzlichen Schwung sorgen, während der Kern der Mannschaft zusammenbleibt – und die Stimmung im Verein kaum besser sein könnte.

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Adhurim Sahitaj musste für seinen Rückblick nicht lange überlegen. „Sehr gut funktioniert haben unser Mannschaftsgefüge, unser Einsatz, unser Wille. Wir haben wirklich alles getan“, sagt der Coach. Gleichzeitig benennt er klar den Knackpunkt: „Leider haben wir in dieser Saison einfach zu viele Unentschieden geholt. Das war unser größtes Manko.“ Gerade weil seine Mannschaft über weite Strecken besser gespielt habe, schmerzten die verpassten Zusatzpunkte doppelt. „Ansonsten kann ich der Mannschaft absolut nichts vorwerfen. Wir haben eine super Saison gespielt – leider mit zu viel X.“ Die Entwicklung in der Liga bestätigt seine Sicht: Nach einem Start im Mittelfeld arbeitete sich Günselsdorf über Wochen stabil nach vorne und hielt sich zuletzt dauerhaft zwischen Platz drei und vier.
Während auf dem Papier ein paar Zähler fehlten, passte rund um den Platz nahezu alles. „Die Stimmung ist ausgezeichnet. Wir sind in jedem Training zwanzig bis fünfundzwanzig Leute“, erzählt Sahitaj. Der Zusammenhalt zeigt sich auch nach der Einheit: „Wir sitzen zusammen, bestellen Essen, schauen gemeinsam Fußball.“ Für den Coach ist das mehr als nur ein nettes Detail – es ist die Basis für Verlässlichkeit am Wochenende. Einzelne Spieler wollte er bewusst nicht herausheben: „Ich will keinen herausnehmen. Das ganze Mannschaftsgefüge ist ein Wahnsinn – vom Charakter, von der Stimmung, vom Typ her: top, top, top.“ Genau diese Breite habe die Saison getragen. „Die Burschen machen es mir leicht“, sagt Sahitaj und bedankt sich ausdrücklich bei allen, die Woche für Woche anpacken – sei es am Platz, in der Kabine oder im Hintergrund.
Sportlich stellt Günselsdorf die Weichen weiter auf Angriff. „Fixe Abgänge haben wir keine. Wir haben zwei Neuzugänge: Stefan Hartstock und Daniel Renner, beide von Oberwaltersdorf. Die werden uns absolut weiterhelfen und verstärken“, erklärt Sahitaj. Verletzungssorgen plagen den Kader kaum: „Verletzte haben wir nicht, Gott sei Dank. Bis auf Laurenz, der ist langzeitverletzt – ich hoffe, dass er im Sommer wieder dabei ist.“ Abseits des Rasens gab es einen personellen Einschnitt: „Unser stellvertretender Obmann Peter Hostinger legt den Posten zurück. Ich möchte ihm im Namen der Mannschaft herzlich danken. Er war immer da, er lebt Günselsdorf.“ Ein besonderes Wort richtet der Coach an Routinier Burak Uluisik: „Ich möchte mich bei Burak bedanken. Er hat heute sein letztes Spiel gemacht, bleibt uns aber im Betreuerteam erhalten und hilft, wenn es sich ausgeht, in der U23 mit.“ Den Blick nach oben verliert Sahitaj nicht: „Gratulation an den Meister – verdient. Alles Gute in der Ersten Klasse.“ Für Günselsdorf ist der Auftrag klar: die starke Basis nutzen und die Neuen integrieren.