Spielberichte

„Wir sind Meister – das wollen wir genießen“: Pfaffstätten-Coach erklärt Erfolgsweg

SC Pfaffstätten

Die 2. Klasse Triestingtal hat ihren Champion: Der SC Pfaffstätten steht mit 49 Punkten vor Felixdorf und Alland ganz oben – und Trainer Thomas Markytan blickt zufrieden auf eine Saison, in der vor allem das Frühjahr den Ausschlag gab. Er lobt die kompakte Arbeit gegen den Ball, sieht bei der Chancenverwertung noch Luft nach oben und kündigt für das letzte Heimspiel eine große Feier an: genießen, gut spielen, keine Verletzungen.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

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Vom Wackelstart zur Dauer-Nummer eins

Der Weg zum Titel war kein Selbstläufer, sondern eine Entwicklung über Wochen. Nach Runde eins noch auf Platz zwölf, kletterte Pfaffstätten früh auf vier, schnupperte in Runde vier erstmals Tabellenluft ganz oben, verlor sie kurz wieder – und fand dann Schritt für Schritt in die Spur. Zwischen den Rängen sechs bis elf gab es Wellen, ehe die Mannschaft den Hebel umlegte. Ab Runde 11 tauchte das Team stabil im Vorderfeld auf, in Runde 12 und 13 bereits auf zwei, und seit der 15. Runde blieb Pfaffstätten ununterbrochen Erster – bis zur fixierten Meisterschaft. Trainer Thomas Markytan ordnet das nüchtern ein: „Vor allem das zweite Halbjahr im Frühjahr hat extrem gut funktioniert.“ Der Coach sieht den Schlüssel nicht in einem Ausreißer nach oben, sondern in Konstanz: „Wir sind als Mannschaft sehr kompakt aufgetreten und hatten über Wochen mehr Kontrolle und Ruhe im Spiel.“

Kompakt gegen den Ball, Chancen liegen gelassen

Sportlich hebt Markytan vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor. „Wir haben uns extrem verbessert in der Arbeit gegen den Ball. Wir waren als Team sehr kompakt“, erklärt der Trainer und betont, dass diese Basis dem jungen Kader Sicherheit gegeben habe. Gleichzeitig bleibt er bei aller Freude selbstkritisch. „Wir haben uns in fast jedem Spiel sehr viele Chancen herausgespielt. Da haben wir noch Potenzial: Aus diesen vielen Möglichkeiten haben wir oft zu wenig gemacht und uns nicht früh genug das Leben leichter gemacht.“ Der Tenor: Pfaffstätten hatte in vielen Phasen mehr vom Spiel, blieb am Drücker und kontrollierte die Abläufe – nur die Effizienz hinkte dem Auftreten manchmal hinterher. Genau daran will der Meister weiter arbeiten, ohne das bisher Erreichte kleinzureden: „Das Frühjahr war stark, aber wir wollen in der Box zielstrebiger werden.“

Kader bleibt, Erfahrung soll dazukommen – Blick aufs Finale

Für die kommende Saison setzt Pfaffstätten auf Kontinuität mit Augenmaß. „Der Kader wird zusammenbleiben und wir werden uns punktuell versuchen zu verstärken“, sagt Markytan. Die Idee dahinter ist klar: „Wir wollen mehr Routine ins Team holen, um mit routinierteren Spielern noch mehr Stabilität und Ruhe zu haben.“ Verletzungssorgen dämpfen den Jubel nicht. „Wir haben zurzeit zwei, drei länger Verletzte, deren Regeneration gut voranschreitet. Mit großer Wahrscheinlichkeit stoßen sie im Sommer zur Vorbereitung wieder dazu. Gröbere Verletzungen haben wir sonst keine“, so der Coach. Besonders stolz ist er auf die Entwicklung seiner Talente: „Wir haben viele junge Spieler, die in den letzten eineinhalb Jahren riesige Schritte gemacht haben. Es wäre unfair, jemanden hervorzuheben – das Team hat das gemeinsam erreicht.“ Beeindruckt hat ihn heuer auch ein Gegner: „Günselsdorf ist mit vielen sehr jungen Spielern unterwegs. Die haben großes Potenzial und werden sicher eine Rolle spielen.“ Und das Finale daheim? „Wir sind Meister, wir werden dieses Spiel genießen. Es ist eine große Feier angedacht – wichtig ist mir, dass es keine Verletzungen gibt, dass es ein gutes Spiel wird und die Burschen Spaß haben.“