In der 2. Klasse Triestingtal hat 1.SC Felixdorf am Samstag SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II mit 6:2 besiegt. Aus Sicht von Trainer Mario Steinbacher erklärt das Ergebnis aber nur einen Teil des Nachmittags. Seine junge Elf begann mutig, ging früh in Führung und hatte auch danach gute Phasen. Ausschlaggebend waren für ihn jene Minuten, in denen die Gäste die Ordnung verloren, schnelle Gegentore kassierten und nach der Pause mit Eigenfehlern weiter nachhalfen.

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Für die Gäste hatte die Partie sogar ideal begonnen. Schon in der 3. Minute traf Raphael Sladek zum 0:1, und Steinbacher sprach von einer „schön herausgespielten Aktion“. Genau diese Anfangsphase gefiel ihm, weil seine Mannschaft sofort im Spiel war und Felixdorf unter Druck setzen konnte. Lange hielt dieses gute Gefühl aber nicht an. Bernd Windisch glich in der 12. Minute zum 1:1 aus, Niclas Brunner drehte die Partie vier Minuten später, und als Tobias Gersch in Minute 25 das 3:1 erzielte, war der frühe Vorteil wieder weg. Steinbacher brachte den Bruch klar auf den Punkt: „Von der 15. bis zur 30. Minute haben wir das Spiel aus der Hand gegeben und defensiv zu weit weg vom Mann gestanden.“ Wichtig war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft vor der Pause noch einmal zurückkam. Ron Bartaun verkürzte in der 34. Minute auf 3:2, und damit blieb die Partie zur Halbzeit zumindest noch offen.
Was nach dem 3:2-Pausenstand noch nach einem offenen zweiten Durchgang aussah, war kurz nach dem Seitenwechsel praktisch entschieden. Tobias Gersch stellte in der 46. Minute auf 4:2, Christoph Mayer erhöhte in der 54. Minute auf 5:2, und nur drei Minuten später sorgte erneut Gersch mit seinem dritten Treffer für den 6:2-Endstand. Gerade diese Phase sah Steinbacher als zweiten großen Knackpunkt. „Nach der Pause waren es zwei Geschenke von unserer Seite, die zum 4:2 und 5:2 geführt haben“, sagte der Trainer. Dass solche Fehler passieren, ordnete er auch über die Zusammensetzung seines Teams ein. „Die Mannschaft war sehr jung. Wir haben mit acht Spielern begonnen, die wir in der eigenen Jugend ausgebildet haben. Da gibt es noch Lernmomente, die wir ausbessern müssen.“ Dazu kam, dass Felixdorf die angebotenen Möglichkeiten konsequent nutzte. Besonders Gersch hob Steinbacher hervor: „Ein gut aufspielender Tobias Gersch hat unsere Fehler ausgenutzt und sich mehrmals in die Torschützenliste eingetragen.“
So deutlich das 2:6 am Ende aussieht, Steinbacher wollte die Leistung seiner Mannschaft nicht auf die Fehler reduzieren. „Wir hatten durchaus Spielphasen, in denen wir Felixdorf unter Druck setzen konnten“, sagte er und nannte dabei ausdrücklich die ersten 15 Minuten sowie die Zeit zwischen der 30. und 45. Minute. In diesen Abschnitten habe seine Elf „guten Fußball“ gezeigt, „gut dagegengehalten“ und auch „schöne Kombinationen“ geboten. Gleichzeitig anerkannte er die Stärken des Gegners. „Felixdorf versucht schon seit Jahren, ein gutes Offensivspiel über die Flügel aufzuziehen, und das haben sie auch heute gut umgesetzt.“ Gegen einen kompakten Gegner, so Steinbacher, sei es nach Eigenfehlern eben besonders schwer geworden, noch etwas mitzunehmen. In der Schlussphase kam aus Sicht der Gäste noch Ärger dazu: Steinbacher haderte später auch mit der Roten Karte gegen Alexander Gram in Minute 87, schob aber zugleich nach, dass Entscheidungen ohne Linienrichter schwerer zu treffen seien. Am Grundton seiner Analyse änderte das nichts. Der Trainer blickte trotz der Niederlage nach vorne: „Alle Spiele bringen Erfahrung mit. Von Spiel zu Spiel wird es besser und einfacher, und wir gehen optimistisch in die neue Saison.“