Zum Auftakt der 2. Klasse Triestingtal hat FC AS Logistik Tribuswinkel gegen FCM Traiskirchen II einen torreichen 4:3-Auftaktsieg geholt. Nach einem 4:1 zur Pause schien der Auftaktsieg schon früh auf Schiene, ehe es in der Schlussphase noch einmal eng wurde. Trainer Kenan Yildirim sah dennoch viel Gutes: taktische Kompaktheit, hohe Laufbereitschaft und eine Mannschaft, die vor allem in der ersten Hälfte lange den Ton angab.

Image by Phillip Kofler from Pixabay
Der Start in die Partie hatte es gleich in sich. FCM Traiskirchen II ging in der 8. Minute durch Benjamin Koglbauer mit 1:0 in Führung und erwischte damit zunächst den besseren Beginn. FC AS Logistik Tribuswinkel ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Schon in der 12. Minute stellte Florian Scharz auf 1:1, und damit nahm das Spiel plötzlich eine andere Richtung. Adel Redzic brachte FC AS Logistik Tribuswinkel in der 19. Minute erstmals in Front und legte in der 29. Minute auch das 3:1 nach. Kurz vor der Pause erhöhte Enis Sinanovic in Minute 44 auf 4:1. Yildirim fasste diese Phase passend zusammen: „In der ersten Halbzeit waren wir klar besser und haben 4:1 geführt.“ Nach dem Seitenwechsel wurde es dann zwar noch einmal enger, weil Niklas Pirkner in der 82. Minute und Levi Bichler in der ersten Minute der Nachspielzeit für FCM Traiskirchen II trafen, spielentscheidend war diese späte Aufholjagd aus Sicht des Trainers aber nicht mehr.
Für Kenan Yildirim lag ein wichtiger Punkt nicht nur im Ergebnis, sondern in der Art, wie seine Mannschaft nach dem Rückstand reagiert hat. Gerade nach dem 3:1 habe man gesehen, dass seine Mannschaft dranblieb und weiter nach vorne arbeitete. „Nach dem 3:1 hat man schon gemerkt, dass die Jungs sich sehr bemüht haben und immer wieder auf Druck gespielt haben. Das hat mich für das erste Spiel sehr positiv überrascht“, sagte der Trainer. Als größte Stärke nannte er danach „die kompakte taktische Umsetzung und die Laufbereitschaft“. Yildirim wollte den Sieg deshalb auch nicht auf einzelne Spieler herunterbrechen, obwohl mit Adel Redzic ein Doppelpacker dabei war. Ihm war wichtiger, dass das Gesamtbild stimmte. „Ich möchte die gesamte Mannschaft loben. Sie ist wirklich als Mannschaft aufgetreten und hat offensiv wie defensiv sehr gute Arbeit geleistet“, sagte er. Genau dieses geschlossene Auftreten war für ihn die Basis dafür, dass FC AS Logistik Tribuswinkel das Spiel noch vor der Pause auf seine Seite ziehen konnte.
Auch wenn vier Tore auf dem Spielbericht stehen, sah Yildirim in der Offensive noch Luft nach oben. Besonders gefiel ihm, dass mehrere Angriffe sauber fertig gespielt wurden. „Drei Tore waren sehr, sehr schön rausgespielt und dann mit einem sehr guten Abschluss. Das war wirklich sehenswert“, erklärte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Trotzdem beließ er es nicht beim Lob. Gerade im Ballbesitz und in den letzten Aktionen vor dem Tor erwartet er sich in den nächsten Wochen noch mehr Ruhe und mehr Klarheit. „Wir müssen ruhiger am Ball bleiben und unsere Chancen nutzen. Wir müssen kaltschnäuziger sein“, sagte Yildirim. Und er wurde noch konkreter: „Wir müssen auf dem Platz noch einen Tick kaltschnäuziger werden und die letzten Pässe sauber machen. So kommen wir wahrscheinlich auch zu sehr guten Chancen.“ Der 4:3-Auftaktsieg war also für ihn kein Anlass, sich zurückzulehnen, sondern eher ein Hinweis darauf, was schon gut funktioniert und was noch besser werden kann.
Dass FCM Traiskirchen II nach dem 1:4 zur Pause in der Schlussphase noch auf 3:4 herankam, passte auch zu dem Eindruck, den Yildirim vom Gegner hatte. Er sprach von einer sehr jungen Mannschaft, die dennoch schon viel mitbringt. „Natürlich haben sie auch ein paar ältere Spieler drinnen gehabt, aber dafür, dass es so eine junge Mannschaft ist, merkt man, dass es eine eingespielte Mannschaft ist. Die werden wahrscheinlich in ein, zwei Jahren auf einem sehr guten Niveau spielen“, sagte der Trainer. Für FC AS Logistik Tribuswinkel bleibt damit ein erfolgreicher Auftakt in die neue Saison, der zwei Seiten gezeigt hat: eine starke erste Hälfte mit vier Treffern und eine Schlussphase, die als Warnung dienen kann, den Faden nicht zu verlieren. Die drei Punkte sind da, und auf dieser Basis kann die Mannschaft weiterarbeiten.