Zum Auftakt in der 2. Klasse Triestingtal hat 1.SC Felixdorf bei ASK Ebreichsdorf II einen 2:0-Auswärtssieg eingefahren. Trainer Thomas Hartberger sprach nach dem ersten Saisonspiel von einer schwierigen Partie, in der seine Mannschaft zunächst viel investieren musste. Den Unterschied sah er in den besseren Chancen, in einer kompakten Defensive und vor allem im zweiten Treffer, nach dem „schon die halbe Miete“ geschafft gewesen sei.

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Für Thomas Hartberger war nach dem Schlusspfiff klar, dass dieser Auftakt nicht nur über das Ergebnis zu erklären ist. „Für das erste Spiel ist es immer schwierig. Da weiß man noch nicht genau, wo man steht“, sagte der Trainer des 1.SC Felixdorf. Genau deshalb legte er viel Wert auf die Einordnung der ersten Halbzeit. Nach seiner Wahrnehmung war seine Mannschaft dort das gefährlichere Team und kam zu den besseren Möglichkeiten. „Von den Chancen her waren wir in der ersten Halbzeit besser“, meinte Hartberger, stellte aber auch sofort klar, warum die Führung nicht früher fiel. „Der Tormann von Ebreichsdorf war wirklich sehr gut. Der hat drei, vier gute Chancen vereitelt.“ Ganz einseitig war die Partie für ihn trotzdem nicht, denn ASK Ebreichsdorf II blieb immer wieder über Konter und Standards gefährlich und hielt das Spiel damit lange offen.
Der erste Treffer fiel dann in der 36. Minute, und aus Sicht des Felixdorf-Trainers war genau diese Szene entscheidend. Dominik Kobas brachte einen guten Abschluss auf das Tor, den der Ebreichsdorfer Schlussmann noch an die Stange lenken konnte. Den Abpraller verwertete Lukas Grabenwöger zum 0:1. Für Hartberger war das mehr als nur die Führung. „Das war die Schlüsselszene für das Match“, sagte er, weil es in dieser Phase genau darum gegangen sei, wer sich den ersten Treffer holt und dadurch ein Stück Sicherheit bekommt. Nach der Pause sah er seine Mannschaft zunächst aber nicht ganz auf der Höhe. „Die ersten fünfzehn Minuten der zweiten Halbzeit haben wir nicht so agiert, wie wir uns das vorgestellt haben.“ In dieser Phase kam ASK Ebreichsdorf II zu ein, zwei Möglichkeiten, ehe Felixdorf wieder Zugriff bekam. In der 68. Minute sorgte Tobias Gersch nach einem über die Seite schön herausgespielten Angriff für das 0:2.
Spätestens mit dem zweiten Tor war für Hartberger klar, dass das Spiel nun stark in die eigene Richtung läuft. „Nach dem 2:0 war das schon die halbe Miete“, sagte er, weil bei einem 1:0 noch immer alles passieren könne, mit zwei Treffern Vorsprung aber schon viel für seine Mannschaft gesprochen habe. Dass Felixdorf diesen Vorteil dann sauber ins Ziel brachte, erklärte der Trainer vor allem mit dem Verhalten seiner Mannschaft gegen den Ball. „Wir sind hinten wirklich kompakt gestanden, haben nicht viel zugelassen und das relativ trocken runtergespielt.“ Dazu lobte er auch die Leistung seines Tormanns, den er als sehr starken Rückhalt beschrieb. Gleichzeitig verteilte Hartberger Respekt an den Gegner. Die jungen Spieler von ASK Ebreichsdorf II hätten „wirklich sehr gut gekämpft und sehr gut gespielt“. Insgesamt sei der Gegner sogar stärker gewesen, als er es nach den Informationen vor dem Spiel erwartet habe.
So zufrieden Hartberger mit dem Ergebnis war, ganz ohne Hinweise auf Verbesserungspotenzial wollte er den Abend nicht abhaken. „Ganz wichtig sind einmal die drei Punkte im ersten Spiel“, stellte er klar und machte damit deutlich, worauf es zum Saisonauftakt in erster Linie ankam. Gleichzeitig sieht er noch Reserven im eigenen Spiel mit dem Ball. „Vielleicht müssen wir noch ein bisschen ruhiger mit dem Ball werden und einfache Pässe spielen, nicht manchmal zu kompliziert.“ Positiv blieb für ihn dagegen die Haltung seiner Mannschaft über die gesamten neunzig Minuten. „Was mir gefallen hat, war, dass der Wille bis in die letzte Minute da war.“ Auch die neuen Spieler hätten sich ordentlich eingefügt. Dazu kam ein Spiel ohne größere Aufregung. „Der Schiedsrichter hat das Spiel sehr gut geleitet“, sagte Hartberger. Unter dem Strich steht für den 1.SC Felixdorf damit ein sauberer 2:0-Auftakt, auf den man in den nächsten Runden aufbauen kann.