Spielberichte

„Fürs erste Meisterschaftsspiel war das sehr gut“ – 1. SC Sollenau nimmt nach großem Umbruch einen Punkt mit

1. SC Sollenau
Badener AC

Zum Auftakt der 2. Klasse Triestingtal hat sich 1. SC Sollenau im Heimspiel gegen den Badener AC ein 1:1 geholt. Nach einem Doppelschlag vor der Pause blieb es bis zum Ende bei diesem Ergebnis, das Trainer Denis Muratovic nach dem großen Umbruch und einer harten Vorbereitung positiv einordnete. Vor allem mit Einstellung, Moral und dem gemeinsamen Auftreten seiner Mannschaft zeigte sich der Sollenau-Coach zufrieden.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ordentlicher Start nach großem Umbruch

Schon in seiner ersten Einordnung machte Denis Muratovic deutlich, dass dieser Auftakt für ihn mehr war als nur ein einzelner Punktgewinn. „Fürs erste Meisterschaftsspiel war das sehr gut“, sagte der Trainer des 1. SC Sollenau und verwies dabei vor allem auf die Ausgangslage. Nach dem letzten Tabellenplatz in der vergangenen Saison habe es „einen kompletten Umbruch, einen Neuanfang“ gegeben, dazu sei die Vorbereitung sehr hart gewesen. Genau deshalb ordnete er das 1:1 als Schritt in die richtige Richtung ein. Muratovic sprach von einer Mannschaft, die sich noch finden müsse und bei der die Abläufe noch besser werden sollen. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass die Gruppe „auf einem guten Weg“ sei, gute Moral zeige und mit der richtigen Einstellung auftrete. Für einen Auftakt gegen einen Gegner, den er als gut strukturiert und auf Augenhöhe beschrieb, war das aus seiner Sicht eine Basis, mit der man arbeiten kann.

Drei Minuten zwischen Führung und Ausgleich

Der Spielverlauf unterstrich diese Einschätzung, weil sich die Partie vor allem vor der Pause schnell zuspitzte. In der 32. Minute ging der 1. SC Sollenau in Führung, und Muratovic schilderte die Szene sehr konkret. „Beim 1:0 haben wir eine gute Kombination rausgespielt, sind auf der rechten Seite mit Patrick Schmidt gut durchgekommen und haben eine super Flanke auf die zweite Stange geschlagen“, sagte er. Dort stand Alexander Secco richtig und traf aus kurzer Distanz zum 1:0. Lange hielt dieser Vorsprung allerdings nicht. Nur drei Minuten später glich Tomislav Tadic für den Badener AC zum 1:1 aus, gleichzeitig war damit auch schon der Halbzeitstand hergestellt. Muratovic ärgerte sich dabei weniger über den Abschluss selbst, sondern über die Entstehung. Aus seiner Sicht war dem Standard ein Pfiff vorausgegangen, den er nicht als Foul gesehen hatte. „Bei unserem Gegentor war es ein Foul aus dem Halbraum, das für mich kein Foul war“, sagte er. Danach habe seine Mannschaft den Treffer „durch einen Stellungsfehler“ hinnehmen müssen. So war das Spiel zur Pause wieder offen, obwohl Sollenau die Führung gerade erst herausgespielt hatte.

Pressing stimmte, im letzten Drittel fehlte noch mehr

Dass Muratovic mit dem Remis am Ende dennoch leben konnte, hatte viel mit der Art des Auftritts zu tun. „Es war ein sehr rassiges Spiel mit Chancen auf beiden Seiten“, sagte der Trainer, der sogar meinte, die Partie hätte genauso gut 2:2 oder 3:3 ausgehen können. Entscheidend sei letztlich die Chancenauswertung gewesen, weil beide Mannschaften noch Möglichkeiten hatten, das Spiel für sich zu entscheiden. Besonders zufrieden war er mit dem Auftreten gegen den Ball. „Besonders gut hat funktioniert, dass wir als eine Mannschaft agiert haben, dass wir unser Pressing sehr, sehr gut durchgezogen haben. Wir hatten sehr viele Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte“, erklärte Muratovic. Genau dort sieht er aber auch den Bereich, in dem sein Team noch zulegen muss. „Woran wir arbeiten müssen, sind die letzten entscheidenden Momente, die letzten Pässe“, sagte er. Teilweise werde im letzten Drittel noch der falsche Ball gespielt oder ein Pass zu ungenau gesetzt. In der Schlussphase kam dann noch die Rote Karte gegen Nikola Vucic in der 88. Minute dazu, wodurch Sollenau kurz vor Schluss in Überzahl war. Muratovic meinte, seine Mannschaft hätte da „vielleicht zum Schluss noch einen Lucky Punch setzen können“, blieb aber bei seiner Grundhaltung: „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden und das 1:1 geht für mich voll in Ordnung.“

Lob für die Mannschaft und Zuversicht für die nächsten Wochen

Neben der sportlichen Einordnung rückte Muratovic nach dem Schlusspfiff vor allem die Entwicklung seiner Mannschaft in den Vordergrund. Er lobte den Gegner als „sehr strukturiert“ und stellte fest, dass der Badener AC phasenweise zwar unter Druck zu bringen war, insgesamt aber ein Gegner auf Augenhöhe gewesen sei. Auch die Leistung des Schiedsrichters beurteilte er sachlich. Es habe auf beiden Seiten „zwei, drei kleine Fehlentscheidungen“ gegeben, zudem verwies er darauf, dass es ohne Linienrichter für den Unparteiischen schwer sei. Eine Szene aus der ersten Halbzeit, in der Muratovic einen klaren Elfmeter für seine Mannschaft gesehen hatte, sprach er zwar an, ohne daraus aber ein großes Thema zu machen. Viel wichtiger war ihm der Gesamteindruck seiner neu formierten Mannschaft. „Ich würde nur gern meine Mannschaft loben für die Einstellung, die sie an den Tag gelegt haben“, sagte er zum Abschluss. Gerade nach einem so großen Umbruch sei es nicht selbstverständlich, dass eine Gruppe schon im ersten Spiel so geschlossen auftrete. „Sie wachsen von Tag zu Tag mehr zusammen“, meinte Muratovic und ergänzte mit Blick nach vorne: „Wir schauen wirklich guten Mutes auf das nächste Spiel.“

2. Klasse Triestingtal: SC Sollenau : Badener AC - 1:1 (1:1)

  • 35
    Tomislav Tadic 1:1
  • 32
    Alexander Secco 1:0