In der 2. Klasse Triestingtal hat 1.SC Felixdorf am Freitagabend gegen FCM Traiskirchen II einen 2:0-Heimsieg geholt und damit auch das dritte Saisonspiel gewonnen. Trainer Thomas Hartberger sah den frühen Treffer als wichtigen Schub, hob aber vor allem die deutlich bessere Einstellung seiner Mannschaft hervor. Spielerisch gebe es noch Luft nach oben, im Einsatz, in den Zweikämpfen und im Miteinander habe sein Team aber einen klaren Schritt nach vorne gemacht.

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Hartberger wusste schon vor dem Anpfiff, was auf seine Mannschaft zukommen würde. "Wir haben gewusst, dass Traiskirchen eine sehr gute junge Mannschaft ist", sagte der Felixdorf-Trainer und verwies auf die gute Ausbildung der Gäste. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass sein Team gleich zu Beginn in die Partie fand. Bereits in der 5. Minute brachte Erkut Tekinsoy die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Hartberger sprach von einem "wirklich sehr schön rausgespielten" Treffer über mehrere Stationen und sah genau darin den gewünschten Einstieg. "Wir haben uns gut darauf einstellen können und unseren Matchplan eigentlich durchgezogen", sagte er. Das frühe Tor gab Felixdorf den erhofften Schub, auch wenn Traiskirchen danach immer wieder den Weg nach vorne suchte. Die Gäste versuchten, zum Ausgleich zu kommen, doch laut Hartberger blieb es meist bei Halbchancen. Die beste Szene der Gäste war für ihn ein gut getretener Freistoß: "Diesen Flatterball hat unser Tormann sehr gut gehalten." So blieb es zur Pause beim 1:0, und diese Führung passte aus Sicht des Trainers in Summe zum Spielverlauf.
Nach dem Seitenwechsel musste Felixdorf umstellen, weil es im Zentrum gleich doppelt Probleme gab. "Wir haben verletzungsbedingt fast das zentrale Mittelfeld tauschen müssen", erklärte Hartberger. Mit Christoph Mayer und Daniel Marchhart fielen im Laufe des Spiels zwei wichtige Spieler in diesem Bereich aus, trotzdem brach die Ordnung laut dem Trainer nicht weg. "Den Sechser und Achter mussten wir wechseln, es hat aber trotzdem gut funktioniert", sagte er. Felixdorf spielte in dieser Phase etwas defensiver und legte den Schwerpunkt stärker auf das Umschalten. Hartberger formulierte es klar: "Wir haben dann vielleicht ein bissl defensiver gespielt, mehr oder weniger auf Konter." Genau daraus entstand spät die Entscheidung. In der 89. Minute machte Lenny Rühmkorf das 2:0 und belohnte damit einen Angriff, der genau zu dem passte, was sich Felixdorf für die zweite Hälfte vorgenommen hatte. Für Hartberger war das kein Zufall, sondern die logische Folge einer Mannschaft, die nach den Wechseln ruhig blieb und ihre Routine auf den Platz brachte.
Am meisten freute den Felixdorf-Coach nach dem Schlusspfiff aber nicht nur das Ergebnis, sondern die Art, wie seine Mannschaft gearbeitet hat. "Eindeutig besser war die Einstellung gegenüber dem letzten Spiel in Baden", sagte Hartberger. Vor allem in den Zweikämpfen, im letzten Einsatz und im Zusammenspiel der Gruppe habe er einen klaren Unterschied gesehen. "Dieses letzte Geben, diese Zweikämpfe suchen, dieses Miteinander und füreinander das Ziel zu erreichen, das hat viel besser gepasst. Das war schon ein wichtiger Schritt nach vorne." Gleichzeitig wollte er den Gegner nicht kleiner machen, sondern sprach von einer "sehr gut ausgebildeten Mannschaft", in der für dieses Alter schon viel Qualität stecke. Auch bei den strittigen Szenen blieb Hartberger sachlich. Er meinte, Traiskirchen hätte einen Elfmeter bekommen können, auf der anderen Seite hätte es für Felixdorf nach einem Handspiel ebenfalls Strafstoß geben können, "also es hat sich dann ausgeglichen". Unter dem Strich steht für Felixdorf damit die volle Ausbeute nach drei Spielen. "Wir sind genau dort, wo wir hinwollen. Nach drei Spielen neun Punkte, das ist toll", sagte Hartberger. Gleichzeitig machte er klar, dass die Arbeit weitergeht: Spielerisch und taktisch müsse seine Mannschaft noch zulegen, "aber die Burschen sind willig und das ist das Wichtigste".