In der 2. Klasse Triestingtal hat der ATSV Teesdorf auswärts einen knappen 1:0-Erfolg gefeiert. Nach einer ersten Halbzeit, in der die Gäste kaum Zugriff fanden und froh über das 0:0 zur Pause sein mussten, drehte Teesdorf nach dem Seitenwechsel spürbar auf. Danial Mohammadi gab der Partie in der 52. Minute schließlich die Richtung.
Für Teesdorf war es zunächst alles andere als ein runder Auftritt. Wagner machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft nur schwer in die Partie kam. „Wir sind nicht so gut in das Spiel gestartet. Wir haben mit dem Gegner und mit dem System ein paar kleine Schwierigkeiten gehabt und nicht ganz in die Partie gefunden“, sagte der Trainer. Vor allem gegen den Ball habe seinem Team in dieser Phase einiges gefehlt. Wagner sprach davon, dass seine Mannschaft „nicht aggressiv, nicht bissig genug“ gewesen sei und erst nach und nach versucht habe, sich in das Spiel hineinzukämpfen. Weil Ebreichsdorf in dieser Phase unangenehm war, musste Teesdorf froh sein, ohne Gegentor durchzukommen. Der Trainer hob dabei vor allem seinen Tormann hervor, der sich „zwei, drei Mal ausgezeichnet“ habe. Deshalb sei das 0:0 zur Pause aus Sicht der Gäste durchaus etwas gewesen, das man gerne mitnahm.
Mit dem Seitenwechsel änderte sich das Bild laut Wagner aber deutlich. In der Kabine wurden ein paar Dinge angesprochen, und danach trat Teesdorf viel entschlossener auf. „Nach dem Seitenwechsel waren wir wesentlich aggressiver und bissiger gegen den Ball, spielfreudiger mit dem Ball“, sagte der Coach. Genau aus dieser besseren Phase heraus fiel dann auch das entscheidende Tor. Wagner beschrieb die Entstehung als „einen schönen langen Pass“, bei dem seine Mannschaft auf den zweiten Ball gegangen sei und sofort Druck gemacht habe. Am Ende dieser Aktion stand in der 52. Minute Danial Mohammadi, der zum 1:0 traf. Für Teesdorf war das nicht nur die Führung, sondern auch ein klarer Wendepunkt. „Das Tor hat uns beflügelt und Sicherheit gegeben“, meinte Wagner. Danach seien die Gäste richtig gut im Spiel gewesen und hätten laut ihrem Trainer sogar dem zweiten Treffer näher gestanden als Ebreichsdorf dem Ausgleich.
Dass Teesdorf die Partie schließlich auf seine Seite zog, erklärte Wagner damit, dass seine Spieler ruhig geblieben seien. „Wir sind ruhig und cool geblieben, haben an uns geglaubt, unser Spiel weiter versucht zu verbessern und durchzuziehen“, erklärte der Teesdorf-Trainer. Genau diese Mischung aus Geduld und klarer Reaktion auf die erste Halbzeit war für ihn entscheidend dafür, dass die Partie nach der Pause in die Richtung der Gäste lief.
Ganz ohne Arbeit ging es für Teesdorf in der Schlussphase dennoch nicht über die Bühne. Wagner hatte damit gerechnet, dass Ebreichsdorf am Ende noch einmal alles nach vorne werfen würde, und genau so kam es auch. „Da waren es noch ein paar Minuten, wo wir kämpfen haben müssen, um den Sieg über die Runden zu retten“, sagte er. Auch in dieser Phase sei sein Tormann noch einmal „das ein oder andere Mal gut zur Stelle“ gewesen. Trotz des Auswärtssiegs sah Wagner aber auch klare Punkte, an denen seine Mannschaft weiterarbeiten müsse. Er sprach das Spiel mit dem Ball an, mehr Unterstützung im Coaching untereinander und ein schnelleres Verschieben gegen den Ball. Auch der Start in die Partie soll in Zukunft bissiger werden. Mit der Leistung des Schiedsrichters war der Trainer hingegen „sehr, sehr in Ordnung“, größere Diskussionen habe es aus seiner Sicht nicht gebraucht. Unterm Strich nimmt Teesdorf damit drei wichtige Punkte mit, steht nach sieben Spielen bei elf Zählern auf Rang sechs und kann vor allem auf die zweite Halbzeit in Ebreichsdorf aufbauen.