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„Das 1:1 knapp vor der Pause war ganz wichtig“ – Felixdorf dreht frühen Rückstand zum 3:1

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SC Felixdorf
ASK Blumau

In der 2. Klasse Triestingtal hat der 1.SC Felixdorf am Freitagabend gegen den ASK Blumau einen frühen Rückstand weggesteckt und sich noch zu einem 3:1-Heimsieg gearbeitet. Trainer Thomas Hartberger sah den Schlüssel im Ausgleich unmittelbar vor der Pause. Danach war seine Mannschaft seiner Einschätzung nach nicht nur spielerisch klarer, sondern auch kräftemäßig und konditionell im Vorteil.

Fußball hängt im grünen Tornetz

Image by Mariusz from Pixabay

Blumau erwischt Felixdorf zunächst kalt

Ganz ruhig begann der Abend für die Gastgeber nicht. Blumau kam gut hinein, spielte in der 14. Minute einen Konter sauber zu Ende und ging durch Emilio Luca mit 1:0 in Führung. Hartberger sprach offen an, dass seine Mannschaft gerade in dieser Anfangsphase überrascht worden war. „Am Anfang der ersten Halbzeit hat uns Blumau überrascht“, sagte der Felixdorf-Coach. Vor allem im Zweikampfverhalten und in der Nähe zum Gegenspieler sah er da Luft nach oben. Danach änderte sich das Bild aber Schritt für Schritt. Felixdorf erhöhte das Tempo, wurde aktiver und drückte auf den Ausgleich. Dass der dann noch kurz vor dem Pausenpfiff fiel, war aus Sicht des Trainers der erste große Knackpunkt. Lukas Grabenwöger stellte in der 45. Minute auf 1:1. „Das 1:1 knapp vor der Pause war ganz wichtig für uns. Das war dem Spielverlauf mehr als gerecht“, sagte Hartberger.

Nach der Pause wird Felixdorf immer klarer

Der späte Ausgleich nahm Felixdorf sichtbar mit in die zweite Halbzeit. Hartberger hatte, wie er selbst sagte, trotz des Rückstands nie wirklich das Gefühl, dass seine Mannschaft das Spiel aus der Hand geben würde. „Das soll nicht überheblich klingen, aber ich hatte nie Angst, dass wir das nicht gewinnen werden“, erklärte er. Zwar habe sich Blumau gut gewehrt und auch in der Offensive einiges probiert, spielerisch sah er sein Team aber im Vorteil. Genau das schlug sich nach Wiederbeginn auch im Ergebnis nieder. In der 50. Minute traf erneut Lukas Grabenwöger zum 2:1, und dieser Treffer war für den Trainer schon fast die Vorentscheidung. Besonders gefiel ihm, dass dieses Tor über die rechte Seite sehr schön herausgespielt war. Felixdorf blieb am Drücker, hatte nach Hartbergers Einschätzung nun auch konditionell Vorteile und legte in der 64. Minute durch Dominik Kobas das 3:1 nach. „In der zweiten Halbzeit waren wir schon kräftemäßig und konditionell besser“, sagte Hartberger, für den der Sieg am Ende „vollkommen in Ordnung“ ging.

Das einfache Spiel als größte Stärke

Nach dem Schlusspfiff sprach Hartberger nicht nur über die Tore, sondern vor allem über die Art und Weise, wie seine Mannschaft spielen will. Wenn Felixdorf bei sich bleibt, den Ball sauber laufen lässt und die einfachen Lösungen nimmt, sieht er sein Team klar im Vorteil. „Wenn wir das einfache Spiel, dieses Kurzpassspiel, angewandt haben und wirklich einfach geblieben sind und die Bewegung gepasst hat, waren wir schon besser als Blumau“, sagte er. Genau darin lag für ihn die größte Stärke seines Teams, vor allem über weite Strecken der zweiten Halbzeit. Gleichzeitig verschwieg er nicht, was ihm weniger gefiel. Die Anfangsphase mit dem Gegentor war ihm zu passiv, und zwischendurch wird es seiner Mannschaft nach seiner Meinung noch zu oft unnötig schwer. „Hin und wieder haben wir so Phasen, da probieren wir es mit der Brechstange. Da kommen wir vom einfachen Spiel weg, und dann wird es unnötig schwer für uns“, meinte Hartberger. Trotz der Niederlage stellte er dem Gegner aber ein ordentliches Zeugnis aus: Blumau habe gute Fußballer in seinen Reihen und wolle selbst Fußball spielen, „das merkt man auch“.

Ein Sieg mit klarer Richtung für die nächsten Wochen

Am Ende stand für Felixdorf ein 3:1, das nicht aus einer wilden Partie, sondern aus einer klaren Entwicklung heraus entstand: früher Rückstand, wichtiger Ausgleich vor der Pause und danach immer mehr Kontrolle. Dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel feldüberlegen war, unterstrich Hartberger noch einmal deutlich. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters konnte er leben. Insgesamt sei diese „wirklich in Ordnung“ gewesen, auch der Ausschluss nach gut einer Stunde sei aus seiner Sicht gerechtfertigt gewesen. Für die Tabelle ist der Erfolg jedenfalls ein weiterer starker Schritt, denn Felixdorf hält nach neun Runden bei 27 Punkten und bleibt damit ganz vorne. Trotzdem nahm Hartberger den Sieg nicht zum Anlass, sich zurückzulehnen. „Die zwei Kleinigkeiten müssen wir noch abstellen, dann passt das schon“, sagte er. Nach diesem Abend passt für Felixdorf zumindest schon sehr viel.

2. Klasse Triestingtal: SC Felixdorf : Blumau - 3:1 (1:1)

  • 64
    Dominik Kobas 3:1
  • 50
    Lukas Grabenwöger 2:1
  • 45
    Lukas Grabenwöger 1:1
  • 14
    Emilio Luca 0:1