In der 2. Klasse Triestingtal hat der FC AS Logistik Tribuswinkel am Freitagabend gegen den Badener AC mit 1:2 verloren. Für BAC-Trainer Amel Sistek war nicht ein einzelner Moment ausschlaggebend, sondern die Linie über fast die gesamte Partie: „Wir haben von der ersten bis fast zur letzten Minute mit Überzeugung und richtig gutem Fußball gespielt.“ Dass der Sieg erst in der Nachspielzeit fixiert wurde, passte zum Verlauf eines Spiels, in dem die Gäste lange den Ton angaben.

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Amel Sistek legte den Schwerpunkt nach dem Schlusspfiff klar auf die Art des Auftritts. „Wir haben von der ersten Minute an das Spiel gemacht, waren spielbestimmend und fast über die ganzen 90 Minuten dominant“, sagte der Trainer. Vor allem vor der Pause sah er seine Mannschaft klar im Vorteil. Tribuswinkel stand tief, Baden hatte laut Sistek „gefühlt 75 bis 80 Prozent Ballbesitz“ und ließ kaum etwas zu. Dass aus dieser Überlegenheit in der 27. Minute das 0:1 wurde, passte ins Bild. Sistek schilderte eine lange Ballstafette, dann den tiefen Lauf, den Ball in die Mitte und die Ablage von Anes Jakupovic, die Silvio Petrovic zum Führungstor verwertete. Mit dem 0:1 zur Pause war der Aufwand der Gäste zunächst einmal auf der Anzeigetafel angekommen.
Nach dem Seitenwechsel blieb Baden zunächst auf Linie, auch wenn Sistek nicht übersehen wollte, dass die Kontrolle etwas nachließ. „Bis zur 70. Minute war es noch irgendwo in Ordnung. Dann ist der Schlendrian reingekommen“, sagte er offen. Baden schaffte es in dieser Phase nicht, sich vorzeitig Luft zu verschaffen. Tribuswinkel kam dadurch wieder stärker ins Spiel und nutzte diese Phase in der 81. Minute zum Ausgleich durch Hamit Ekinci. Sistek sprach dabei von einem Stellungsfehler und davon, dass seine Mannschaft „blöd in den Konter“ gelaufen sei. Gleichzeitig räumte er ein, dass der Angriff der Gastgeber auch „nicht so schlecht herausgespielt“ war. Aus einer lange klaren Partie war plötzlich wieder ein offenes Spiel geworden.
Entscheidend war für den Badener Trainer dann aber, dass seine Mannschaft nach dem 1:1 nicht auseinanderfiel, sondern noch einmal die Antwort fand. In der dritten Minute der Nachspielzeit fiel tatsächlich noch das 1:2, und auch dieses Tor beschrieb Sistek sehr konkret. Nach einem Corner für Baden und einer Klärung der Gastgeber blieb der Ball auf der linken Seite bei den Gästen. Der eingewechselte Alvi Xhelili legte auf Anes Jakupovic ab, der den Ball mitnahm und mit einem satten Schuss vom Sechzehner ins lange Eck traf. „Zum Schluss haben wir uns belohnt, Gott sei Dank. Der Sieg geht ganz klar in Ordnung“, sagte Sistek. Dass ausgerechnet Jakupovic, der schon vor dem 0:1 abgelegt hatte, am Ende selbst traf, rundete aus Badener Sicht einen starken Auswärtsauftritt ab.
Entsprechend zufrieden war Sistek mit mehreren Aspekten des eigenen Spiels, auch wenn er gar nicht erst den Eindruck erwecken wollte, schon am Ziel zu sein. „Das Stellungsspiel und die Ballzirkulation in der Mannschaft waren sehr gut“, sagte er. Gleichzeitig formulierte der Trainer auch klar, woran weiter gearbeitet werden muss: „Wir müssen noch präziser im Passspiel werden und im Ballbesitz noch ein bisschen mehr Tempo haben.“ Gerade diese Mischung aus Lob und genauer Einordnung passte zu seinem Gesamtbild dieses Abends. Für Sistek war es „eines der besseren Spiele in der Saison“, weil seine Mannschaft das Spiel lange kontrollierte, hinten wenig zuließ und sich trotz des späten Ausgleichs am Ende doch noch den Lohn holte. Wenn Baden diese Linie hält, kann dieser Sieg eine gute Grundlage für die nächsten Wochen sein.