Im Spiel der 2. Klasse Triestingtal hat sich ASK Blumau lange gewehrt, musste sich FCM Traiskirchen II am Ende aber mit 0:3 geschlagen geben. Nach einem torlosen und zerfahrenen ersten Durchgang legten die Gäste nach der Pause deutlich zu und machten den Unterschied mit Konsequenz vor dem Tor. Co-Trainer Daniel Trost sprach von einem schwierigen Spiel auf holprigem Platz, in dem seine junge Mannschaft geduldig blieb und sich dafür belohnte.

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Bis zur Halbzeit war es genau die Partie, die Trost danach beschrieben hat. Auf dem kleinen und holprigen Platz kam kaum Spielfluss auf, vieles war umkämpft und echte Großchancen blieben auf beiden Seiten aus. „Vom Beginn an war es ein sehr zerfahrenes Spiel mit wenig Tormöglichkeiten, weil die Platzverhältnisse nicht gut waren“, sagte der Co-Trainer. Für Traiskirchen II war deshalb vor allem wichtig, nicht unruhig zu werden und das Spiel nicht mit Gewalt öffnen zu wollen. „Wir haben uns vorgenommen, Ruhe zu bewahren, egal wie lange es 0:0 steht, und dass jeder positiv miteinander bleibt“, erklärte Trost. Genau diese Geduld war aus seiner Sicht die Grundlage dafür, dass seine Mannschaft auch in einer zähen ersten Hälfte auf Kurs blieb. Zur Pause stand folgerichtig ein torloses 0:0.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann Schritt für Schritt. Trost räumte ein, dass Blumau zu Beginn der zweiten Hälfte „die ein oder andere Möglichkeit“ hatte und es in dieser Phase auch gefährlich wurde. Den Ausschlag gab aber der Treffer in der 69. Minute. Der eingewechselte Nikola Cakic bewahrte im Strafraum die Ruhe und traf zum 1:0 ins Eck. „Ab dem Zeitpunkt hat man dann die Leichtigkeit gesehen“, meinte Trost. Traiskirchen blieb am Drücker und legte rasch nach. In der 74. Minute erhöhte Efe Bicer nach einem Konter auf 2:0. Den Schlusspunkt setzte Alexander Plasser in der 83. Minute, als er gekonnt ins lange Eck vollstreckte. Aus dem langen Abtasten war damit innerhalb einer guten Viertelstunde ein klarer Auswärtssieg geworden.
Für Trost lag die Stärke seiner Mannschaft diesmal weniger im schönen Spiel als in Disziplin, Ruhe und Konsequenz. „Das Entscheidende war, dass unsere junge Mannschaft immer am Ziel festgehalten hat“, sagte er. Traiskirchen II habe gewusst, „dass wir irgendwann zum Erfolg kommen, wenn wir den Gegner verschieben lassen“. Genau das sei nach der Pause aufgegangen. Gleichzeitig sah der Co-Trainer trotz des klaren Ergebnisses noch Verbesserungspotenzial. „Im Torabschluss haben wir sicher noch Handlungsbedarf. Hätten wir in der ersten Halbzeit die ein oder andere Möglichkeit über die Seite besser genutzt, wäre vielleicht schon früher etwas möglich gewesen“, so Trost. Es war also kein Auftritt, den er einfach nur abhaken wollte, sondern einer, aus dem sich trotz drei Punkten noch konkrete Themen mitnehmen lassen.
Auch den Gegner ordnete Trost respektvoll ein. Blumau habe fair gespielt, die Partie sei über weite Strecken sauber geblieben. Ausschlaggebend sei etwas anderes gewesen: „Der entscheidende Unterschied war, dass wir vorm Tor in der zweiten Halbzeit die nötige Konsequenz gehabt haben.“ Dazu kam aus seiner Sicht ein Kraftvorteil. „Wir haben mehr Druck machen können als unser Gegner“, sagte Trost. Mit diesem 3:0-Auswärtssieg steht Traiskirchen II nach zehn Runden bei 18 Punkten und bleibt im oberen Tabellenfeld. Auf schwierigem Boden war es kein schönes Spiel, aber eines, das die Gäste mit Geduld, klaren Vorgaben und einer starken zweiten Hälfte für sich entschieden.