In der 2. Klasse Triestingtal hat 1.SC Felixdorf am Samstag beim SC Alland mit 2:0 gewonnen und damit den nächsten Auswärtserfolg eingefahren. Trainer Thomas Hartberger sah den Schlüssel klar in der ersten Halbzeit: Ein verwandelter Elfmeter und ein sauber herausgespielter Angriff brachten Lukas Grabenwöger den Doppelpack ein, danach verteidigten die Gäste kompakt und brachten den Vorsprung trotz einer druckvollen zweiten Hälfte der Gastgeber verdient über die Zeit.

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Felixdorf war mit Respekt nach Alland gefahren, und genau so ordnete Hartberger auch den Beginn ein. „Wir haben gewusst, dass Alland recht heimstark ist“, sagte der Trainer. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft in der ersten Hälfte die entscheidenden Aktionen setzte. In der 32. Minute brachte Lukas Grabenwöger die Gäste per Elfmeter in Führung, eine Szene, die Hartberger eindeutig bewertete: „Für mich war das ein klarer Elfmeter.“ Nur fünf Minuten später legte Felixdorf nach. Über die rechte Seite wurde der Angriff sauber ausgespielt, der Ball kam flach zur Mitte, und Grabenwöger schob aus kurzer Distanz zum 2:0 ein. „Das zweite Tor war wirklich schön rausgespielt“, sagte Hartberger. Weil Alland vor der Pause nur zu einzelnen Halbchancen kam, ging die Führung für ihn auch in dieser Höhe in Ordnung.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild deutlich, am Ergebnis aber nichts mehr. Alland spielte nun wesentlich offensiver, drückte nach vorne und riskierte laut Hartberger „wirklich alles“. Genau darauf hatte sich Felixdorf einzustellen, zumal der Trainer auch die äußeren Bedingungen mit kräftigem Wind ansprach. Die beiden Tore vor der Pause hatten seiner Mannschaft jedoch die nötige Ruhe gegeben. „Das hat uns Stabilität und Sicherheit gegeben“, sagte Hartberger über das 1:0 und 2:0. Während die Gastgeber versuchten, noch einmal zurückzukommen, boten sich den Gästen Räume für Konter. Ganz zufrieden war der Felixdorf-Coach damit nicht, denn aus diesen Situationen hätte seine Mannschaft nachlegen können. „Wir konnten das 3:0 leider nicht machen“, meinte er, obwohl „zwei, drei sehr gute Chancen“ dafür da gewesen wären.
Was Hartberger an diesem Nachmittag besonders gefiel, war weniger der Glanz als die Art, wie seine Mannschaft das Spiel gemeinsam anging. „Es war eine kompakte, kämpferische Leistung über das ganze Match gesehen“, sagte der Trainer. Vor allem im Abwehrverhalten sah er seine Elf geschlossen und konzentriert. „Eigentlich hat die ganze Mannschaft sehr gut funktioniert“, betonte er. Dass das gegen Alland nötig war, verschwieg er nicht. Die Gastgeber hätten „sehr gute Einzelspieler“, erklärte Hartberger, und sobald man ihnen Platz lasse, sehe man auch ihre technische Qualität. Gerade deshalb wertete er den Auswärtssieg hoch ein. Sein Urteil fiel klar aus: Felixdorf sei „doch um mindestens ein Tor stärker“ gewesen, der Sieg sei „wirklich verdient“ gewesen. Auch rund um den Unparteiischen gab es für ihn keinen Aufreger. „Die Leistung vom Schiedsrichter war sehr gut“, sagte Hartberger.
Unter dem Strich nahm Felixdorf also genau das mit, was eine Spitzenmannschaft aus solchen Spielen mitnehmen will: drei Punkte, eine weiße Weste und das Gefühl, auch auswärts bei heimstarken Gegnern bestehen zu können. Hartberger führte den Erfolg vor allem auf die erste Halbzeit zurück. „Die beiden Tore in der ersten Halbzeit waren der Grundstein für den Sieg“, sagte er noch einmal und brachte die Partie damit auf den Punkt. Nach zehn Runden hält Felixdorf bei 30 Punkten und bleibt damit an der Spitze der Tabelle. Für Alland, das ebenfalls zu den besseren Teams dieser Liga zählt, blieb diesmal nur die Erkenntnis, dass der Rückstand zur Pause zu groß war. Für die Gäste war es dagegen ein Auftritt, der weniger von Spektakel als von Klarheit, Disziplin und Effizienz lebte.