Zwischen dem SV Zwentendorf und dem SC Hadersdorf entwickelte sich in der 2. Klasse Wachau/Donau ein Duell mit wechselnder Statik. Trainer Vincent Bögi beschreibt die erste Hälfte als ausgeglichen und die zweite als klares Anlaufen auf ein Tor – mit vielen Chancen, aber ohne die nötige Effizienz. Eine Rote Karte gegen den Gegner veränderte das Kräfteverhältnis sichtbar, dennoch haderte Bögi mit der Ausbeute und hob einen seltenen Moment hervor: ein direkt verwandelter Eckball seiner Mannschaft.

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Zum Charakter der Partie sagt Bögi: „Taktisch geprägt. Erste Halbzeit ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit haben wir auf ein Tor gespielt. Leider kein Tor gemacht und durch einen Konter eines bekommen.“ Den frühen Rückstand erklärt er mit einer teuren Fehlerkette: „Ballverlust von uns, schnelles Spiel von Hadersdorf und ein glückliches Tor.“ In die Chronologie passt, dass Roman Ramoser in der 29. Minute zum 0:1 traf, ehe Zwentendorf mit zunehmender Spielzeit mehr Zugriff bekam und Hadersdorf tiefer drückte.
Die Partie kippte in puncto Spielkontrolle deutlich, als Lukas Kugler in der 41. Minute die Rote Karte sah. Bögi ordnet die Folgen so ein: „Wir hatten 70 Prozent Ballbesitz, bedingt durch die Rote Karte für den Gegner, aber wenig daraus gemacht.“ Das Kräfteverhältnis änderte sich sichtbar, doch die Effektivität blieb aus. „Wir hatten viele Chancen, aber leider nicht genutzt“, fasst der Coach die lange Druckphase zusammen. Trotz klarer Dominanz nach der Pause blieb Zwentendorf lange ohne zählbaren Ertrag – und lief Gefahr, im eigenen Vorwärtsdrang konteroffen zu sein.
In einer intensiven Schlussphase verdichteten sich die Ereignisse: Zunächst stellte Matthias Poschenreithner in der 72. Minute auf 0:2. Zwentendorf meldete sich durch Luigi Iacona in der 85. Minute zum 1:2 zurück – einer der späten Treffer fiel sogar direkt nach einer Ecke und gab der Aufholjagd zusätzlichen Schub. Postwendend erhöhte David Schrabauer in der 86. Minute auf 1:3, ehe Iacona in der 90. Minute den 2:3-Endstand markierte.
Bögis Fazit bleibt dennoch von Anspruch und Zuversicht geprägt: „Wir müssen mutiger spielen und uns das Glück erarbeiten. Jetzt haben wir eineinhalb Wochen Pause, eine spielfreie Runde – und dann wollen wir endlich gewinnen.“