Nach dem Auswärtsspiel bei SC Traismauer ordnete René Schilcher, Trainer von Langenrohr II, die 90 Minuten nüchtern ein. Im Fokus standen Ballbesitz ohne Durchschlagskraft, ein körperlich betontes Duell und die Suche nach Stabilität. In der 2. Klasse Wachau/Donau sprach er von einem guten Start und verlorener Kontrolle nach 15 Minuten.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
René Schilcher beschrieb einen guten Beginn – und den abrupten Leistungsabfall danach: „Wir sind zwar gut ins Spiel gekommen, haben uns aber nach 15 Minuten von der Spielweise des Gegners anstecken lassen; ein kontrollierter Spielaufbau ist uns nicht mehr gelungen.“ Seine Mannschaft fand früh zwei hochkarätige Möglichkeiten in den ersten 10 Minuten, doch der anfängliche Schwung verpuffte. Aus der anfänglich klaren Idee wurde mit zunehmender Spieldauer ein zähes Ringen um jeden Meter, die Präzision im Aufbau wich langen, umkämpften Phasen. Schilchers Kernaussage: Der eigene Plan geriet zu schnell unter Druck – und damit ging ein wesentlicher Teil der Kontrolle verloren.
In seiner Bilanz stellte Schilcher dem hohen Aufwand die zu geringe Ernte gegenüber. Aus seiner Sicht lag das Ballbesitzverhältnis klar auf Seiten von Langenrohr II, doch die daraus resultierenden Momente vor dem Tor blieben zu selten. „Gefährlich würde ich nicht sagen, wir haben einfach viel zu wenig aus dem Ballbesitz gemacht.“ Auch bei ruhenden Bällen fehlte der Hebel – besondere Standardszenen gab es aus seiner Sicht nicht. Ebenso hielt er fest, dass es keine strittigen Situationen gab, die den Spielverlauf in eine andere Richtung hätten lenken können. Über den Charakter des Duells ließ Schilcher keinen Zweifel: „Es war ein körperlich sehr hartes Spiel.“ Die Partie lebte über weite Strecken von Zweikämpfen und Intensität, doch genau dort fehlten Langenrohr II oft der saubere erste Kontakt und die Entschlossenheit, die wenigen sich öffnenden Räume konsequent zu bespielen.
Zur Pause stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel geriet Langenrohr II in Rückstand: In der 55. Minute traf Marco Horak zum 0:1, in der 89. Minute stellte Huba Lörincz auf 0:2. Für Schilcher lag die Erklärung eher in der eigenen Unschärfe als in übermäßiger Gefahr des Gegners. Zugleich formulierte er klar, was er nun einfordert: „Ich erwarte, dass wir wieder stabiler und konstanter werden und hoffe, dass das ein einmaliger Ausrutscher war.“ Der Blick geht nach vorne mit dem Vorsatz, die Struktur über 90 Minuten zu halten, die frühen Chancen besser zu verwerten und aus dem Ballbesitz mehr zwingende Aktionen zu entwickeln.