In der 2. Klasse Wachau/Donau setzte es für den 1. FC Union Stein beim USV Furth eine bittere 0:1-Niederlage in letzter Minute. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel die Entscheidung in der Nachspielzeit: Elias Fürst traf in Minute 90+1. Für Steins Trainer Thomas Hennebichler stand der Knackpunkt fest: „Wir hatten nicht unseren besten Tag.“ Er sah zwar gute Umschaltmomente seiner Mannschaft, am Ende aber fehlte die letzte Klarheit – und ein Missverständnis entschied das Spiel gegen die Gäste.

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Die Partie blieb lange offen, zur Pause stand es 0:0 – viel Arbeit zwischen den Strafräumen, kaum Zählbares auf der Anzeigetafel. Je länger es torlos blieb, desto eher roch es nach einem Punkt für Stein. Doch in der Nachspielzeit drehte sich alles innerhalb eines Augenblicks: Elias Fürst traf zum 1:0. Hennebichler beschrieb die entscheidende Szene so: „Der Knackpunkt war in der letzten Minute ein Eigenfehler, eine kurze Unstimmigkeit zwischen zwei Spielern, die zum Tor führte.“ Er präzisierte: „Es war ein langer Ball, und es war nicht ganz klar, ob der Verteidiger hinkommt oder der Torwart. Leider kam es zu dieser Unstimmigkeit, und der Ball landete direkt beim Stürmer.“ Bitter für Stein, das über 90 Minuten defensiv aufmerksam arbeitete und dennoch leer ausging.
Nach dem Schlusspfiff blieb Hennebichler klar in seiner Bewertung. „Generell hat heute keiner seinen optimalen Tag erwischt“, sagte der Coach und ergänzte selbstkritisch: „Von der Qualität her ist das eigentlich ein Gegner, den wir normalerweise schlagen würden.“ Ganz ohne Lichtblicke war es aber nicht: „Es gab immer wieder gute Vorstöße, gute Konter von uns“, betonte er. Dass es trotzdem nicht reichte, führte er auch auf die Tugenden des Gegners zurück: „Der Einsatz, die Einsatzbereitschaft – das hat Furth heute stark gemacht.“ Diskussionen über den Unparteiischen ließ Hennebichler gar nicht erst aufkommen: „Die Schiedsrichterleistung war gut. Ich hätte wahrscheinlich auf beiden Seiten einen Elfmeter gepfiffen. Er hat seine Linie durchgezogen und beide nicht gegeben – von dem her völlig in Ordnung.“ So blieb unterm Strich eine ärgerliche Niederlage, die vor allem an einem späten Fehler hing.
Zwischen Enttäuschung und Ärger nahm Hennebichler auch etwas Positives mit: „Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass wir zwei Rückkehrer wieder im Team haben.“ Gemeint waren Niklas Surböck und Jannik Grunert, die wieder erste Einsatzminuten sammelten. „Beide haben wieder Einsatzminuten gesammelt – das freut mich sehr“, sagte der Trainer. In der Tabelle rangiert Furth mit 28 Punkten auf Platz sieben, Stein hält bei 23 Zählern auf Rang neun. Für die Union heißt das: Köpfe oben behalten, im Training an der Abstimmung arbeiten und die nächsten Chancen im Offensivspiel konsequenter ausspielen. Nach dieser späten Nackenschelle soll möglichst bald wieder gepunktet werden – am liebsten mit derselben Einsatzbereitschaft, aber mehr Konsequenz im letzten Drittel.