In der 2. Klasse Wachau/Donau beendete Langenrohr II die Saison auf Rang sieben und blickt mit gemischten Gefühlen auf das Erreichte. Trainer René Schilcher fasst offen zusammen: starker Start, dann Verletzungspech und Phasen, in denen Punkte liegengelassen wurden. „Wir hätten viel mehr Punkte holen können“, sagt er. Jetzt steht eine kurze Verschnaufpause an, bevor in der Vorbereitung vor allem an mehr Variabilität im Angriff gearbeitet wird – auch mit dem fixen Neuzugang Andreas Zottl für die Offensive.

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Langenrohr II kam ordentlich aus den Startlöchern, geriet aber im Laufe des Frühjahrs ins Stocken. René Schilcher beschreibt den Verlauf ohne Umschweife: „Wir sind sehr gut gestartet und haben gute Spiele abgeliefert. Dann sind wir, auch wegen Verletzungen, in ein Loch gefallen.“ Entscheidend waren für ihn nicht einzelne Ausreißer, sondern wiederkehrende Phasen, in denen der Faden riss. „Es gab Momente, in denen wir das Spiel aus der Hand gegeben haben“, so der Coach. Gerade deshalb überwiegt bei Platz sieben und 32 Punkten der Eindruck, dass mehr drin gewesen wäre. „Ich bin überzeugt, dass wir mehr Punkte holen hätten können.“ Dieses Gefühl zieht sich wie ein roter Faden durch seine Analyse. Für Schilcher ist es zugleich Auftrag, aus diesen Abschnitten zu lernen und Konstanz über neunzig Minuten einzufordern.
Trotz des Auf und Abs bleibt die Stimmung positiv. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Wir freuen uns auf eine kurze Sommerpause, laden die Akkus auf und starten dann mit voller Energie in die neue Saison“, betont Schilcher. Personell ist die Lage jedoch anspruchsvoll: „Wir hatten im Frühjahr vier Knieverletzungen. Die Spieler werden uns im Herbst fehlen. Ich hoffe, dass sie im Laufe des Frühjahrs zurückkommen.“ Auch am Kader wird behutsam gedreht. „Fix ist noch nichts. Es wird sich ein wenig etwas tun, aber nicht so viel wie im Winter. Hier und da wird es leichte Veränderungen geben.“ Diese Mischung aus Zuversicht und Realismus beschreibt die Ausgangslage gut: Der Kern passt, die Ausfälle sind bitter, und gerade deshalb braucht es smarte Nachjustierungen, um im Herbst breiter aufgestellt in die Spiele zu gehen.
Abseits des Rasens wartet zusätzliche Arbeit. „Wir haben die große Herausforderung, auch für unsere KM2 eine Reserve zu stellen. Das ist für den Gesamtverein ein enormer organisatorischer Aufwand“, erklärt Schilcher. Sportlich bleibt Langenrohr II seiner Linie treu. „Für unsere junge Mannschaft war es eine Lernsaison. Einige Charaktere haben sich zu Männern entwickelt. Diese Entwicklung soll weitergehen.“ Der Trainer setzt dabei auf den bekannten Weg: „Beim SV Langenrohr binden wir immer junge Spieler ein. Wir sind froh, dass genug Potenzial nachkommt. So erhöhen wir den Konkurrenzdruck und freuen uns auf die Weiterentwicklung der Jüngeren, aber auch der Älteren.“ Der Ansatz ist klar: interne Dynamik stärken, die Trainingsqualität hochhalten und den Kader so aufstellen, dass Ausfälle besser abgefedert werden können.
Spielerisch rückt vor allem die Offensive in den Fokus. „Ein Schwerpunkt ist die Offensive. Wir wollen beim Herausspielen von Chancen variabler werden, weil wir uns gegen tief stehende Gegner schwergetan haben“, sagt Schilcher. Genau dafür kommt frischer Input: „Einen Neuzugang haben wir schon fix: Andreas Zottl. Er kommt vom SC Sitzenberg-Reidling. In der Offensive werden wir mit ihm variabler sein.“ Als Maßstab taugt auch der Blick nach oben: ESV Krems führte die Tabelle mit Routine und Erfahrung an – ein Bild, das Schilcher bestätigt. „Krems hat meiner Meinung nach einen Kader für die Erste Klasse – sehr viel Routine, sehr viele erfahrene Spieler.“ Mit Platz sieben und 32 Punkten ist die Basis solide.